Erdbeben direkt am Gardasee – Italien-Region selten so stark getroffen

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Erdbeben in der Gardasee-Region nur 14 Kilometer vom italienischen Küstenort Malcesine entfernt. © INGV/Westend61/Imago

Ungewöhnlich starke Erschütterungen in Italiens Urlaubsregion. Unweit des Gardasees kam es zu einem Erdbeben der Magnitude 2,3.

Ala – Am Dienstagmorgen (11. März) wackelte in der Italien-Urlaubsregion plötzlich die Erde. Mit einer Stärke von 2,3 ereignete sich das Erdbeben um 7.49 Uhr unter der Gemeinde Ala, nur 15 Kilometer Luftlinie vom Ufer des Gardasees entfernt.

Erdbeben nahe dem Gardasee: Stärke nicht alltäglich für Italien-Region

Laut dem italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) lag der Erdbebenherd in einer Tiefe von zehn Kilometern. Gefährlich war die Erschütterung nicht, sogar kaum spürbar. Schäden oder Verletzungen wurden keine gemeldet. Trotzdem ist ein Beben dieser Stärke für die Gardasee-Region nicht alltäglich.

In einem Umkreis von 30 Kilometern um Ala hatte sich laut INGV-Daten zuletzt vor rund fünf Monaten ein Erdbeben der Magnitude 2 oder höher abgespielt. Damals, am 10. September, sogar unmittelbar am Gardasee-Ufer, unterhalb der Gemeinde Malcesine. Im Juli 2024 wurde die Gemeinde Ala selbst von einem Erdbeben dieser Größenordnung getroffen.

Spürbare Erdbeben in Gardasee-Region zuletzt vor Monaten

Nochmal deutlich kräftiger war ein Erdstoß im Mai 2024 zwischen Verona und Malcesine. Mit Magnituden zwischen 3,3 und 3,8 hatte das Beben enorme Auswirkungen auf die Gemeinden am Gardasee. Fernseher schalteten sich, Katzen drehten durch, hieß es von Einheimischen.

Grundsätzlich ist die Erdbebenaktivität in den nördlichen Alpen um ein Vielfaches höher. Der Boden unter Österreich scheint zu brodeln. Grund dafür sind laut GeoSphere Austria Versetzungen im Untergrund und Spannungen in der Erdkruste, die sich in vielen kleinen Stößen entladen, anstatt ein größeres Erdbeben auszulösen. Die Erschütterungen bis zu Magnituden von 3,9 sind im Normalbereich.

Deutlich heikler ist die Lage am Supervulkan in Italien. Auf den Phlegräischen Feldern leben Hunderttausende Menschen in der Risikozone für schwere Erdbeben, die im Ernstfall sogar Todesopfer fordern könnten. (moe)

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