US-Präsident Donald Trump sorgt erneut für Diskussionen um seine Gesundheit. Der renommierte Psychologe Dr. John Gartner von der Johns Hopkins University erklärt im Interview mit Daily Beast, dass Trumps wiederholte Aussagen über bestandene kognitive Tests darauf hindeuten könnten, dass er regelmäßig auf Demenz überwacht werde.
Der sogenannte Montreal Cognitive Assessment (MoCA), ein Test mit 30 Fragen, sei ihm angeblich bereits dreimal unterzogen worden. Gartner erklärte: „Wenn man diesen Test dreimal macht, geht es nicht mehr um eine einmalige Einschätzung. Es geht darum, den Fortschritt einer Demenz zu überwachen.“
Regelmäßige Untersuchungen geben Rätsel auf
Gartner vermutet, dass Trump alle sechs Monate nicht nur kognitive Tests, sondern auch MRT-Untersuchungen durchläuft. Im Oktober habe der Präsident ein solches Verfahren gehabt, nur sechs Monate nach einem vorherigen Check-up im April. Offiziell sei dies laut dem Weißen Haus eine „präventive Untersuchung“ gewesen, die sich auf Herz und Bauch konzentriert habe.
Zudem wurde bei Trump im Juli eine chronische venöse Insuffizienz diagnostiziert. Diese Erkrankung, die bei älteren Menschen häufig vorkommt, erschwert den Rückfluss des Blutes aus den Beinen zum Herzen. Der Präsident sei deshalb oft mit geschwollenen Knöcheln gesehen worden.
Auffällige Redeweise des Präsidenten
In einer jüngsten Rede verteidigte Trump seine Regierungspolitik in einem auffällig schnellen Tempo und mit erhobener Stimme. Laut Gartner sei dies ein Zeichen von „Hypomanie“, einer abgeschwächten Form von Manie. Er erklärte: „Wenn jemand plötzlich doppelt so schnell spricht wie sonst, ist das eine Veränderung des mentalen Zustands.“ Gartner ordnet Trump auf dem bipolaren Spektrum ein und glaubt, dass Angstzustände diese Verhaltensänderung ausgelöst haben könnten. Der Psychologe vermutet, Trump das Gefühl hat, „das Land zu verlieren“.
Stabschefin schockierte mit Aussage
Trumps eigene Stabschefin Susie Wiles beschrieb Trump in einem Interview mit „Vanity Fair“ als jemanden mit der „Persönlichkeit eines Alkoholikers“. Der Präsident selbst stimmte dieser Einschätzung zu und bezeichnete sich als „besitzergreifend“ und „süchtig“, wie die „New York Post“ berichtet.
Besonders auffällig sei laut Dr. Gartner sein ständiges Prahlen über kognitive Tests. Bereits 2020 hatte er in einem Interview mit Fox News behauptet, Ärzte seien von seiner Leistung so beeindruckt gewesen, dass sie ihm „Extrapunkte“ gegeben hätten.
Weiße Haus weist Vorwürfe zurück
Das Weiße Haus reagierte scharf auf die Aussagen Gartners. Pressesprecherin Liz Huston nannte bezeichnete die Vorwürfe als „Müll“. Sie betonte, Präsident Trump sei „bei hervorragender Gesundheit.“ Sein Arzt Dr. Sean Barbabella habe dies mehrfach bestätigt. Huston lobte auch Trumps Energie und Arbeitsmoral und kritisierte die Medien für ihre Berichterstattung über den Präsidenten.