Zertifikate für Projekt „Zukunft“ der Freiwilligenagentur Schaffenslust an Mindelheimer Schüler übergeben

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Zwölf Jugendliche erhielten heuer ihr Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme am Projekt „Zukunft“ von Bürgermeister Dr. Stephan Winter (hinten zweiter v.r.). An der Vergabe teil nahmen auch Annalena Haußer (IHK, erste v.r.), Ursula Keller (Schaffenslust, hinten zweite v.l.), die Lehrerinnen Sonja Mühlbauer und Angela Sandtner (außen links) sowie Martin Weiß-Paschke, Mitarbeiter in der Schulleitung (hinten dritter v.r.). © Wiethaler

Ehrenamtliche – vor allem langfristig – zu gewinnen und zu halten, wird immer schwieriger. Vereine sowie karitative Organisationen haben mit dieser Problematik oft schwer zu hadern.

Mindelheim – Umso bedeutender wird somit der Einsatz von insgesamt 12 Schülerinnen und einem Schüler im Rahmen des Jugendengagement-Projekts „Zukunft“, das von der Freiwilligenagentur Schaffenslust bereits seit vielen Jahren durchgeführt wird.

Mindelheimer Maristenkolleg-Schüler bekommen Zertifikate für Projekt „Zukunft“ übergeben

Bürgermeister Dr. Stephan Winter freute sich daher, „in guter Tradition“ den Jugendlichen, die das Maristenkolleg Mindelheim besuchen, ihre Zertifikate für die erfolgreiche Projektteilnahme zu übergeben. Winter nahm bei dem Treffen im Rathaus Bezug auf den Vortrag von Psychologe und Sozialforscher Rüdiger Maas, zu dem der örtliche Rotary-Club kurz zuvor ins Mindelheimer Forum eingeladen hatte. Unter dem Titel „GenerationZ: Warum sie so tickt wie sie tickt“, habe dieser ausgeführt, dass Engagement nicht gerade zur „Kernkompetenz“ der GenZ gehöre, berichtete der Bürgermeister. Auch die Stadt mache in ihrer Funktion als Ausbildungsbetrieb „leider“ immer öfter diese Erfahrung. „Ich habe oft das Gefühl, dass es darum geht, die Eltern einzustellen“, sagte Winter. Zu über 90 Prozent der Vorstellungsgespräche würden auch die Mütter der Bewerberinnen und Bewerber erscheinen.

Anders schätze Winter die Jugendlichen ein, denen er ihr Zertifikat überreichen konnte. Sie hätten bewiesen, dass sie sich engagieren und für andere einstehen. Das sei – auch im Hinblick auf spätere Bewerbungen – ein sehr hohes „Qualitätsmerkmal“, war sich der Bürgermeister sicher. Die Rückmeldungen der Vereine und Einrichtungen, bei denen sich die Schülerinnen und ein Schüler jeweils insgesamt 24 Stunden lang – aufgeteilt auf mehrere Wochen – eingebracht hatten, bestätigten diese Annahme. „Sie können stolz auf sich sein“, gratulierte Winter den Zertifikatsempfängern.

Lobende Worte für ehrenamtliches Engagement der Jugendlichen

Weiteres Lob und Anerkennung gab es von Annalena Haußer, Regionalgeschäftsführerin IHK Schwaben Region Memmingen-Unterallgäu. Das Engagement der Jugendlichen sei nicht selbstverständlich. Sie hoffte zugleich, dass die Teilnehmer des Projekts „Zukunft“ in den Vereinen und Einrichtungen viel Wertschätzung erhalten hätten. Die Erfahrungen, welche die Jugendlichen dort gemacht hätten, seien aus Sicht der IHK auch für das spätere Berufsleben wichtig. Sozialkompetenz sei etwas, das nicht ganz oben auf dem schulischen Lehrplan stehe – „sondern durch solche Projekte vermittelt wird“, so Haußer.

Ursula Keller, Projektleiterin Jugendengagementförderung Schaffenslust, erklärte, dass den Jugendlichen durch das Aufteilen ihres insgesamt 24 Stunden umfassenden Engagements langfristige ehrenamtliche Arbeit nähergebracht werden solle. Das Projekt „Zukunft“ sei ein relativ niedrigschwelliges Angebot, um ein Ehrenamt kennenzulernen. Bevor die Projektteilnehmer an ihre Wirkungsstätten kamen – unter anderem brachten sie sich in der Ganztagsschule, im Kinderhort, in der Seniorenbetreuung, beim Kinderturnen oder im Weltladen ein – wurden sie durch Schaffenslust auf ihr Ehrenamt vorbereitet. Keller bedankte sich bei den Lehrern, die als Ansprechpartner zwischen Schaffenslust und den Jugendlichen fungierten.

Anerkennende Worte von Mindelheims Bürgermeister

Bevor die Schülerinnen und ein Schüler die Zertifikate dann entgegennehmen durften, fand Winter erneut anerkennende Worte für sie: „Für mich steht GenZ heute für ‚Zukunft‘“.

Heuer nahmen folgende Jugendliche am Projekt „Zukunft“ teil: Sayme Amet, Luna Breitruck, Aysha Dashueva, Sofia Stang, Barbara Tomas, Emily Cook, Carla Flach, Lola Kormann, Maila Schölderle, Amelie Stadtler, Valentina Urlbauer und Gabriel Kobold.

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