Sind die Container voll, verwandeln sich Wertstoffinseln schnell in regelrechte Müllhalden, die auch Sperrmüll anziehen. Ein Problem, das man in Irschenberg wie Miesbach gleichermaßen kennt. Für beide Orte hat die Vivo aber Lösungen.
In Irschenberg ist die Entsorgung von Leichtverpackungen aus Kunststoff und Metall derzeit Glückssache. Am Montagmorgen waren alle Einwurföffnungen mit herausquellenden Säcken verstopft. Und auch um die Container herum waren eine Vielzahl an Tüten abgelegt.
Dass die Überfüllungssituation in Irschenberg derzeit neue Dimensionen erreicht, liegt an der Schließung des Wertstoffhofs. Wie berichtet, wurde dieser vor zwei Wochen wegen des Neubaus der benachbarten Kläranlage ersatzlos geschlossen. Die Folge: Die Leichtverpackungen, die dort in fünf Kubikmeter großen Containern gesammelt wurden, müssen nun auf die Container an den Sammelstellen verteilt werden. Und die sind auf dieses Aufkommen nicht ausgelegt.
Bei der Vivo, dem kommunalen Entsorgungsunternehmen des Landkreises, ist das Problem bestens bekannt, wie eine Mitarbeiterin auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt: „Es ist klar, dass es ohne die Fünf-Kubikmeter-Container an Volumen fehlt.“ Um dem Rechnung zu tragen, werde nun öfter geleert. Statt bisher einmal wöchentlich kommt der Subunternehmer des Kommunalunternehmens nun dreimal pro Woche. Leertage seien Montag, Mittwoch und Freitag. „Spätestens abends sollte geleert sein.“
Zudem sei in Abstimmung mit der Gemeinde geplant, weitere Container beim Trachtenheim aufzustellen. „Die Auslieferung ist für Ende April/Anfang Mai geplant. In Kombination mit den Leerungen sollte es dann keine Engpässe mehr geben.“ Offen ist dagegen noch, ob es Vivo und Gemeinde gelingt, einen Ersatzstandort für den geschlossenen Wertstoffhof zu finden. Die Suche läuft weiter.
Dass der Vivo ein reibungsloser Ablauf bei der Entsorgung sehr wichtig ist, zeigt das Beispiel Miesbach. Hier gab es noch vor einigen Wochen arge Missstände bei den Wertstoffcontainern. Bürger beschwerten sich bei der Stadt, und auch Mitglieder aus dem Stadtrat machten die vermüllten Containerstandorte im Stadtgebiet zum Thema. Nun sehen sie wieder ordentlich aus.
Wie die Vivo-Mitarbeiterin erklärt, habe der Subunternehmer für Miesbach mehrere Probleme gehabt. Zuerst hätten mehrere Krankheitsfälle dazu geführt, dass Fahrten ausfallen mussten, und dann fielen mehrere Fahrzeuge aus. „Für mittelgroße Betriebe ist es dann schwierig, das komplett aufzufangen.“ Nun sei aber wieder alles am Laufen. „Die vertraglich vereinbarten Leerungsrhythmen sind so ausgelegt, dass es keine Probleme geben sollte.“
Das gilt jedoch nur für Leichtverpackungen und Glas, nicht aber für Sperrmüll. Und der war zuletzt ebenfalls ein großes Problem. „Das Problem ist, dass es immer wieder Leute gibt, die ihren Müll an den Wertstoffinseln abstellen.“ Wenn die erste Tüte neben dem Container stehe, dauere es meist nicht lange, und die Vermüllung nehme zu – inklusive Sperrmüll.
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In Miesbach weisen deshalb seit Kurzem Schilder darauf hin, dass das Abstellen von Gegenständen oder Müll neben den Containern illegal ist und zur Anzeige gebracht wird – auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Russisch und Rumänisch. Diese Maßnahme war der Stadt Miesbach wichtig, die hierbei im Austausch mit der Vivo stand.
Was beim AOK-Parkplatz gut funktioniert, klappt Am Windfeld beim Parkplatz am Bauhof noch nicht so ganz. Dort standen gestern größere Blechkanister und ein paar Mülltüten. „Es ist dennoch kein Dauerthema“, sagt Bürgermeister Gerhard Braunmiller, der aber weiß, dass man immer wieder punktuell gegensteuern müsse.
Als es zuletzt besonders schlimm gewesen sei, hätten Stadt und Vivo zusammengearbeitet: „Die Vivo hat sich um die Entsorgung der herumstehenden Wertstoffe gekümmert, und unser Bauhof hat den Sperrmüll entfernt.“ Dass das kein Dauerzustand wird, sollen nun die Hinweisschilder bewirken. Aus Braunmillers Sicht klappt das gut: „Aktuell sind mir keine Beschwerden bekannt.“