Während Inferno bereits tobte: „Held von Crans-Montana“ versuchte, in die Bar hineinzugelangen

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Die Tragödie von Crans-Montana erschüttert die Welt. Ein junger Mann versuchte wohl noch während des Feuers, Leben zu retten – überlebte seine Heldentat jedoch nicht.

Crans-Montana – Auch zwei Wochen nach dem Flammeninferno von Crans-Montana kommen neue Details ans Licht. Noch immer liegen dutzende Verletzte in Krankenhäusern. 40 Personen sind in der Bar in dem noblen Skiort in der Schweiz ums Leben gekommen. Während Gäste der Bar versucht haben, der Flammen-Hölle zu entkommen, versuchte eine Person offenbar, in die Bar hineinzugelangen. Laut einem Medienbericht habe der Türsteher des Lokals versucht, so viele Menschen wie möglich zu retten.

40 Personen sind bei dem Brand in einer Bar in Crans-Montana ums Leben gekommen. © Collage Cyril Zingaro/picture alliance/dpa/KEYSTONE - Marco Alpozzi/picture alliance/dpa/LaPresse

Die Bilder, die sich in der Neujahrsnacht zugetragen haben, gingen um die Welt. Schnell legten Handy-Videos von Besuchern den Verdacht nahe, dass der Schaumstoff an der Decke im Untergeschoss der Bar entzündet worden sein muss. Ausgelöst mutmaßlich durch eine Kellnerin, die auf den Schultern einer anderen Person saß und funkensprühende Partyfontänen in Champagnerflaschen servierte. Die junge Frau soll laut einem Medienbericht ebenfalls unter den Todesopfern sein. Wie das Schweizer Portal Tagesanzeiger erfahren haben will, sei die junge Kellnerin hinter einer Servicetür leblos gefunden worden. Bar-Besitzer Jacques Moretti räumte bei einer Vernehmung ein, dass diese Servicetür von innen verriegelt war.

Junger Mann stirbt in Crans-Montana: DNA-Abgleich bringt traurige Gewissheit

Und auch der Notausgang der Bar wirft Fragen auf. Das Video einer Überwachungskamera schürt einen beklemmenden Verdacht. Während viele Menschen in der Bar um ihr Leben kämpften und versuchten, über die Treppe die Bar zu verlassen, versuchte offenbar eine Person, in die Bar hineinzugelangen. Wie das serbische Portal Blic berichtet, sei der Türsteher immer wieder in die brennende Bar gelaufen, um Gäste aus dem Untergeschoss zu befreien.

Tagelang habe der junge Mann nach der Tragödie als vermisst gegolten. Ein DNA-Abgleich habe dann ergeben, dass auch der 31-Jährige unter den Todesopfern sei. Demnach sei der junge Mann am Samstag, 10. Januar 2026, in seiner Heimat Serbien beigesetzt worden. Der Heimatort des Mannes, Lijg, habe für diesen Tag einen Trauertag ausgerufen. Veranstaltungen seien abgesagt worden, Flaggen wehten auf Halbmast.

Und wie das serbische Portal weiter berichtet, seien sogar zahlreiche Menschen aus der Schweiz angereist, um von dem jungen Mann Abschied zu nehmen. Das schweizer Portal Blick berichtet zudem, dass der junge Mann in der serbischen Presse „Held von Crans-Montana“ genannt worden sei.

Neben dem 31-Jährigen seien an dem verhängnisvollen Silvesterabend auch vier weitere Staatsbürger aus Serbien in der Bar gewesen. Sie alle haben laut Blic das Inferno überlebt und seien für die Behandlung nach Deutschland gebracht worden. Quellen: Blick, Blic, Tagesanzeiger, dpa (jl)

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