"Warum sind die überhaupt noch in Deutschland?"

Ein neuer Versuch des Remmo-Clans, in Berlin Geldautomaten während eines Stromausfalls zu plündern, schlägt Wellen: Der Originalartikel der FOCUS-online-Redaktion berichtet, wie die Polizei die Tat verhinderte und mehrere Clan-Mitglieder festnahm. In der anschließenden Leserdebatte dominieren zwei Lager: Auf der einen Seite stehen Forderungen nach konsequenter Abschiebung und radikaleren Maßnahmen gegen Clan-Mitglieder, auf der anderen Seite kritisieren Leser die Justiz, Polizei und Politiker für zu milde Strafen und mangelnden Durchgriff. Daneben äußern einige Nutzer Misstrauen gegenüber Politik und Gesellschaft oder begegnen dem Thema mit Sarkasmus.

Verteilung der Meinung zu "Leser debattieren Abschiebung und Systemversagen"
Verteilung der Meinung zu "Leser debattieren Abschiebung und Systemversagen" FOCUS Online

Kritik an Clan-Kriminalität und Abschiebung

Mit 56 Prozent ist das größte Meinungsbild von dem Wunsch nach Abschiebung und entschlosseneren Konsequenzen für Clan-Kriminalität geprägt. Viele Nutzer kritisieren im konkreten Fall aus dem Artikel, dass die Remmo-Familie trotz wiederholter Straftaten weiterhin in Deutschland bleiben darf und fordern den Entzug der Staatsbürgerschaft sowie Sippenhaft. Zahlreiche Stimmen werfen Politik und Justiz vor, nicht entschlossen genug zu handeln und Clans zu dulden. Die Kommentierenden sehen in der aktuellen Politik eine zu große Nachsicht gegenüber schwerkriminellen Strukturen und führen die Unzufriedenheit direkt auf das Verhalten der Clan-Mitglieder und die mangelnde Ausweisung zurück.

"Warum sind die überhaupt noch in Deutschland?"  Zum Originalkommentar

"Absolut unfassbar, dass diese schwerstkriminelle Berufsverbrecherfamilie noch nicht geschlossen in Abschiebehaft sitzt!"  Zum Originalkommentar

"Endlich abschieben, diese ganze Truppe... Beschäftigen ständig Polizei und Staatsanwaltschaft..."  Zum Originalkommentar

Kritik an Justiz und Polizeiarbeit

23 Prozent der Leser richten ihre Kritik auf Polizei und Justiz und bemängeln, dass Clan-Mitglieder trotz ihrer kriminellen Vorgeschichte oft schnell wieder freikommen. Im Fall des Remmo-Clans kritisieren sie, dass Verfahren zu wenig abschreckende Wirkung hätten und die Behörden zu zurückhaltend seien. Häufig wird befürchtet, dass persönliche Verbindungen, anwaltliche Ressourcen oder mangelnde gesetzliche Möglichkeiten den Kampf gegen Clan-Kriminalität behindern. Immer wieder werden Forderungen nach härteren Strafen und konsequenterer Strafverfolgung laut.

"Die Justiz versagt und verwaltet Aktenzeichen, das war es dann wieder."  Zum Originalkommentar

"Ich wüsste, was Trump jetzt machen würde - und ich würde es feiern."  Zum Originalkommentar

Kritik an Politik und Staatsversagen

Elf Prozent der Kommentare machen direkt die Politik für das wiederholte Auftreten von Clan-Kriminalität verantwortlich. Sie werfen Parteien und Regierungen, wie im Artikel beschrieben, vor, Clan-Mitgliedern den Weg zu ihrer kriminellen Karriere ermöglicht und Gesetze nicht ausreichend angepasst zu haben. Es dominiert der Vorwurf, der Staat gehe zu lasch vor, dulde die Strukturen oder verhindere notwendige Reformen, die die Sicherheitslage verbessern könnten. Die Kritik bezieht sich sowohl auf mangelnde Transparenz bei Vermögensverhältnissen als auch auf fehlende politische Handlungsbereitschaft.

"Die Clans sind mit unserer Überdemokratie nicht zu bändigen. Es muss bei Vermögen endlich die Beweislastumkehr gesetzlich geregelt werden. Erst dann wird der Staat wieder handlungsfähig und kann den Sumpf austrocknen. Allerdings ist meine Hoffnung, dass dies geschieht, winzig klein."  Zum Originalkommentar

"Jahrelang hat die Politik ihre Hände über diese und andere Familien gehoben. Nichts durfte ihnen geschehen, niemand fragen, woher die ganzen Immobilien und Luxusautos kommen, obwohl alle im Bürgergeld sind. Und auch heute werden wir sie nicht los, obwohl immer mehr rauskommt, was diese Familie so treibt."  Zum Originalkommentar

"Ein Staat, der nicht in der Lage ist, solche Leute loszuwerden, ist keiner!"  Zum Originalkommentar

Sarkasmus zur Remmo-Clan Berichterstattung

Mit zehn Prozent finden sich neben der empörten Diskussion auch viele humorvolle oder ironische Beiträge. Sie kommentieren die stetige Medienpräsenz und kriminellen Aktivitäten der Remmo-Familie mit Spott und Sarkasmus. Häufig drücken diese Stimmen eine gewisse Resignation aus: Sie scheinen sich damit abgefunden zu haben, dass derartige Meldungen zum Alltag gehören, und ziehen ihre eigene Form der Verarbeitung durch ins Lächerliche gezogene Bemerkungen.

"Remmos machen Remmo-Sachen!"  Zum Originalkommentar

"Anwälte: "Meine Mandanten bedauern das Missverständnis. Sie wollten nur helfen.""  Zum Originalkommentar

"Die Jungs brauchten Geld, um Stromerzeugeraggregate für die frierende Bevölkerung im Viertel zu kaufen. Also quasi Nothilfe. So wird der Anwalt vor Gericht plädieren."  Zum Originalkommentar

"Alles gute Jungs eben."  Zum Originalkommentar

Der Fall um den Remmo-Clan sorgt für grundsätzliche Fragen zu Abschiebung, Justiz und politischer Härte. Wie kann Deutschland aus Ihrer Sicht wirksamer gegen organisierte Kriminalität vorgehen? Diskutieren Sie mit!

Hinweis: Die in diesem Artikel zitierten Kommentare geben ausschließlich die Meinungen unserer Leser wieder und wurden inhaltlich nicht verändert. Die Analyse, Auswertung und thematische Gruppierung der Kommentare erfolgt automatisiert mithilfe Künstlicher Intelligenz.
Remmo-Clan wollte Berliner Stromausfall für Raubzug nutzen - und scheitert
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Информация на этой странице взята из источника: https://www.focus.de/die-debatte/warum-sind-die-ueberhaupt-noch-in-deutschland_cc36737a-426b-4ae5-8fa5-497b41ebf173.html