Sozialraum Nord: Der Kinder- und Jugendförderverein (KJFV) baute dort 2014 die notwendigen Strukturen auf und lud die fleißigen Helfer nun zu einem Festakt ein.
Wolfratshausen – KJFV-Geschäftsführer Fritz Meixner erinnerte im Saal der Heilerziehungspflegeschule an der Bahnhofstraße an eine wegweisende Entscheidung des Wolfratshauser Kulturausschusses, der am 7. November 2013 das Familienpatenprojekt befürwortet hatte.
Kinder- und Jugendförderverein ehrt ehrenamtliche Helfer in Wolfrathausen
Ein Jahr später baute die damalige Koordinatorin Katharina Koch die Strukturen für Familienpatenschaften zunächst in Wolfratshausen auf und erlebte zusammen mit der ehemaligen Landkreiskoordinatorin Diana Eichmüller schon bald eine steigende Nachfrage für das niederschwellige Angebot. Mittlerweile haben sich auch die Gemeinden Egling, Icking, Münsing und Eurasburg dem Projekt im Sozialraum Nord angeschlossen.
Da im arbeitsreichen Jahr 2024 kaum Zeit blieb, das zehnjährige Bestehen zu feiern, holte dies der KJFV nun nach. Rund zwei Dutzend der derzeit 40 Familienpaten folgten der Einladung der beiden KJFV-Geschäftsführer Fritz Meixner und Walter Bernlochner.
Sie erlebten zunächst eine berührende musikalische Eröffnung: Begleitet von dem Pianisten Ralph Kiefer griff Meixner zum Mikrofon und sang. „Neue Wege“ sei für ihn das passende Lied zur anschließenden Ehrung. Schließlich wussten fast alle Familienpaten vor Beginn ihrer dreimonatigen Schulung nicht genau, was auf sie zukommt.
Und in manchen Fällen gebe es laut der jetzigen Koordinatorin Sonja Weißbacher auch „verhaltensoriginelle“ Kinder, die durchaus eine Herausforderung darstellen. Gelegentlich müsse sie dann neu vermitteln. Dies sind jedoch Ausnahmen. Am häufigsten erhält sie von beiden Seiten positive Rückmeldungen.
Familienpaten leisten 2024 im Sozialraum Nord 1.700 Stunden
Allein im vergangenen Jahr leisteten die Familienpaten im Sozialraum Nord 1.700 Stunden. Gebraucht werden sie etwa, wenn die Mutter gerade krank und der Vater zu stark eingespannt ist, um mit den Kindern mal einen Ausflug zu machen oder sie bei den Hausaufgaben zu betreuen.
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„Es geht darum, dass die Paten schon frühzeitig eingreifen, bevor den Familien alle Aufgaben über die Köpfe wachsen“, betonte Bianca Ludwig vom Jugendamt des Landkreises. Bürgermeister Klaus Heilinglechner wünschte dem Erfolgsprojekt einen „langen Fortbestand“. Weißbacher bedankte sich mit bunten Blumensträußen bei den Familienpaten.
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