Fünf Wochen nach Bar-Tragödie: Gedenkstätte in Crans-Montana fängt Feuer

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Am Crans-Montana-Gedenkort ist ein Brand entstanden. Die Polizei schließt Fremdeinwirkung aus, der Wiederaufbau läuft bereits.

Crans-Montana – In Crans-Montana ist am Sonntag (8. Februar) ein Brand an der Gedenkstätte für die 41 Opfer des verheerenden Silvesternachtfeuers ausgebrochen. Die Flammen beschädigten das Zelt, das an der Rue Central zahlreiche Erinnerungsstücke vor Witterungseinflüssen schützt.

Feuerlöscher neben Kerzen und Blumen an Gedenkstätte.
Fünf Wochen nach der Tragödie bricht ein Brand an der Gedenkstätte in Crans-Montana aus. (Symbolbild) © MAXIME SCHMID/AFP/Symbolbild

„Eine Dritteinwirkung kann zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen werden“, teilte die Polizei mit, die von einem Unfall durch die zahlreichen Kerzen am Gedenkort ausgeht.

Feuer an Gedenkstätte für Crans-Montana-Opfer

Das Feuer brach in den frühen Morgenstunden auf einem Tisch aus, auf dem Besucher Kerzen niedergelegt hatten. Die mit Kerzen, Blumen und Beileidsbekundungen gefüllte Gedenkstätte in der Nähe des Unglücksorts sei am Sonntagmorgen gegen 06.00 Uhr in Brand geraten, teilte die Polizei des Kantons Wallis im Onlinedienst X mit.

Die Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen. Trotz des entstandenen großen Lochs im Dach des Schutzzeltes blieben wichtige Erinnerungsstücke verschont. „Das Kondolenzbuch konnte erhalten werden“, bestätigte die Polizei, obwohl mehrere andere Gedenkobjekte Schaden nahmen. Immer mehr Details werden zu der Katastrophe bekannt.

Mahnmal in Crans-Montana wichtiger Ort für Trauer: Immer noch rund 80 Menschen auf Intensivstationen

Die Gedenkstätte erinnert an die Tragödie vom 1. Januar, als in der Bar „Le Constellation“ 41 Menschen ums Leben kamen. 115 weitere Menschen wurden verletzt, viele von ihnen erlitten schwerste Verbrennungen. Mehr als fünf Wochen nach dem Unglück befinden sich viele der rund 80 überwiegend jungen Verletzten noch immer auf Intensivstationen. Sie leiden unter schweren Verbrennungen und Rauchvergiftungen. Der Betreiber gestand, dass die Notausgangs-Türe verschlossen war.

Das provisorische Mahnmal hat sich zu einem wichtigen Ort der Trauerbewältigung entwickelt. Hunderte Kerzen, Blumen, Briefe und Teddybären wurden dort von Angehörigen und Besuchern niedergelegt. Nach dem Brand am Sonntag haben die Verantwortlichen bereits mit dem Wiederaufbau der Gedenkstätte begonnen. Opfer-Anwälte äußerten indes einen schlimmen Vorwurf. (jh/dpa/afp)

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