Produktion in München: Nato-Partner kauft Dutzende Leopard-2-Panzer in Deutschland

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Das deutsch-französische Rüstungsunternehmen KNDS erhält den nächsten Leopard-2-Großauftrag aus der Nato. Die Panzer werden in München zusammengeschraubt.

München – Was hat das Russland-Regime des Kreml-Autokraten Wladimir Putin noch vor? Die alarmierenden Signale mehren sich für das Verteidigungsbündnis Nato. So ließ Putin russische und belarussische Soldaten beim Manöver „Sapad 2025“ etwa simulierte Gefechte mit den westlichen Nachbarn trainieren. Einer dieser Nato-Mitgliedstaaten an der Ostflanke hat nun Dutzende Leopard-2-Panzer bestellt.

So hat die tschechische Verteidigungsministerin Jana Černochová am Donnerstag (11. September) mit Vertretern des deutsch-französischen Rüstungskonzerns KNDS einen Vertrag über die Beschaffung von 44 moderne Leopard 2A8 für Tschechien unterschrieben, mit der Option auf 14 weitere Panzer, wie das sicherheitspolitische Online-Portal CPM Defence Network berichtet.

Leopard 2 aus München: Tschechien bestellt Dutzende Panzer aus Deutschland

Der Auftrag soll sich insgesamt auf 1,34 Milliarden Euro belaufen. Wie CPM Defence Network weiter schreibt, plane Tschechien die Beschaffung von 19 weiteren „Leoparden“ als Berge-, Brücken- und Pionierpanzer. Die Verträge dazu müssten jedoch noch abgeschlossen werden. Der Leopard 2A8 ist die derzeit modernste Version der „Leos“. Unter anderem sollen die 2A8 das abstandsaktive Schutzsystem Trophy integriert haben.

Dieses bekämpft mit einer Art Schrothagel heranfliegende Kamikaze-Drohnen und die Geschosse von Panzer-Abwehrwaffen. Die Bundeswehr soll 123 Leopard 2A8 bekommen, die 2A7 haben derlei Schutzmaßnahmen noch nicht eingebaut. Dabei hat der brutale Ukraine-Krieg gezeigt, dass die „Leoparden“ gerade gegen diese genannten Waffen anfällig sind, zum Beispiel gegen die russische Lancet oder die Anti-Panzer-Waffe Kornet des Moskau-Regimes.

Ein Kampfpanzer Leopard 2A7 der deutschen Bundeswehr. (Symbolfoto)
Ein Kampfpanzer Leopard 2A7 der deutschen Bundeswehr. (Symbolfoto) © IMAGO / Björn Trotzki

Bis Ende 2025 soll das sogenannte Heer der Tschechischen Republik zudem 28 ältere Leopard 2A4 aus Deutschland in seinen Reihen haben. Laut hartpunkt.de waren bis Dezember 2024 etwa die Hälfte davon ausgeliefert, unter anderem im Rahmen eines Ringtausches für die durch Putin heimtückisch überfallene Ukraine. Ende vergangenen Jahres hatte Prag zudem den rheinländischen Rüstungskonzern Rheinmetall mit der Aufbereitung von 14 zusätzlichen Leopard 2A4 beauftragt.

Panzer aus München: Mehrere Nato-Staaten setzen auf den deutschen Leopard 2

Mehrere Nato-Staaten statten ihre Panzertruppen mit dem Leopard 2 aus, die von KNDS in München zusammengeschraubt werden, und zwar im Stadtteil Allach im Nordwesten der Isarmetropole. Zum Beispiel Norwegen, Finnland, Portugal und Polen, wo russische Drohnen für Aufregung sorgten. Darüber hinaus haben Länder außerhalb der Verteidigungsallianz Leopard-2-Panzer für ihre Streitkräfte geordert - etwa die deutschen Nachbarn Österreich und Schweiz. Oder zum Beispiel Katar. (Quellen: CPM Defence Network, hartpunkt.de) (pm)

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