Trumps Riesen-Raketenwerfer: Standort ist bedrohliches Signal für China

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Die deutsche Regierung will für die Bundeswehr gewaltige Typhon-Raketenwerfer kaufen. Donald Trumps Streitkräfte haben diese Waffe vor China platziert.

Manila – Wie eng die Bande zwischen Russland und China ist, konnten Beobachter des weltpolitischen Geschehens am Dienstag (15. Juli) nachvollziehen. Moskau-Autokrat Wladimir Putin hatte seinen Außenminister Sergei Lawrow nach Peking geschickt.

China droht den Philippinen: Die USA haben dort Raketenwerfer stationiert

Dort traf der 75-Jährige mit dem chinesischen Machthaber Xi Jinping zusammen. Die Atmosphäre – betont harmonisch. Auch die USA schauen genau hin, wenn das chinesische und das russische Regime ihre tiefe außenpolitische Beziehung zur Schau stellen. Und auch die Nato wird bei derlei Treffen hellhörig.

Schließlich unterstützt Xi Jinping Putin im Ukraine-Krieg mutmaßlich mit Komponenten für Waffensysteme. Die Amerikaner gelten indes im Indopazifik als Schutzmacht für Taiwan und für die Philippinen. Beide Inselstaaten fühlen sich von Peking bedroht. Weswegen die U.S. Army im Norden der Philippinen gewaltige Typhon-Raketenwerfer stationiert hat, die auch die deutsche Bundeswehr bekommen soll.

Der chinesische Hubschrauberträger „Hainan“ vor Hongkong. Donald Trump hat eine Waffe auf den Philippinen, die bis hierher reichen würde. © Der chinesische Hubschrauberträger „Hainan“ vor Hongkong. Donald Trump hat eine Waffe auf den Philippinen, die bis hierher reichen würde.

Südchinesisches Meer und Luzonstraße: Philippinen und Amerikaner arbeiten zusammen

Auf der Halbinsel Luzon hatten US-Truppen am Militärmanöver Salaknib 2024 teilgenommen, das laut ZDF der Abschreckung der chinessischen Streitkräfte in der Region dienen sollte – seinerzeit noch unter dem damaligen Präsidenten Joe Biden (Demokraten). Laut Online-Portal Naval News schrieb die U.S. Army damals, dass die Typhon-Raketen nicht nur die gesamte Straße von Luzon zwischen den Philippinen und Taiwan abdecken könnten. Sondern sie könnten in der Theorie auch die chinesische Küste und Stützpunkte der chinesischen Volksbefreiungsarmee im Südchinesischen Meer erreichen.

So können aus den riesigen Vertikalstartern der Typhon-Raketenwerfer etwa die über sechs Meter langen Tomahawk-Marschflugkörper verschossen werden. Und diese haben eine Reichweite von bis zu 2000 Kilometern. Eine Typhon-Batterie hat bei X kursierenden Grafiken zufolge vier Starterfahrzeuge mit entsprechend vielen Vertikalstartern für die Raketen sowie ein Kommandofahrzeug. Gezogen werden die Starter und das sogenannte Battery Operations Center von Hemtt A4 (M983A4) des amerikanischen Militärfahrzeugherstellers Oshkosh.

Luzonstraße

Die Luzonstraße oder Straße von Luzon ist eine ungefähr 250 Kilometer breite Wasserstraße, welche die Philippinensee mit dem südchinesischem Meer zwischen Taiwan und der philippinischen Hauptinsel Luzon verbindet. In der Wasserstraße liegen zwei Inselgruppen: Die Babuyan-Inseln und die Inseln der Provinz Batanes. Viele Frachter aus Amerika nutzen diese Route auf ihrem Weg zu den Hauptseehäfen Ostasiens.

Tomahawk-Marschflugkörper der USA: Donald Trump ließ sie gegen den Iran einsetzen

Laut Special-Interest-Portal Defense Post kündigte das philippinische Militär seinerseits im Dezember 2024 an, ebenfalls Typhon in den Vereinigten Staaten erwerben zu wollen. Die bis zu 878 km/h schnellen Tomahawk-Marschflugkörper sollen militärisch für Deep-Strike-Fähigkeiten sorgen. Heißt: Zum einen können militärische Ziele tief im möglichen Feindesland angegriffen werden. Und: Die rund 1,5 Tonnen schweren Tomahawk sind bunkerbrechend, können damit unterirdische Munitionsdepots oder Kommandozentralen attackieren. Technisch werden dafür die Zielkoordinaten sowie die Flugroute in ein sogenanntes Inertiales Navigationssystem (INS) einprogrammiert und digitales Radar-Kartenmaterial gespeichert.

Um die Typhon-Raketenwerfer herrscht militärisch eine derartige Geheimniskrämerei, dass die Nachrichtenagenturen noch keine Fotos davon haben und sich auch beim Kurznachrichtendienst X nur schwer verifizierbares Bildmaterial finden lässt. Theoretische Ziele von den Philippinen aus wären etwa Stützpunkte der chinesischen Marine bei Guangzhou in der Nähe von Hongkong, die sich ungefähr 900 Kilometer von der philippinischen Küste entfernt befinden. Oder Marine-Stützpunkte des Peking-Regimes auf der großen Pazifik-Insel Hainan. Die Entfernung beträgt hier rund 1000 Kilometer.

Pazifik: China provoziert die Philippinen und Taiwan

Die Amerikaner hatten unter Präsident Donald Trump (Republikaner) unlängst mit Tomahawk-Marschflugkörpern die Atomanlagen des Iran angegriffen. Trumps Administration um Verteidigungsminister Pete Hegseth und Außenminister Marco Rubio gilt indes als sehr China-kritisch. Befürchtet wird laut Experten zum Beispiel eine Seeblockade der Chinesen gegen die Philippinen und gegen Taiwan, um die sogenannte Republik China (Taiwan) zu einer Rückkehr ins eigene Hoheitsgebiet zu zwingen.

Auch eine militärische Eskalation zwischen dem kommunistischen Riesen-Staat (rund 1,4 Milliarden Einwohner) und dem kleinen demokratischen Insel-Staat (rund 23,4 Millionen Einwohner) wird international nicht ausgeschlossen. Zuletzt hielt Taiwan zur Abschreckung riesige Militärübungen seiner Streitkräfte ab. Die chinesische Marine hatte in der Vergangenheit indes wiederholt auf offener See die philippinische Küstenwache und sogar Fischerboote des amerikanischen Verbündeten, den Philippinen (rund 115 Millionen Einwohner), bei gefährlichen Aktionen mit Wasserwerfern auf offener See bedrängt. Brisant: Durch die Straße von Luzon fahren auch sehr viele US-Frachter. (pm)

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