„Wir bleiben anders“: Gute Zahlen für VR-Bank Landsberg-Ammersee

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Soll im nächsten Jahr die Tore öffnen: Das Versicherungszentrum der VR-Bank Landsberg-Ammersee in der früheren Malteser-Apotheke am Hauptplatz. © Greiner

Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, die erneute Wahl von Trump zum US-Präsidenten, das Zerbrechen der Ampelregierung und die nach wie vor schwächelnde Konjunktur – die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im vergangenen Jahr nicht eben günstig. Dennoch war 2024 für die VR-Bank Landsberg-Ammersee ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

Landsberg – Der neuerdings dreiköpfige Vorstand, bestehend aus Stefan Jörg, Martin Egger und Albert Rösch, legte auf der Vertreterversammlung im Bibliothekssaal des Agrarbildungszentrums gute Zahlen vor – und kündigte für 2026 eine Neueröffnung an. Rechtzeitig zum 140-jährigen Jubiläum der VR-Bank soll das geplante Versicherungszentrum am Hauptplatz seine Tore öffnen. Wie berichtet, zieht es in das Gebäude der früheren Malteserapotheke ein.

Gutes Jahr für VR-Bank Landsberg-Ammersee - Strategie gegen den Trend

Präsenz vor Ort ist der VR-Bank auch im Hinblick auf ihre 20 Geschäftsstellen in der Region nach wie vor wichtig. Dass die Fachpresse die Filiale neuerdings als strategischen Ankerpunkt wiederentdeckt hat, bestätigt den Vorstand – allen voran dessen Vorsitzenden Stefan Jörg – in seinem Kurs, Standorte beizubehalten, ja sogar – siehe Pflugdorf – neue zu eröffnen. „Nähe ist Teil unseres Selbstverständnisses“, so Jörg. Jahrelang agierte die VR-Bank mit dieser Strategie aus voller Überzeugung gegen den Trend. „Wir sind und bleiben anders“, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Auch auf einen weiteren Trend – Größe durch Fusion – will die Genossenschaftsbank nicht aufspringen. Das erklärte Jörg auf die Frage eines Vertreters. Dieser sprach die bevorstehende Fusion der VR-Banken Starnberg-Herrsching Landsberg und Werdenfels zum „Riesen-Gebilde“ VR-Bank Starnberg-Zugspitze an. Deren Geschäftsgebiet wird sich über die Landkreise Starnberg, Landsberg, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen erstrecken. „Wie lange können wir uns dem widersetzen?“, wollte der Vertreter wissen.

Was plant die VR-Bank Landsberg-Ammersee - Kooperation statt Fusion

Jörg erwiderte, solange man gute Zahlen schreibe, müsse man nicht „der Größe wegen groß werden“. Die VR-Bank Landsberg-Ammersee habe im Landkreis einen Marktanteil von 30 Prozent. „Das Thema Selbstständigkeit ist keine Frage der Größe.“ Die entscheidende Herausforderung sei es, in Zeiten des Fachkräftemangels genügend Personal zu finden. Denkbar sei eine „Kooperation auf Augenhöhe“ mit ähnlichen Banken. „Man muss nicht immer gleich fusionieren.“

Die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres stellte Vorstand Martin Egger vor. Demnach betreute die VR-Bank für ihre Kunden ein Finanzvolumen von 2,2 Milliarden Euro (plus 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und erwirtschaftete einen Bilanzgewinn von 999.000 Euro. Hiervon werden 560.000 Euro in Form einer dreiprozentigen Dividende an die Mitglieder der Genossenschaft ausgeschüttet.

Die 66 anwesenden Vertreter stimmten diesem Vorschlag einstimmig zu und sprachen Vorstand und Aufsichtsrat ebenfalls einstimmig die Entlastung aus. Turnusgemäß schieden Martina Grunow und Josef Spicker aus dem Aufsichtsrat aus und wurden, da beide gerne weitermachen wollten, einstimmig wiedergewählt.

„Mehr weibliche Sicht im Vorstand und im Aufsichtsrat wäre gut“, kommentierte ein Vertreter die Tatsache, dass Martina Grunow nach wie vor die einzige Frau in den beiden Führungsgremien ist. Für den Vorstandsposten, der unter zwei Bewerbern an Albert Rösch ging, habe sich „leider keine einzige Frau“ beworben, antwortete Jörg. Dies, obwohl es Mitarbeiterinnen mit der erforderlichen Qualifikation im Hause gebe. Und was die Aufsichtsratsmandate betrifft, so gehe tendenziell die Bereitschaft zurück. „Die Anforderungen sind fachlich und zeitlich sehr hoch. Das will kaum noch jemand ehrenamtlich machen.“

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