Lawine reißt Influencer und seine Frau in den Tod

In den spanischen Pyrenäen hat ein tragisches Lawinenunglück am Montagmittag drei Menschen das Leben gekostet. Unter den Opferbeteiligten war der weitbekannte Arzt, Bergsport‑Influencer und Meteorologie‑Experte Jorge García‑Dihinx (†55) sowie seine Partnerin. Eine weitere Person wurde mit Unterkühlung verletzt gerettet, zwei andere blieben unverletzt.

Jorge García Dihinx und seine Frau Natalia Román, deren Leidenschaft für Skitouren und Natur sie untrennbar verband, verloren ihr Leben bei einer Lawine in den Pyrenäen.
Jorge García Dihinx und seine Frau Natalia Román, deren Leidenschaft für Skitouren und Natur sie untrennbar verband, verloren ihr Leben bei einer Lawine in den Pyrenäen. Facebook

Gefährliche Schneemassen am Pico Tablato

Die Gruppe befand sich gegen 13 Uhr am Pico Tablato, in rund 2.200 bis 2.700 Metern Höhe nahe dem Wintersportort Panticosa, als sich eine Schneelawine löste. Die mächtigen Schneemassen erfassten mehrere Personen. Drei Menschen wurden vom Aufprall weggeschleudert, eine vierte war teilweise verschüttet, konnte aber lebend geborgen werden. 

Miguel Ángel Clavero, Innenminister der aragonischen Regierung, erklärte den Unfallhergang: „Es war die typische Winterlawine, bei der sich Schneeschichten bilden und eine davon bricht und über die anderen rutscht und die Menschen mitreißt, die darauf stehen“. Der Rettungseinsatz mobilisierte die Bergrettungsgruppen aus Panticosa, Jaca und Huesca sowie die Lufteinheit der Guardia Civil.

Jorge García Dihinx: Arzt, Autor und Influencer

Jorge García Dihinx war weit mehr als ein Arzt. Mit über 370.000 Followern auf Instagram galt er als Autorität in Sachen Bergwetter und Lawinenkunde. Sein Blog „La Meteo que viene“ war für viele Bergsteiger eine wichtige Informationsquelle. Er veröffentlichte vier Bücher über Skitouren in den Pyrenäen, in denen er ausführlich über Lawinensicherheit aufklärte. 

El Diario de Huesca“ berichtet, dass seine Werke mehr als 260 Routen beschreiben und konstant auf Wintergefahren und Lawinenrisiken hinweisen. Beruflich spezialisierte er sich auf Kindergastroenterologie, Ernährung und Adipositas bei Kindern, über die er ebenfalls auf Instagram aufklärte. Sein Kollege Javier Olivera Pueyo beschreibt ihn als „sehr aktiv, immer lächelnd, immer gut gelaunt“.

Mitgefühl der Regierung und Mahnung zur Vorsicht

Der Regierungschef von Aragón, Jorge Azcón, würdigte die Opfer als „sehr geschätzte Menschen, Experten nicht nur als Bergsteiger, sondern auch als Meteorologen“. Die Behörden betonten, dass Lawinengefahr auch für erfahrene Bergsportler ein ernstes Risiko darstellt. Meteorologische Warnungen hatten am Tag des Unglücks auf instabile Schneeverhältnisse hingewiesen, doch trotz Erfahrung und Vorbereitung konnten die Schneemassen nicht überlebt werden.

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