Ein fröhliches Plakatmotiv des Erdinger Künstlers Benno Hauber ziert heuer den Herbstfest-Krug der Stadt. Eine schöne Idee, denn heuer wäre Hauber 100 Jahre alt geworden.
Was für eine schöne Idee: Ein Plakatmotiv von Benno Hauber aus dem Jahr 1958 ziert dieses Jahr den Herbstfest-Krug in Erding. Sehr passend, denn heuer hätte Hauber, einer der bekanntesten Künstler der Stadt, 100. Geburtstag gefeiert.
„Der Volksfestausschuss hatte sich schnell entschlossen“, erklärte Oberbürgermeister Max Gotz am Donnerstagvormittag bei der Präsentation des Kruges im Rathaus. Hauber habe viele Krugmotive gestaltet, unter anderem mit Stadtansichten und Bürgerhäusern.
Sammlerstück kostet 17,50 Euro
Eine ganze Reihe von ihnen ist im Depot des Museums Erding zu finden, auch viele Entwurfszeichnungen Haubers. Der früheste stammt aus dem Jahr 1956. Der Künstler, 1982 mit dem Kulturpreis des Landkreises ausgezeichnet, hat von 1983 an bis zu seinem Tod 1994 alle Herbstfestkrüge in Erding gestaltet, erklärte Elisabeth Boxberger, Sammlungsleiterin im Museum.
Nach vielen Jahren Pause hatte die Stadt 2009 die Tradition wieder aufleben lassen. Seither gibt es das begehrte Sammlerstück jedes Jahr. Das heuer ausgewählte Motiv „könnte schöner nicht passen“, so Gotz: „Es ist die Fröhlichkeit, die aus diesem Bild schaut.“ Es zeigt ein Mädel und einen Buben, mit roten Wangen, in Tracht. Er hält ein Herbstfest-Schild in der Hand, sie Blumen.
Thorsten Neidlein (printED) war in bewährter Manier für die Datenaufbereitung zuständig, er hat quasi das Motiv auf den Krug gebracht. Der Vorteil des Plakatdrucks: Er konnte auf dem Krug farbkräftig umgesetzt werden, jede Fläche als eine Volltonfarbe.
Der Herbstfestkrug ist limitiert auf 200 Stück und ab 30. August zu haben: an der Rathaus-Info und am Souvenirstand auf dem Herbstfest. Er kostet 17,50 Euro. Das farbenfrohe Motiv ziert übrigens auch den Programm-Flyer. „Da kann jeder sagen, er hat einen Hauber daheim“, sagte Gotz augenzwinkernd.
Marcus Bank vom Ordnungsamt hat im Hintergrund die ganze Vorbereitungsarbeit fürs Herbstfest erledigt. „Das macht er mit Bravour“, betonte der OB. „Was uns trifft, ist die Absage des Riesenrades“, bekannte er. Diese sei relativ kurzfristig erfolgt, nämlich erst vor vier Wochen, so Bank. An seiner Stelle werde nun der Musikexpress aufgebaut.
Die Pandemie habe bei den Schaustellern eine Schneise gerissen, so Gotz: „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir einen attraktiven und ausgewogenen Vergnügungspark haben.“ Bei den Festwirten gibt es heuer einen Neuling und einen Jubilar: Lorenz Stiftl ist erstmals fürs Weißbräuzelt zuständig, die Familie Römersperger-Richter seit 50 Jahren fürs Stiftungszelt.
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Jürgen Klopp kommt nach Erding
Festwirt Klaus Richter und Gattin Conny dürfen sich aus diesem Anlass am kommenden Freitag zum Herbstfest-Auftakt ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Diese Ehre wird am 2. September auch Jürgen Klopp zuteil, kündigte Gotz an. Der berühmte Fußball-Trainer, der gerade eine berufliche Auszeit nimmt, ist bekanntlich Werbeträger vom Erdinger Weißbräu und kommt in die Stadt.
Mit den Erdingerinnen und Erdingern freut sich der OB auf das 82. Herbstfest, das vom 30. August bis 8. September gefeiert – und nach zwei Jahren Lasershow heuer wieder mit einem Brillantfeuerwerk schließen wird. Die Stadt habe eine riesige positive Resonanz darauf erhalten, so Gotz. Die Lasershow am letzten Festsonntag habe sich nicht bewährt und kaum Zuschauer angezogen.
Bewährt haben sich die Betonsperren an den Eingängen. Sie bleiben ebenso wie die Zufahrt, die durch den Schwimmbad-Parkplatz führen wird. Auch die Herbstfestbusse fahren in Erding weiter kostenlos. Sie werden auch von umliegenden Gemeinden angeboten, allerdings gegen eine kleine Gebühr. „So können die Leute unbeschwert feiern und wir brauchen weniger Parkplätze vor Ort“, erklärte Gotz den zweifachen Nutzen.
Bei aller Vorfreude zollte er den Bauhofmitarbeitern Respekt und Dank, die den Festplatz und die ganze Stadt täglich reinigen und sauber halten, und zwar „piccobello“. Und fürs Wetter ist der OB zuversichtlich: „Das wird diesmal großartig, weil geregnet hat‘s dieses Jahr schon genug.“