Menschen verschwinden von Stränden in Urlaubsparadies: Neun Touristen ermordet und zerstückelt

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In einer Ferienregion versetzt eine brutale Mordserie Menschen in Angst: Neun Touristen wurden tot mit Schusswunden und Folterspuren aufgefunden.

Oaxaca de Juárez – Neun Touristen sind Ende Februar im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca verschwunden. Nun gibt es die traurige Gewissheit: Die Behörden haben die Leichen der Vermissten gefunden.

Laut dem amerikanischen Nachrichtensender LBC. handelt es sich bei den Opfern um vier Frauen und fünf Männer, die zwischen 19 und 30 Jahren alt waren. Ihre Überreste wurden in einem verlassenen Fahrzeug an der Grenze zwischen den mexikanischen Bundesstaaten Puebla und Oaxaca, etwa 175 Meilen von Mexiko-Stadt entfernt, gefunden. Die Gruppe war zum Urlaub von Tlaxcala nach Oaxaca gereist.

Schön und einsam: Oaxaca hat tolle Strände zu bieten - hier die Bahía El Organo. Foto: Kathrin Weselowski/dpa-tmn
Oaxaca ist ein beliebter Touristenort. Doch gerade macht der Bundesstaat Schlagzeilen wegen einer Reihe von Mordfällen. © Kathrin Weselowski

Folterspuren und Schusswunden: Leichen von neun Touristen in Mexiko grausam zugerichtet

Alle Leichen befanden sich in grausamen Zustand: Sie wiesen Folterspuren und Schusswunden auf. Fünf der Opfer befanden sich unter einer blutverschmierten Plane im Auto, während die anderen vier Leichen zerstückelt und in den Kofferraum des Wagens gestopft wurden. Auch eine Tüte mit abgetrennten Händen wurde sichergestellt.

Warum die Gruppe ermordet wurde, ist derzeit nicht geklärt. Die Ermittlungen in dem Fall laufen. Bei einer Pressekonferenz erklärte der Leiter der Staatsanwaltschaft, Idamis Pastor Betancourt, dass derzeit keine aktuelle Auskunft zu dem Fall gegeben werden könne. „Sobald wir eine Antwort haben und die Untersuchung abgeschlossen ist, werden wir in der Lage sein, weitere Informationen zu geben“, zitierte ihn LBC.

Trotzdem sind bereits Vermutungen über den Fall im Umlauf: So gibt es in Mexiko wohl Berichte darüber, dass es sich bei den Opfern um Mitglieder der kriminellen Organisation „Los Zacapoaxtlas“ handle. Die britische Boulevardzeitung DailyMail berichtete ebenfalls, dass die Gruppe am 14. Februar einen Mann in einer Bank ausraubte. Zunächst war behauptet worden, dass die Vermissten Studenten seien. Derzeit lassen sich diese Vermutungen nicht bestätigen.

Um gegen Drogenkartelle und kriminelle Organisationen vorzugehen, kündigte US-Präsident Donald Trump vor Kurzem eine „soft Invasion" des Nachbarlands an.

Grausame Morde erschüttern Urlaubsregion Oaxaca – Menschen verschwinden von den Stränden

Der Fall hat Mexiko schockiert, sowohl wegen seiner Grausamkeit als auch wegen seiner Seltsamkeit: Denn Oaxaca ist ein beliebtes Touristenziel und eigentlich für wenig Kriminalität bekannt. Lange Zeit galt es sogar als einer der sichereren Bundesstaaten des Landes.

Doch damit scheint nun Schluss: Der Mord an den neun Personen ist nur einer von mehreren Vermisstenfällen, die in kürzester Zeit Oaxaca erschüttern. El País International berichtet, dass in weniger als einem Jahr 25 Menschen an den Stränden des Bundesstaats verschwunden sind. 16 davon wurden allein in den letzten zwei Monaten vermisst gemeldet. (jus)

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