Stadtratswahl 2026: CSU macht den Auftakt - Liste mit „pechschwarzem“ Rückkehrer in den Top-Ten

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Die CSU-Kandidaten für die Stadtratswahl 2026: (vorne v.l.): Etelka Moreh, Nicole Muniak, Claudia Engel, Maria Probst, Alice Herlan, Renate Janker, Anna Demmel, (hinten v.l.) David Credé, Christian Abt, Ludwig Schmuck, Martin Schmid, Michael Onnis, Jack Eberl, Max Heindl, Stefan Korpan, Michael Schmatz, Marcel Jung, Ulrich Kattler, Peter Höck, Christian Rabeler, Fuat Tüfekci, Alexander Suttner und Aleksandar Trifunovic. Nicht im Bild ist Herbert Mosebach. © Wolfgang Schörner

Die Penzberger CSU hat 24 Kandidaten für die Stadtratswahl im März 2026 nominiert. Die Liste führt Bürgermeister Stefan Korpan an, der zugleich für eine zweite Amtszeit als Rathaus-Chef kandidiert. Einziges CSU-Stadtratsmitglied, das sich nicht mehr zur Wahl stellen wird, ist Christine Geiger. Zu finden ist auf der Liste auch ein Rückkehrer: Jack Eberl.

Einigkeit demonstrierte die Penzberger CSU am Mittwochabend bei ihrer Aufstellungsversammlung. Von den 36 Stimmberechtigten folgten 35 (bei einer Nein-Stimme) dem Vorschlag des Vorstands. Die 24 Kandidaten wurden ohne Diskussion im Block für die Stadtratswahl nominiert. Für die Vorbereitung erhielt das Team um CSU-Vorsitzende Maria Probst viel Lob.

CSU-Chefin Probst, die selbst auf dem zweiten Listenplatz steht und im Stadtrat Fraktionsvorsitzende ist, dankte den Kandidaten dafür, sich für die Stadt engagieren zu wollen. Sie würden sich wohltuend von jenen abheben, die nur meckern und Hassbotschaften in den „sozialen Medien“ verbreiten. Die Liste „aus der Mitte der Gesellschaft“ reiche vom Studenten bis zum Rentner, vom Lehrer und Handwerker bis zum Unternehmer – darunter zum Beispiel Rabeler-Fruchtchips-Geschäftsführer Christian Rabeler. Sie vereine langjährige Erfahrungen mit einem frischen Blick, so Probst.

Als einen Rückkehrer hob sie Jack Eberl hervor. Alle seien sich einig gewesen, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Sie schätze ihn für seinen gesunden Menschenverstand, seine Sachlichkeit und seine hervorragenden Haushaltsreden. Eberl hatte, wie berichtet, im Jahr 2017 mit André Anderl und Michael Kühberger die CSU und deren Stadtratsfraktion verlassen und die Wählergruppe FLP gegründet. Vorausgegangen war ein Streit mit dem damaligen Vorstand um Nick Lisson. Eberl, der aktuell dem Stadtrat angehört, sagte, er freue sich narrisch, wieder da zu sein. Er habe eine „pechschwarze Seele“. Die „kleine Spaltung“ im Jahr 2017 habe nicht mit Parteipolitik zu tun gehabt, sondern persönliche Gründe gehabt.

In ihrer Rede zielte CSU-Chefin Probst auf die SPD. Es könne nicht sein, dass die SPD der CSU die Schuld an der finanziellen Lage der Stadt gebe. Die SPD, sagte sie, habe vor fünf Jahren einen fast leeren Geldbeutel übergeben, wissend, dass eine Steuerrückzahlung von 25 Millionen Euro fällig wird. Zur Stadtpolitik sagte sie, man müsse Antworten auf die Fragen finden, wie Penzberg eine lebenswerte Stadt bleibe und was man mit wenig Geld erreichen könne. Als Themen nannte sie unter anderem die Schaffung von Wohnraum, den neuen Feuerwehrstandort und die Kinderbetreuung.

Spitzenkandidat Korpan („eine starke Liste“) sagte, dass er für eine ehrliche Politik stehe. Es dürften keine Entscheidungen getroffen werden, die nur für einen Tag gut sind und allein dazu dienen, eine Wahl zu gewinnen. Es brauche Weitblick. Zugleich warb er für Optimismus. Es gebe viel Positives in Penzberg. Bei den Finanzen sagte er, kriege man die Kurve, wenn man zusammenhalte.

Stadtratsmitglieder unter den Top-Ten

Bis auf Christine Geiger bewerben sich alle CSU-Stadtratsmitglieder für weitere sechs Jahre im 24-köpfigen Stadtrat. Neben Maria Probst sind dies Aleksandar Trifunovic, Christian Abt, Martin Schmid und Ludwig Schmuck, der dem Stadtrat bereits seit 35 Jahren angehört. Probst dankte Schmuck, dass er sich mit dem zehnten Listenplatz begnügt und Kandidaten wie David Credé, Marcel Jung und Renate Janker den Vortritt lässt.

Das Durchschnittsalter der CSU-Liste beträgt 47,2 Jahre. CSU-Chefin Probst sprach von einer guten Mischung aus Mandatsträgern und jungen, engagierten Leuten. Wichtig sei es auch, erklärte sie, dass Frauen gute Plätze haben. Neben ihr ist das unter den Top-Ten noch Renate Janker. Insgesamt stehen sieben Frauen auf der Liste.

Die CSU-Kandidaten

1. Stefan Korpan (41), Bürgermeister

2. Maria Probst (44), Landschaftsarchitektin

3. Aleksandar Trifunovic (35), Wirtschaftsinformatiker

4. Christian Abt (49), Logistiker in Dentallabor

5. David Credé (44), Regierungsdirektor

6. Jack Eberl (55), Bankkaufmann und Unternehmer

7. Marcel Jung (38), Luftfahrtausrüstungsmanager

8. Renate Janker (48), Bankkauffrau und Unternehmerin

9. Martin Schmid (26), Metzgermeister

10. Ludwig Schmuck (75), Rettungsassistent

11. Christian Rabeler (34), Lebensmitteltechniker, Unternehmer

12. Alice Herlan (49), Steuerberaterin

13. Ulrich Kattler (53), Bauzeichner und Bauplaner

14. Anna Demmel (38), Fachoberlehrerin und Landwirtin

15. Fuat Tüfekci (47), Gastronom

16. Peter Höck (57), Landwirt und Gastronom

17. Claudia Engel (63), Bürokauffrau

18. Michael Schmatz (64), Sozialversicherungsfachwirt

19. Nicole Muniak (62), Regierungshauptsekretärin

20. Herbert Mosebach (72), Physiker

21. Etelka Moreh (45), Altenpflegerin

22. Max Heindl (25), Student

23. Alexander Suttner (36), IT-Produkt-Manager, Betriebswirt

24. Michael Onnis (32), Bankkaufmann

Ersatzkandidaten sind Alexander Bergel (40) und Sebastian Schmatz (19).

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