Wird die B2 verlegt oder nicht? Im Herbst fällt die Entscheidung. Zuvor hat die Stadt noch ein Gutachten in Auftrag gegeben. Denn es gibt noch Fragen.
Fürstenfeldbruck - In der Diskussion um die Umwidmung der B2 hat die Stadt ein weiteres unabhängiges Gutachten in Auftrag gegeben. Wie OB Christian Götz in einem Gespräch berichtet, soll dieses Gutachten die Machbarkeitsstudie des Staatlichen Bauamts Freising zur Sanierung der Amperbrücke überprüfen. Die Ergebnisse seien seit kurzem da. Doch es hätten sich Fragen ergeben, vor allem bautechnischer Art. Daher hole man eine zweite Meinung ein. Die Ergebnisse sollen in den kommenden Wochen vorliegen. Dann werden die Zahlen den Stadträten vorgestellt. Und dann kann dieser final entscheiden, ob Götz die Umwidmungsvereinbarung unterzeichnet, oder es beim alten Streckenverlauf bleibt.
Der Rathauschef betont, dass sich der Stadtrat im Mai nur grundsätzlich für die Umwidmung auf die Oskar-von-Miller- und äußere Schöngeisinger Straße ausgesprochen hat. Für die endgültige Entscheidung wollte man belastbare Zahlen – auch über eine Sanierung der Amperbrücke – erhalten. Ob diese dann für 20 oder 22 Tonen Höchstlast denkmalgerecht saniert werde, sei marginal.
Zwei Schulwege führen über die Bundesstraße
Er verstehe, dass Menschen Bedenken gegen die Verlagerung haben. Aber den Vorwurf der Bürgerinitiative „Verbleib der B2“, er und die BBV agierten blauäugig, weist Götz zurück. Denn das von ihr vorgebrachte finanzielles Risiko für die Stadt gebe es nicht. Es handle sich um den Tausch eines längeren Straßenzuges mit drei Brücken gegen einen kürzeren mit einer Brücke. Der Zustand der Straßen werde erfasst und ein Defizit ausgeglichen.
Primäres Ziel der Umwidmung sei der Erhalt des Status quo, und nicht „zu den 19 000 Verkehrsbewegungen täglich auch noch den Schwerlastverkehr reinzuholen“. Denn der Akt alleine verlagere keine Verkehrsströme. Das geschehe erst, wenn man verkehrslenkende Maßnahmen ergreife. „Und es geht auch um Sicherheit“, sagt Götz. Denn die jetzige B2 ist für viele Kinder der Schulweg zu den Grundschulen am Theresianumweg und an der Philipp-Weiß-Straße.