„Danke für nichts, liebe Gäste!“: Café macht zu und beschimpft Kunden via Zettel ungewöhnlich harsch

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Ein Café macht dicht – und der Betreiber lässt seinem Frust freien Lauf. Mit drastischen Worten verabschiedet er sich von seinen Gästen.

München – Die Gastronomie kämpft mit vielen Herausforderungen: steigende Kosten, Personalmangel und schwierige Kunden. Doch wie ein Café-Betreiber nun seine Schließung verkündete, sorgt im Internet für Aufsehen. Ein handgeschriebener Zettel an der Tür zeigt die ganze Frustration – und beschimpft die Kundschaft aufs Übelste, was an einen DNA-Zettel in einer Nachbarschaft erinnert.

„Muss eure blöden Fre**en nicht mehr sehen“: Café-Besitzer bläst seinen Wut ruas

Das Foto des Aushangzettels landete auf Reddit im Unterforum „r/aberBitteLaminiert“ und sammelte dort hunderte Kommentare (Stand 14.1.2026, ca. 16 Uhr). Der Zettel ist an eine Glastür geklebt und zeigt eine handgeschriebene Nachricht in Großbuchstaben. In blauer Schrift steht: „GESCHLOSSEN FÜR IMMER! DANKE FÜR NICHTS LIEBE GÄSTE!“ Darunter folgt in roter Schrift der drastische Zusatz: „ENDLICH MUSS ICH EURE BLÖDEN FRE**EN NICHT MEHR SEHEN!“ Die Echtheit des Zettels ist nicht endgültig zu verifizieren, er sieht aber auch nicht nach einem Fake aus. Auch nicht Fake war der Schimpf-Zettel, der zu einem Reddit-Hit wurde.

Die Reddit-Nutzer zeigten sich wenig überrascht von der Schließung. „Lass mich raten: die Google-Bewertungen drehten sich um unfreundlichen Service“, vermutete ein User, dessen Kommentar über 1000 Upvotes erhielt – das entspricht „Gefällt mir“-Angaben. Ein anderer Nutzer antwortete sarkastisch: „Weiß gar nicht wie du drauf kommst.“ Viele Kommentatoren spekulierten über die Ursachen der Schließung. „Naja war wohl kein Gastronom“, schrieb eine Person lakonisch.

In einer Nachbarschaft war einst vom „asozialen Gesindel“ die Rede, die aggressive Wortwahl scheint auch der Café-Besitzer gewählt zu haben.. Ein User kommentierte ironisch: „Er scheint der freundlichste Angestellte im Dienstleistungssektor zu sein, den ich je getroffen habe… Entschuldigt mich bitte, ich gehe auf die Toilette, um seinen Verlust zu weinen.“ Andere Nutzer zitierten bekannte Filmzitate und machten sich über den Ton lustig. „Halt mal lieber deine blöde Fresse, sonst setzt es was!“, schrieb jemand in Anspielung auf Werner-Filme.

Café-Besitzer jagt Wut-Zettel raus – „Da muss Gordon Ramsay ran“

Mehrere Kommentatoren sahen in dem Fall Material für Kochshows. „Ein besonders schwerer Fall wartet auf Frank Rosin und sein Team“, scherzte ein User. Ein anderer ergänzte: „Da muss schon Gordon Ramsay ran.“ Die Diskussion entwickelte sich zu einer längeren Unterhaltung über die bekannte Fernsehsendung „Rosins Restaurants“ und besonders schwierige Fälle aus der Show.

Insolvenzen in Deutschland

Die Insolvenzsituation in Deutschland hat sich 2024 und 2025 dramatisch verschärft und entwickelt sich zu einer der größten wirtschaftlichen Herausforderungen seit der Finanzkrise 2009. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 121.300 Insolvenzverfahren registriert, was einem Anstieg von 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.creditreform Besonders alarmierend ist der Anstieg bei Unternehmensinsolvenzen um fast 25 Prozent auf 22.400 Fälle – der höchste Stand seit 2015.

Quellen: Creditreform, Bundeswirtschaftsministerium

Einige wenige Nutzer zeigten auch Verständnis für die Frustration des Betreibers. Ein User, der nach eigenen Angaben seit 18 Jahren im Dienstleistungsbereich arbeitet, schrieb einen längeren Kommentar über schwierige Kunden: „Die Anstandswüste Deutschland / Assikundenland Deutschland ist real. Es hat einen Grund, warum Gastro und Handel gemieden wird.“ Er beschrieb den Alltag mit „pseudoerwachsenen Riesenbabies die nix selber können“. Nicht jeder Kunde ist im gleichen Maße freundlich, nicht jeder unfreundlich. Einen gewissen Anstand sollte jeder mitbringen.

„Augen auf bei der Jobwahl“: Potenzielle Kunden kritisieren Café-Besitzer

Die Mehrheit der Kommentatoren zeigte jedoch wenig Mitleid. „Ich gönne es ihm von ganzem Herzen“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer fasste zusammen: „Klassischer Fall von ‚Augen auf bei der Jobwahl‘. Nicht jeder ist fähig, ein Dienstleister zu sein.“ Viele sahen in der Schließung eine logische Konsequenz: „Offenbar zurecht geschlossen“, lautete ein typischer Kommentar.

Der Zettel selbst wurde auch formal analysiert. Ein User bemerkte amüsiert: „Bin ich der Einzige, den es triggert, dass alles Großbuchstaben sind, außer dem i?“ Ein anderer lobte ironisch: „Immerhin ohne Schreibfehler.“ Die Farbwahl – erst blau, dann rot – interpretierten manche als Steigerung der Wut: „sogar auf wutrot Buntstift gewechselt“. (Quellen: eigene Recherche, reddit) (ank)

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