Die französische Musikszene trauert um Fanny Biascamano, die 1997 als 17-Jährige Frankreich beim Eurovision Song Contest vertrat. Jetzt ist die Sängerin im Alter von nur 46 Jahren nach langer Krankheit gestorben.
Der Tod einer beliebten ESC-Künstlerin
Fannys Tod wurde von ihrer Familie über Social Media bekanntgegeben. Sylvie Biascamano schrieb am 28. Dezember auf Facebook: „Sète trauert. Familie, Verwandte und Freunde sind sehr traurig, euch mitzuteilen, dass Fanny letzte Nacht von uns gegangen ist.“ Laut der französischen Zeitung „Midi Libre“ starb Fanny nach langer Krankheit.
Fanny Biascamano: Von Kinderstar zum ESC-Star
Fanny begann ihre Karriere bereits im Kindesalter: 1991 trat sie im Alter von zwölf Jahren in der TF1-Show „Sacrée soirée“ auf und interpretierte Edith Piafs „L’Homme à la Moto“ als Rock-Coverversion. Die Single erreichte Platz sieben der französischen Charts und machte sie in Frankreich bekannt.
Sechs Jahre später wählte man sie für den Eurovision Song Contest, der aktuell von vielen Ländern boykottiert wird, in Dublin aus. Mit „Sentiments Songes“ erreichte sie einen beachtlichen siebten Platz und erhielt die Höchstpunktzahl aus Estland, Norwegen und Polen – ein Auftritt, der in Erinnerung bleibt.
Fans trauern um ESC-Star Fanny Biascamano: „Zu jung, um zu sterben“
In ihrer Heimatstadt Sète drücken Fans und Freunde ihre Trauer aus. „Eine großartige Künstlerin … Viel zu früh gegangen“, heißt es in zahlreichen Kommentaren. Auch in der internationalen ESC-Community zeigt man sich bestürzt: Unter einem Beitrag des deutschen ESC-Fanclubs OGAE Germany schreibt ein Nutzer: „Das ist traurig. Ihr Auftritt beim ESC ist einer meiner All-Times.“ Bei ESCToday kommentieren Fans: „Zu jung, um zu sterben“ und „Für mich wird ihr Eurovision-Beitrag ‚Sentiments Songes‘ einer der besten Songs aus Frankreich bleiben. So ein schönes Lied!“
Viele erinnern sich an Fanny aus ihrer Kindheit: „Wir waren im selben Alter. Und ich werde mich immer an ihre Entdeckung in den 90er-Jahren erinnern, im Urlaub bei einem Spaziergang am Strand von Marseillan. Sie sang in einem Restaurant, ihre Stimme hallte durch alle Straßen mit ‚L’Homme à la Moto‘. Das ist eine Familienerinnerung, die sich in mein Gedächtnis eingeprägt hat. Sie hatte meine Eltern und so viele andere zutiefst bewegt … Möge sie in Frieden ruhen.“