Die VR-Bank Landsberg-Ammersee erweitert ihre Führungsspitze. Ab sofort ist Albert Rösch neben Martin Egger und dem Vorsitzenden Stefan Jörg Mitglied des Vorstands.
Landsberg/Kaufering – Die Genossenschaftsbank reagiert damit auf das Erreichen einer „Wachstumsschwelle“, wie Jörg im Rahmen eines Pressetermins in der Hauptgeschäftsstelle Kaufering erklärte. Das betreute Kundenvolumen beträgt mittlerweile 2,1 Milliarden Euro und hat sich damit seit Jörgs Einstieg in den Vorstand im Jahr 2011 mehr als verdoppelt. Dieser Wachstumsschub mache eine Vergrößerung des Vorstands erforderlich, so Jörg. Er selbst wird sich künftig mehr auf die strategische Weiterentwicklung der VR-Bank konzentrieren, während Rösch sukzessive die operativen Bereiche Handel und Vertrieb übernehmen wird.
VR-Bank Landsberg-Ammersee: Rösch ‚von der Pike auf‘ dabei
Der 55-Jährige wurde nach einer einstimmigen Entscheidung des Aufsichtsrats von diesem in den Vorstand berufen. Man habe sich bewusst für eine Nachbesetzung aus den eigenen Reihen entschieden, so Jörg. Hätte man die Stelle ausgeschrieben, wäre eine große Zahl an Bewerbungen mit einem entsprechend umfangreichen Auswahlverfahren zu erwarten gewesen. „Da ist ein Jahr ganz schnell vorbei.“
Auch hätte ein Neueinsteiger zunächst einige Zeit zur Einarbeitung gebraucht. „Ein Externer bremst das Fahrzeug ab, bevor er Gas geben kann“, ist auch der Aufsichtsratsvorsitzende Johann Forster überzeugt. Albert Rösch hingegen ist bereits seit Beginn seiner Lehre 1985 im Haus. Der verheiratete Vater dreier Kinder machte eine klassische Bank-Karriere – von der Arbeit am Schalter über die Kundenberatung zur Firmenkundenberatung.
Ab 2006 war er Prokurist und Bereichsleiter für das gesamte Firmenkundengeschäft der VR-Bank. In den letzten zehn Jahren fungierte er zudem als ständiger Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden Jörg. Außerdem ist Rösch – begeisterter Feuerwehrler in seinem Heimatort Schondorf und ganzjähriger Schwimmer im Ammersee – ehrenamtlicher Vorstand der Energiegenossenschaft VR-BürgerEnergie.
Vorstandsvergrößerung bei der VR-Bank: Die Bank besser kennenlernen
In einem internen Verfahren setzte sich Rösch gegen einen Mitbewerber aus den eigenen Reihen durch. In den kommenden 100 Tagen soll er die Bank noch intensiver kennenlernen, wird alle Filialen besuchen und in die Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit einsteigen. Seine Arbeit in der VR-Bank sei für ihn nie nur ein Job gewesen, so der genossenschaftliche Bankbetriebswirt, „sondern Herzblut, Leidenschaft und Lebenseinstellung“.
Die Nachbesetzung aus dem eigenen Haus wollen Vorstand und Aufsichtsrat auch als ein Signal der Kontinuität an die Mitarbeitenden verstanden wissen. Dass die VR-Bank unabhängig bleiben und ihren „guten Lauf“ (Jörg) mit jährlich steigenden Zahlen fortsetzen will, steht für die Verantwortlichen außer Frage. „Brautwerber von der anderen Seeseite“ hätten daher keine Chance. „Eine Fusion ist für uns keine Option, schon gar nicht aus dem Landkreis heraus“, betont der Vorstandsvorsitzende.
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