Er ist die Idealbesetzung für „Der Kontrabass“, das berühmte Ein-Mann-Kultstück von Patrick Süskind. Und das spielt der Schauspieler und Musiker Moritz Fitzek jetzt an einem ganz besonderen Ort.
Er ist Sprecher, Maler, Musiker, spielt Theater und schreibt sogar eigene Theaterstücke. Und sowohl das musikalische als auch das schauspielerische Talent des Münchner Künstlers Moritz Fitzek (34) ist zu erleben, wenn er am kommenden Samstag, 22. Februar, 19 Uhr, im „Raum durch Kunst“ in Sindelsdorf das berühmte Monodrama „Der Kontrabass“ spielt. Das schwarzhumorige Stück aus der Feder von Patrick Süskind zeigt einen Musiker, der versucht, aus seiner eigenen Biografie auszubrechen – und bei seiner furiosen Phantasie㈠reise am Konflikt zwischen der Leidenschaft für die Musik und der Abrechnung mit Kulturbetrieb und Künstlerkollegen zu zerbrechen droht.
„Die Zuschauer erwarten freche Spitzen, Kuriositäten und der humorig-nachdenkliche Blick auf allzumenschliche Schwächen“, heißt es in der Ankündigung für die Aufführung im „Raum durch Kunst“. Karten für das Gastspiel gibt es online unter www.raumdurchkunst.de.
Hier die Antworten von Moritz Fitzek auf unseren Fragebogen „Zu Gast in Sindelsdorf“:
Was fällt Ihnen spontan zu Sindelsdorf ein?
Der „Raum durch Kunst“. Ohne das Konzert meiner Schwester Lisa Fitzek letztes Jahr wäre ich nie auf diese Örtlichkeit gekommen und es hätte sich für mich wohl nicht die Möglichkeit ergeben, hier spielen zu können.
Finden Sie ohne „Navi“ nach Sindelsdorf?
Ja. Aber nicht, weil ich mich so gut auskenne vor Ort, sondern weil mich mein Vater hinfährt, der von München bis Venedig vermutlich jede Straße kennt.
Was darf hinter der Bühne nicht fehlen?
Ein Handtuch, ein Spezi und Hustenbonbons.
Meine News
Lesen Sie auch: Wichtiger Veranstaltungsort noch monatelang geschlossen – und trotzdem ist jede Menge los
Wenn der Saal mal eher leer ist: Was machen Sie?
Dann spiele ich genau so motiviert wie vor vollem Haus. Vielleicht wird es dann sogar etwas intimer.
Ein Ritual, bevor Sie auf die Bühne gehen?
Stimmübungen und gegen die Lampenfiebermüdigkeit ankämpfen.
Wie viele Auftritte pro Jahr schaffen Sie?
Mit meiner Theatergruppe Theater-GGG e.V. sechs Aufführungen pro Jahr. Alleine theoretisch so viele wie möglich.
Ein Auftritt, den Sie nie vergessen werden?
Die Premiere meines ersten eigenen Theaterstücks „Der brave Theodor“. Zum ersten Mal erleben, wie die eigenen verrückten Geschichten beim Publikum ankommen, war unbeschreiblich.
Mit wem würden Sie gern mal auf einer Bühne stehen?
Musikalisch mit Ernst Horn, Haindling und Tom Rosenthal, schauspielerisch mit Andreas Fröhlich, Oliver Rohrbeck und Jens Wawrczeck.
...und mit wem niemals?
Mit allen Gefährdern der Demokratie.
Was machen Sie nach dem Auftritt in Sindelsdorf?
Aufräumen und schauen, dass ich irgendwie den Kontrabass unbeschadet ins Auto gequetscht und sicher nach Hause bekomme.
Und was ist die nächste Station?
Im Herbst mit dem „Kontrabass“ in Neufahrn und mit „Der Vorname“ in München, bis dahin hoffentlich noch viele weitere Auftritte an den verschiedensten Orten.