Brigitte Bardot wird beigesetzt – doch ihr letzter Wunsch bleibt ihr verwehrt

Frankreich trauert um eine seiner größten Kultur‑Ikonen: Brigitte Bardot, 1950er/60er‑Sexsymbol, spätere Tierschützerin und polarisierende Figur, ist am 28. Dezember 2025 im Alter von 91 Jahren gestorben. Nun steht fest, dass die legendäre Schauspielerin und langjährige Bewohnerin von Saint‑Tropez nicht an dem Ort bestattet wird, den sie sich gewünscht hatte – sondern auf einem Küstenfriedhof in ihrer Heimatstadt.

Brigitte Bardot ist im Alter von 91 Jahren gestorben.
Brigitte Bardot ist im Alter von 91 Jahren gestorben. dpa

Beisetzung gegen Brigitte Bardots Wunsch: So soll sie bestattet werden

Die Stadtverwaltung von Saint‑Tropez kündigte an, dass Bardot am 7. Januar 2026 im Marine‑Friedhof direkt am Mittelmeer beigesetzt wird. Zuvor soll es eine Trauerfeier in der Kirche Notre‑Dame de l’Assomption geben, die auch live übertragen wird. Nach dem privaten Begräbnis ist eine öffentliche Gedenkveranstaltung für Fans geplant.

Saint‑Tropez gilt als jener Ort, den Bardot über Jahrzehnte prägte – nicht nur als Prominente der Côte d’Azur, sondern als leidenschaftliche Verfechterin des lokalen Lebensstils und als Namenspatronin der Brigitte‑Bardot‑Stiftung für Tierschutz.

In Interviews hatte Brigitte Bardot, die auch als die erste „Influencerin“ gilt, mehrfach betont, dass sie nicht in einem traditionellen Friedhof beerdigt werden möchte, sondern lieber auf ihrem eigenen Anwesen in Saint‑Tropez inmitten ihrer Tiere liegen würde – mit einem schlichten Holzkreuz wie bei ihren Tieren. Dies berichtete sie unter anderem 2018 in Le Mond.

Doch die Behörden erklärten, dass kein offizieller Antrag für eine Privat‑Bestattung auf ihrem Grundstück gestellt wurde, die rechtlich erforderlich wäre, um diesen Wunsch umzusetzen. Stattdessen sei die Entscheidung gefallen, sie im städtischen Friedhof zu bestatten – nahe der Grabstätte ihrer Eltern und früherer Lebenspartner.

In diesem Haus am Meer lebte Brigitte Bardot bis zu ihrem Tod.
In diesem Haus am Meer lebte Brigitte Bardot bis zu ihrem Tod. Picture Alliance

Leben und Karriere von Brigitte Bardot: Von Filmstar zu Tierschützerin

Brigitte Anne‑Marie Bardot wurde 1934 in Paris geboren und wurde in den 1950er‑Jahren mit Filmen wie „Und immer lockt das Weib“ zum Weltstar. Ihre Ausstrahlung und ihr Stil machten sie zu einem internationalen Symbol von Sinnlichkeit und weiblicher Selbstbestimmung, bevor sie sich 1973 endgültig aus dem Filmgeschäft zurückzog.

In der Folge widmete sie sich vor allem dem Tierschutz und gründete 1986 die Brigitte‑Bardot‑Stiftung, die sich bis heute für den Schutz von Tieren einsetzt. Mit ihrer späten Karriere warf sie jedoch auch Kontroversen auf sich, etwa durch wiederholte politische Äußerungen und Strafverfahren wegen Volksverhetzung.

Bardot hinterlässt ein komplexes Erbe: Eine Frau, die den Ruhm des Kinos zum Sprungbrett für leidenschaftlichen Tierschutz machte – und zugleich eine Figur, die in der öffentlichen Debatte zu Diskussionen über Grenzen der Meinungsfreiheit beitrug.