Kronprinz Salman schickt Kampfjet-Eskorte für Trump in den Himmel

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US-Präsident Donald Trump wird in Saudi-Arabien mit großem Pomp empfangen. Seine Reise durch die Golfregion ist vor allem wirtschaftlichen Fragen gewidmet.

Riad – US-Präsident Donald Trump ist in Saudi-Arabien bei seiner ersten großen Auslandsreise seit seinem erneuten Amtsantritt von einem großen Aufgebot aus Vertretern des Königshauses und der Geschäftswelt empfangen worden. Nachdem Trumps Präsidentenmaschine von saudi-arabischen Kampfjets eskortiert am Dienstag in Riad landete, begrüßte Kronprinz und De-facto-Herrscher Mohammed bin Salman ihn persönlich am Flughafen und rollte eigens dafür den lila Teppich aus. Saudi-Arabien ist Trumps erste Station bei seiner vor allem den Wirtschaftsbeziehungen gewidmeten Reise durch die Golfregion.

Auf den herzlichen Empfang am Flughafen folgte in Riad ein pompöser Empfang am Königspalast. Trumps Präsidentenlimousine wurde von einer Reitergarde begleitet. Nach einem Gang durch die weiten Flure des prächtigen Gebäudes begrüßte Trump Dutzende saudi-arabische Regierungs- und Wirtschaftsvertreter.

Trump in Saudi-Arabien: Prunk und Protz – und mehrere Abkommen

Während des Treffens vereinbarten beide Länder am Dienstag ein Rüstungsabkommen im Wert von 142 Milliarden Dollar (127,4 Milliarden Euro). Der Golfstaat werde „hochmodernes Kampfgerät“ aus den USA erhalten, erklärte das Weiße Haus. Auch in KI wollen die Saudis demnach investieren.

US-Präsident Donald Trump spricht mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.
US-Präsident Donald Trump spricht mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. © Alex Brandon/dpa

Das Rüstungsabkommen umfasst nach US-Angaben Gerät zur Luft- und Seeverteidigung, zum Grenzschutz sowie die Ausbildung von Soldaten. Nach saudi-arabischen Angaben wollte sich das Königshaus unter anderem den US-Kampfjet F-35 sichern. Zudem sind nach US-Angaben Investitionen der saudi-arabischen Firma Datavolt in KI in Höhe von 20 Milliarden Dollar vorgesehen.

Trump in Saudi-Arabien: Investitionszusagen von 600 Milliarden Dollar

Die „strategische Partnerschaft für ökonomischen Wohlstand“ mit den USA umfasst saudi-arabische Investitionszusagen in Höhe von insgesamt 600 Milliarden Dollar (gut 538 Milliarden Euro). Dazu zählen nach US-Angaben auch Projekte im Energiebereich und bei der Raumfahrt. Das Weiße Haus rechnet allerdings auch ältere Investments in das Paket hinein. Trumps Aufforderung vom Januar, die Zusagen auf „rund eine Billion“ Dollar zu erhöhen, kam Saudi-Arabien nicht nach.

Trump hatte zu Beginn seiner dreitägigen Reise durch die Golfregion gesagt, er werde von den „größten Wirtschaftsführern der Welt“ begleitet, und diese würden „mit vielen Schecks nach Hause fahren“. Für den US-Präsidenten ist es die erste größere Auslandsreise seit Beginn seiner zweiten Amtszeit vor fast vier Monaten. Sie ist vor allem den Wirtschaftsbeziehungen gewidmet.

Trump-Besuch bei Kronprinz bin Salman: Musk begleitet US-Präsident nach Saudi-Arabien

Der US-Präsident wird auf seiner Reise von wichtigen Kabinettsmitgliedern und Wirtschaftsvertretern begleitet, darunter Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Tech-Milliardär und Trump-Berater Elon Musk. Nach seiner Teilnahme an einem Gipfeltreffen der Golfstaaten wollte Trump zusammen mit Musk bei einem Investorenforum auftreten.

Trump reist im Anschluss weiter nach Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Auch dort soll es vor allem um die Wirtschaftsbeziehungen gehen. Im Vorfeld hatte sich Trump gegen Kritik verteidigen müssen, weil er sich einen Luxusjet aus dem Golfemirat Katar schenken und als Präsidentenmaschine Air Force One nutzen will. Einen Interessenskonflikt sieht das Weiße Haus nicht, da der Jumbojet vom Typ Boeing 747-8 als „Spende“ an das Pentagon deklariert werden solle.

Trump-Besuch in der Golfregion: Keine Israel-Reise geplant

Anders als bei Trumps ersten Auslandsreise zu Beginn seiner ersten Amtszeit 2017 ist kein Zwischenstopp in Israel vorgesehen. Beobachter führen dies auf seine bisher wenig erfolgreichen Bemühungen zurück, den Krieg im Gazastreifen zu beenden.

Allerdings konnte Trump kurz vor seinem Abflug die Freilassung des US-israelischen Doppelstaatlers Edan Alexander aus den Händen der radikalislamischen Hamas bekanntgeben. Katar ist Vermittler im Nahost-Konflikt. Saudi-Arabien wiederum war Ort für Ukraine-Verhandlungen von Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA.

Zuletzt hatten die USA auch Gespräche über das Atomprogramm des Iran geführt und eine Waffenruhe zwischen Indien und Pakistan mit herbeigeführt. Zuvor war mit der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen eine Waffenruhe vereinbart worden. (afp/dpa/fmü)

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