Mit Angeboten wie einem Treffen für Demenzkranke auf dem Bauernhof tritt der Förderverein „Alt und selbständig“ für ein selbstbestimmtes Leben im Alter ein.
Bad Tölz – Ja sagen zum Leben im Alter, selbstbestimmt bleiben und der Einsamkeit keine Chance geben: Das sind die Ziele des Fördervereins für offene Altenarbeit in Bad Tölz. Jetzt hat der Verein einen neuen Vorstand. Zunächst hatte die Mitgliederversammlung gleichgestellte Vorstandsmitglieder gewählt. Diese wiederum bestimmten in ihrer konstituierenden Sitzung Pfarrer Markus Gottswinter, den Spiritual des Klosters Reutberg, zum Vorsitzenden und Ute Reuter zu dessen Stellvertreterin. Ferner gehören dem Vorstand Renate Gorgas, Claudia Stern-Gey, Anna Stöckl, Gertrud Wilhelmsen, Maria Ruhdorfer sowie Wolfgang Schweiger, Geschäftsführer der Caritas, als „geborenes Mitglied“ an.
Verein „Alt und selbständig“ zählt 184 Mitglieder
Der Verein – der vollständige Name lautet „Kontaktstelle Alt und Selbständig e. V. Förderverein für offene Altenarbeit in Bad Tölz“ – mit seinen heute 184 Mitgliedern geht auf ein Projekt der Stiftungsfachschule Benediktbeuern zurück, in dem 1986 die Situation älterer Bewohner des ländlichen Raumes untersucht wurde. Ziel ist es, den Verbleib alter Menschen in ihrem gewohnten beziehungsweise gewünschten Lebensraum durch Sach- und/oder personelle Hilfe zu sichern, heißt es in einer Mitteilung.
Damit erfülle der Verein den letzten Willen von Lieselotte Padar, ihren Nachlass für alte Menschen zu verwenden. Der Verein ist dem Caritas-Dachverband angeschlossen und fördert die „Kontaktstelle Alt und selbständig“ mit ihren hauptamtlichen Mitarbeitern. Zuschüsse dazu kommen vom Landkreis und der Stadt Bad Tölz.
Gemeinsame Besichtigungs- und Ausflugsfahrten
Der Verein erarbeitet jedes Jahr ein neues Programm mit weitreichenden Hilfen zum Leben, Angeboten geselliger und kultureller Natur, Besichtigungen und Ausflugsfahrten. Dazu gehört jeweils am zweiten Mittwoch im Monat ein Besuch von Demenzkranken und deren Angehörigen auf dem Hof von Kreisbäuerin Ursula Fiechtner im Wackersberger Ortsteil Rothenrain.
Zudem unterstützt „Alt und selbständig“ jeden Donnerstag um 10.30 Uhr eine Stunde mit Bewegung für Körper und Gehirn für Demenzkranke, die vom Bayerischen Roten Kreuz im Mehrgenerationenhaus angeboten wird. Im kommenden Jahr will der Förderverein mit einem Festakt und einem Sommerfest sein 40-jähriges Bestehen feiern.