Krebskranke Braut bekommt Traumhochzeit im Krankenhaus – organisiert vom Klinikpersonal

Vor circa acht Jahren informierten mehrere Ärzte Aliana, dass sie "eine ungewöhnlich formierte Sehenentzündung" habe. Tatsächlich war es ein mandelgroßes Sarkom, berichtet die Mutter eines Sohnes auf der Spendenplattform "GoFundMe". Jetzt sei ihr Tumor etwa so groß wie eine Zitrone. "Mein Krebs ist zu aggressiv und spricht daher nicht mehr auf die Chemotherapie an", schreibt Aliana. 

Sie habe außerdem einen großen und schnell wachsenden Tumor in der Wirbelsäule entwickelt, dieser habe "unerträgliche Schmerzen und eine dauerhafte Lähmung von der Brust abwärts" verursacht. Die Behandlungsmöglichkeiten seien begrenzt, sagt auch Matt Turrie, Pflegeleiter der Onkologie am HCA HealthOne Swedish in Englewood, Florida.  

Anfang des Jahres hat Bailey Gleason, der seit elf Jahren mit Aliana zusammen ist, ihr einen Heiratsantrag gemacht. Zwei Tage später heiraten sie im Krankenhaus. 

Hochzeit im Krankenhaus: "Es war unglaublich..."

"Ich fühle mich mit ihm stärker", sagt Aliana gegenüber 9News. Sie wollten seit Langem heiraten, aber es kam erst vor wenigen Tagen dazu – mithilfe des Krankenhauspersonals. "Das Leben ist kurz und wir wollten verheiratet sein", berichtet ihr Ehemann dem Sender. 

"Es war unglaublich, ich habe mich so unterstützt gefühlt und ich habe das Gute in den Menschen gesehen", sagt Aliana, die bei ihrer Hochzeit mit einem Rollstuhl durch ein Spalier von Menschen gefahren ist. 

Sie schreibt auf "GoFundMe", dass sie in ein Hospiz in Denver musste, "während meine Familie in Pueblo" lebt. Dazwischen liegen etwa 114 Meilen (circa 183 Kilometer). Dort kann ihr Sohn sie jederzeit besuchen und auch über Nacht bleiben. Spenden sammelt sie unter anderem für "Benzin, Essen, laufende und unbezahlte Rechnungen". 

Hospize sollen "würdiges und selbstbestimmtes Leben" ermöglichen

Ein Hospiz verfolgt das "Ziel, sterbenden Menschen ein würdiges und selbstbestimmtes Leben bis zum Ende zu ermöglichen", schreibt das "Bundesministerium für Gesundheit". Es gibt ambulante Hospizdienste und stationäre Anlaufstellen. Eine Voraussetzung dafür ist, dass "die ambulante Versorgung im Haushalt" oder von "der Familie des Versicherten nicht erbracht werden kann". 

In einem Hospiz gibt es eine ganzheitliche Pflege durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter, auch eine ärztliche Betreuung ist gewährleistet, informiert die "Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin". Bundesweit gab es im Jahr 2024 rund 270 stationäre Hospize.