Der Gmunder Berg wird ab Montag voll gesperrt. Um den Ausweichverkehr in die Bahnen zu lenken, erlässt die Gemeinde Gmund eine Einbahnregelung.
Gmund - Ab kommenden Montag ist der Gmunder Berg zwei Wochen lang dicht: Fahrbahnsanierung. Dabei steckt allen Beteiligten noch das Baustellenchaos vom Sommer in den Knochen. Doch diesmal soll es besser laufen. Im Vorfeld hat es eine Abstimmungsrunde gegeben, an der die Gemeinde Gmund, das Landratsamt Miesbach, die Polizei und das Staatliche Bauamt Rosenheim beteiligt waren. Ein Ergebnis ist eine Einbahnregelung, mit der die Gemeinde die Belastung der Anwohner in Grenzen halten will.
Eigentlich hätte die Vollsperrung des Gmunder Bergs schon vor zwei Wochen beginnen sollen. Sie wurde verschoben, um Maßnahmen zu treffen, die den Verkehr besser fließen lassen (wir berichteten). Vor allem ging es um die Einrichtung einer Baustellen-Ampel, die an der Einmündung der Kaltenbrunner in die Münchner Straße platziert wird. Auch bei der Doppelsperrung im September – der Bahnübergang Kaltenbrunn und die B307 zwischen Seeglas und St. Quirin waren gleichzeitig dicht – hatte es eine temporäre Ampel gegeben, allerdings beim Tegernseer Hof.
Jene Ampel hatte das Stauchaos eher verschlimmert. Damit es diesmal weniger hakt, wurde sie versetzt und der Einmündungsbereich der Kaltenbrunner Straße um eine Rechtsabbiegespur in Richtung Bad Wiessee erweitert. Diese Vorarbeiten würden am heutigen Freitag abgeschlossen, erklärt Ursula Lampe als Sprecherin des Staatlichen Bauamts. Die Umleitungsstrecken führen über Kreuzstraße.
Um zu verhindern, dass der Verkehr sich überall Schlupflöcher sucht, hat die Gemeinde für die Dauer der Bauarbeiten für zwei Ortsbereiche Einbahnregelungen erlassen. So gilt für die Strecke von Dürnbach nach Finsterwald ein Durchfahrverbot. Frei befahrbar bleibt die Finsterwalder Straße bis zum Wertstoffhof. In entgegengesetzter Richtung ist die Strecke als Einbahnstraße freigegeben.
Ebenfalls gesperrt ist die Auffahrt von der Papierfabrik in Mühlthal nach Dürnbach. Die Abfahrt ist als Einbahnstraße erlaubt. Durch die Einbahnstraßenregelung sei auch gewährleistet, dass der Rettungsdienst jederzeit passieren könne, erklärt Wolfgang Dagner vom Straßenverkehrsamt der Gemeinde Gmund: „Eine Fahrbahn ist ja immer frei.“ Ohnehin sei die Situation deutlich entspannter als im September, als gleich zwei Adern dicht waren. Diesmal kann auch Verkehr über Seeglas in Richtung Miesbach abfließen. Geht alles nach Plan, werden die Arbeiten am Freitag, 7. November, abgeschlossen sein.