Die CSU stellt ihre Kreistagsliste mit bekannten Namen aus dem Landkreis Dachau auf – Bürokratieabbau und Asylpolitik als Themen.
Bei der CSU-Kreisvertreterversammlung zur Aufstellung der Kreistagsliste der Partei am vergangenen Freitag im Kleinberghofer Bürgerhaus in Erdweg hat der Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath die Besucher begrüßt und das Wort sogleich an Landrat Stefan Löwl übergeben.
Kommunalwahlen in weniger als einem halben Jahr
Löwl erinnerte daran, dass schon in weniger als einem halben Jahr, am 8. März 2026, die Kommunalwahlen stattfinden. Die finanzielle Situation der Kommunen sei überaus angespannt. Eine Wende in der Asylpolitik habe man auf Bundesebene schon spürbar geschafft. „In Bayern reisen mehr Personen freiwillig aus oder werden abgeschoben, als neu einwandern. Die Integration der hier Bleibenden wird aber weiterhin eine große Aufgabe sein, die wir bewältigen müssen“, meinte der Landrat.
Auch bei der Energie gelte es, den „richtigen Weg“ zwischen den Punkten Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz zu finden. Ein heikles Thema ist für den Landrat die überbordende Bürokratie. Jeder berufe sich auf seine Rechte und einen Verantwortlichen, wenn etwas passiert. Sein Ziel ist es, die Bürokratie und vor allem die zahlreichen Dokumentationspflichten mit Hilfe der künstlichen Intelligenz zu reduzieren.
Löwl: mit künstlicher Intelligenz gegen überbordende Bürokratie
Herausforderungen sieht Löwl auch im sozialen Bereich, Stichwort Rente und Bürgergeld. Hier mahnte er Unterstützung vom Freistaat und Bund an. Grundsätzlich rief der Landrat dazu auf, „gemeinsam zu kämpfen“. Für den Wahlkampf auch in der kalten Jahreszeit wünschte er sich viele Unterstützer. Er hoffe, dass die CSU auch nach der Kommunalwahl 2026 genauso wie aktuell mit 27 Mandaten oder mehr im Kreistag vertreten sei.
Die CSU müsse auch die AfD stellen, die auf kommunaler Ebene keine Themen habe. Schlussendlich sei es aber immer die CSU, die Verantwortung übernehme, zumal die „Kleinstparteien nichts entscheiden“.
Die Wahlleitung übernahm im Anschluss die Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler. Seidenath erläuterte einleitend, mit wieviel Akribie der CSU-Kreisvorstand den Vorschlag für die Kreistagsliste erarbeitet habe. „Wir haben eine ausgewogene Liste zusammengestellt: aus allen Gemeinden, den verschiedensten Professionen, und wir haben uns auch um ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis bemüht.“ Alle 70 Kandidaten hätten es verdient, unter den ersten zehn zu sein. Die eigentliche Wahl fand schlussendlich in Form von drei Blockwahlen statt: abgestimmt wurde über zwei Listen mit jeweils 35 Kandidaten sowie über die Ersatzkandidaten.
Auf die begehrten vorderen Plätze der CSU-Kreistagsliste kamen: Landrat Stefan Löwl, Bezirksrätin Stephanie Burgmaier, Bernhard Seidenath, FU-Kreisvorsitzende Ramona Fruhner, JU-Spitzenkandidat Timon Sporrer, Kreisrätin Elisabeth Riedlberger, der Dachauer OB-Kandidat Christian Hartmann, Kreisrätin Lena Eberl, Karlsfelds Bürgermeister-Kandidat Christian Bieberle und die Röhrmooser Bürgermeister-Kandidatin Johanna Baumann.
Beteiligungsforen und Abschaffung von Steuern
Weitere bekannte Namen auf der Liste sind beispielsweise Metzger-Innungsmeister Werner Braun, der Arzt Dr. Wilfred Landry, zahlreiche Landwirte wie Georg Großmann-Neuhäusler, Anton Rottmair und Josef Brandmair oder der Apotheker Max Lernbecher. „Wir haben eine echt starke, namhafte und ausgewogene Kreistagsliste aufgestellt. Für den 8. März ist das ein hervorragendes Angebot an die Wählerinnen und Wähler!“, resümierte Seidenath.
Im Anschluss an die Aufstellung der Kreistagsliste beriet die Delegiertenversammlung auch noch über Anträge an den CSU-Parteitag. Ein Antrag des CSU-Ortsverbands Schwabhausen, zur Stärkung der Basis digitale Beteiligungsforen einzurichten, wurde einstimmig angenommen. Ein zweiter Antrag zur Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer wurde nach intensiver Diskussion letztlich ebenfalls mit großer Mehrheit angenommen.
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