Bei einem Pressegespräch erläuterte Patrick Lechner seine Vorstellungen und Ideen, mit denen er im Bürgermeisterwahlkampf punkten will.
Wolfratshausen – „Wolfratshausen ist ein wirtschaftlich starker, innovationsfreundlicher Standort mit lebendigem Mittelstand und attraktiven Arbeitsplätzen“, stellte der 47-Jährige fest.
Der promovierte Mathematiker, der mit seiner Frau Stefanie seit zehn Jahren in Wolfratshausen lebt, engagiert sich seit 2020 als einziger FDP-Mandatsträger im Stadtrat und strebt nun den höchsten Posten im Rathaus an. Denn trotz weitgehend positiver Standortfaktoren gebe es laut Lechner noch viel ungenutztes Potenzial und mindestens „sechs Handlungsfelder“.
Lechner ist gegen geplante S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried
Dazu gehört die geplante S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried, jedoch nicht. Lechner befürchtet eine zu hohe Flächenversiegelung und bezweifelt, dass sich das 433-Millionen-Euro-Projekt rechnet. „Das würde den Haushalt zusätzlich stark belasten und Unternehmen in Wolfratshausen schwächen“, prognostiziert er. Um die ÖPNV-Anbindung an Geretsried zu stärken, schlägt er als Alternative den Einsatz von Elektrobussen vor.
Zu Lechners ambitionierten Zielen zählen die Schaffung von mindestens 1.000 neuen Arbeitsplätzen im Stadtgebiet durch eine aktive Ansiedlungspolitik von Unternehmen sowie die Entwicklung eines Gründerzentrums mit Co-Working-Spaces und digitaler Infrastruktur.
Wolfratshauser Tourismus fördern per digitalen Flößer-Erlebnispfad und Ausbau der Rad- und Wanderwege
Der Tourismus könnte durch die Einführung eines digitalen Flößer-Erlebnispfads und dem Ausbau der beschilderten Rad- und Wanderwege gefördert werden. Zudem wünscht sich Lechner die Errichtung einer Hochschule in Wolfratshausen, eine schnellere Umgestaltung der ins Stocken geratene Altstadtaufwertung, die Stärkung der Kreisklinik und die Schaffung von neuen Wohnungen durch eine „moderate Nachverdichtung“.
Ein besonderes Augenmerk will der FDP-Kandidat auf eine aktive Bürgerbeteiligung legen. Zur Erleichterung dieses Ziels sollen eine Stadt-App mit Beteiligungsmodul sowie regelmäßige Bürgerstammtische in jedem Wolfratshauser Stadtteil beitragen. Verwaltungsleistungen sollen künftig zu „100 Prozent online verfügbar sein“.
FDP-Kreisvorsitzender Simon Roloff bezeichnete ihn als einen Kandidaten, der „neue Impulse und eine klare Vision für Wolfratshausen mitbringt“. Bisher haben Amtsinhaber Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung) und Zweiter Bürgermeister Günther Eibl (CSU) ihren Hut frühzeitig in den Wahlkampfring geworfen.
Meine News
„Auf einen Kaffee mit Patrick Lechner“ im Rathauscafé Wolfratshausen
Wer den derzeit für einen Münchner Automobilhersteller arbeitenden Bürgermeisterkandidaten näher kennenlernen möchte und Anregungen vorbringen will, kann dies ab sofort jeden Sonntag zwischen 14 und 15 Uhr unter dem Motto „Auf einen Kaffee mit Patrick Lechner“ im Rathauscafé tun. Die Anmeldung sollte spätestens zwei Tage zuvor unter der Telefonnummer 0 15 12/9 64 03 93 oder per E-Mail an patrick@lechner.com erfolgen. „Der Kaffee geht auf mich“, verspricht er.