Die B 318 wird nun erst ab dem 27. Oktober für die Sanierung voll gesperrt – vorbereitende Maßnahmen sollen den Verkehrsfluss verbessern.
Gmund - Die riesigen Hinweisschilder des Staatlichen Bauamts Rosenheim stehen bereits an den Bundesstraßen 318 und 307 am Tegernsee und auch an der Kreuzstraße. Sperrung von 13. bis 24. Oktober: Das war bisher darauf zu lesen. Inzwischen wurden sie aktualisiert, neuer Zeitraum: 27. Oktober bis 7. November.
Der zwölf Prozent steile Gmunder Berg, über den täglich fast 14 500 Fahrzeuge hinauf- und hinabrollen und für eine fast 50 Prozent höhere Belastung sorgen als auf anderen bayerischen Bundesstraßen, muss saniert werden. Nicht nur die Fahrbahndecke, sondern auch die Entwässerungsvorrichtungen werden auf Vordermann gebracht, zudem das Pflaster im Bereich des Fahrbahnrands und des Gehwegs. Saniert wird überdies auch der rund einen Kilometer lange Abschnitt vom Kreuzungsbereich in Gmund, dem Stachus, bis zur Ortsmitte Dürnbach.
Sanierung B 318 in Gmund verschoben: Vorbereitende Maßnahmen noch nötig
Autofahrer und Pendler hatten sich bereits darauf eingestellt, dass eine Umleitung und auch Staus auf sie zukommen. Schon wieder: Denn erst im August hatte der Stau auf der B318 durch Bad Wiessee wegen der Teil-Sanierung der auf Tegernseer Seite liegenden B307 die Nerven strapaziert.
Doch die angekündigte Baumaßnahme verschiebt sich. Wie Ursula Lampe, Sprecherin des Staatlichen Bauamts Rosenheim, am Dienstag (7. Oktober) auf Nachfrage bestätigte, soll die Sanierung nun ab Montag, 27. Oktober, bis einschließlich Freitag, 7. November, durchgeführt werden – also 14 Tage später. Die Sprecherin nennt den Grund: „Es sind vorbereitende Maßnahmen nötig, die im Vorgriff auf die Sanierung noch umgesetzt werden, um einen besseren Verkehrsfluss sicherzustellen.“ So soll unter anderem im Bereich der Einmündung der Kaltenbrunner Straße (Staatsstraße 2366) in die B318 die Rechtsabbiegespur aufgeweitet werden. Die Abzweigung bildet eine Schlüsselstelle für den umgeleiteten Verkehr von und in Richtung Bad Wiessee.
Überhaupt die Umleitung: Sie verläuft von Nord nach Süd von der B318 ab der Kreuzstraße über die B472 bis zum Kreisverkehr bei Kammerloh, weiter über Hauserdörfl, Finsterwald und schließlich über die Kaltenbrunner und Wiesseer Straße bis Gmund.
Da die Kreuzung in Dürnbach ebenfalls ein Nadelöhr darstellen könnte, weil hier der Verkehr in Richtung Finsterwalder Straße abbiegt, reagiert das Staatliche Bauamt auch hier: „Der Zyklus der Ampel muss angepasst werden“, erklärt Lampe.
Hatten erst jüngst nicht nur Geschäftsleute in Tegernsee eine bessere Kommunikation und Terminierung öffentlich eingefordert, so kommt es nun erneut zu einer kurzfristigen Planänderung. Die Sprecherin des Staatlichen Bauamts nimmt dazu Stellung: „Wir stimmen uns stets mit allen ab“, sagt Lampe und versichert, dass den Forderungen Rechnung getragen werde. Was die kurzfristige Verschiebung betrifft, so verweist Lampe auf die ausführenden Firmen, die nur zu bestimmten Zeiten Termine freihätten, „etwa für die Programmierung der Ampel“.
Ob es zu einer Einbahnregelung auf der Finsterwalder Straße kommt, die im Gmunder Gemeinderat angeregt worden war, konnte Bürgermeister Alfons Besel am Dienstag (7. Oktober) noch nicht sagen. Am heutigen Mittwoch finde ein Treffen mit dem Staatlichen Bauamt statt, bei dem alle Details besprochen werden. „Die Maßnahme an sich ist unstrittig“, sagt Besel. „Der Gmunder Berg ist ramponiert.“