Josef Schuster spricht im Interview über die Neuerungen am Indersdorfer Volksfest, das am 23. Mai startet.
Auf dem Indersdorfer Festplatz ist bereits einiges zu sehen, Festzelt und die ersten Stände stehen schon grob. Am 23. Mai heißt es wieder: Indersdorf läutet die Volksfestsaison im Landkreis ein. Veranstalter Josef Schuster spricht im Interview über die Neuheiten, verrät, was die Mass heuer kostet, warum ein Ersatzhemd im Zelt unverzichtbar ist und wieso das Zelt zum erstem Mal an einem Samstag für eine Stunde geschlossen bleibt.
Fangen wir mit der Fage an, die viele am meisten interessieren dürfte: Was kostet heuer die Mass?
Letztes Jahr waren es 11,60 Euro, heuer sind es 11,80 Euro.
Was ist heuer die besondere Attraktion?
Wir haben heuer das Glück, wieder ein Riesenrad auf dem Festplatz zu haben. Bei der Fahrt bieten sich wieder ganz besondere Blicke über Indersdorf.
Das Bild, wie hunderte Besucher gleichzeitig ins Festzelt stürmen, weil sie am Abend mit der Partyband Ois Easy feiern wollen, wird es heuer nicht geben. Ins Zelt kommt nur, wer reserviert hat. Wieso?
Da mussten wir heuer einen Spagat schaffen. Ois Easy tritt heuer leider nur an einem Abend auf. Und das ist derselbe Tag, an dem auch der Seniorennachmittag stattfindet. Auch dann ist das Zelt voll. Deshalb gibt es ab 17 Uhr einen Reservierungswechsel. Dann wird das Zelt zum ersten Mal für eine Stunde geschlossen. Und um 18 Uhr dürfen dann die Gäste rein, die Ois Easy hören wollen. Allerdings: nur mit Reservierung!
Geht da noch was?
Lacht. Leider nein. Die Reservierungen waren innerhalb von zwei Tagen weg. Für alle anderen gilt: einfach kommen und schauen, ob sie noch ein Plätzchen ergattern können.
Nach Terroranschlägen in Magdeburg und München gibt es massiv erhöhte Sicherheitsauflagen für Veranstaltungen. Wie wirkt sich das auf den Indersdorfer Festzug aus?
Da es Bürgermeister und Gemeinderäten wichtig war, dass der Festzug wie gewohnt unverändert stattfinden kann, kümmert die Gemeinde sich heuer um die Absicherung des Zugs außerhalb des Festgeländes – unter anderem mit Fahrzeugen des Bauhofs. Anders wäre es nicht möglich.
Wie viele Vereine machen heuer wieder mit?
Über 40. Das freut mich wirklich unfassbar.
Was ist heuer neu auf dem Festplatz?
Vor dem Riesenrad wird es einen neuen Stand mit traditioneller italienischer Pizza, Wein und Spritz geben. Die Fischbraterei hat einen neuen Betreiber, und den Imbiss mit Biergartenbereich übernimmt heuer auch die Festwirtsfamilie Brandl. Und arbeitet dafür mit Familie Sennefelder zusammen.
Die Sennefelders, die die legendären Schaschliks angeboten haben, von denen noch heute viele schwärmen?
Lacht. Genau. Und für all die, die diese Schaschliks vermissen, gibt es eine geniale Überraschung.
Jetzt sagen Sie nicht, das Rezept wurde weitergegeben?
Doch! Marianne Sennefelder hat das besondere Rezept rausgerückt.
Haben Sie eine Routine in der Festwoche?
Das ist zwar in dem Sinn keine Routine, aber ich habe im Festbüro immer Ersatzknöpfe, ein Ersatzhemd und Ersatzschuhe.
Das Ersatzhemd mag schnell einleuchten, aber sind die Knöpfe wirklich nötig?
Das Hemd ist wichtig, wenn ich mal eine versehentliche Bierdusche abbekomme. Und einmal wollte einer mit mir ratschen, packt mich am Hemd, und reißt mir im Vorbeigehen die Knöpfe ab. Da sind so Ersatzknöpfe praktisch. Grinst.
Sie sagen immer: Sie merken schon im Vorfeld, ob es ein gutes Volksfest wird, oder nicht: Was sagt ihr Gespür für 2025?
Ich bin überzeugt davon, dass es heuer wieder sehr beliebt sein wird. Das merke ich wirklich immer im Vorfeld, aufgrund von Nachfragen und Gesprächen.
Nächstes Jahr veranstalten Sie zum 20. Mal das Indersdorfer Volksfest. Erwartet die Besucher dann irgendwas Besonderes?
Auf alle Fälle. Ich könnte mir da vorstellen, dass ich sag‘: Da erfülle ich mir selber einen besonderen Wunsch.
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