Leichte Wanderung zu kleinen Paradiesen: Auf flachem Rundweg ab Gebensbach liegen Lavendelfeld und Weiher

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Ein traumhafter Anblick ist das Lavendelfeld des Hofs von Adlstraß. Wer das Postkarten-Motiv in echt sehen will, muss zur Blütezeit Anfang Juli hier vorbeiwandern. Inzwischen sind die Pflanzen schon abgeerntet und unter anderem zu Lavendelöl verarbeitet worden. © Hans Sterr

Auf der Wanderung, die an den ländlichen östlichen Rand des Landkreises Erding führt, haben Naturfreunde die Möglichkeit, Halt an den kleinen Paradiesen dieser Region zu machen: dem Lavendelfeld in Adlstraß und dem Loaner Weiher.

Gebensbach/Adlstraß/Lain am See – Ausgangs- und Zielpunkt unseres heutigen Rundwegs ist Gebensbach, das Viele nur wegen der Eishackler kennen. Wir starten die Tour an der Filialkirche St. Ulrich. Ein kurzes Stück auf der Hauptstraße nach Süden, dann biegen wir links ab. Nach der langgezogenen Linkskurve biegen wir nach rechts ab in das Waldstück und folgen dem Weg vorbei am Weiler Seisenberg, überqueren nach dem Waldstück die Straße und wandern über Achatsberg weiter nach Süden bis kurz vor Loiperstätt.

Wenn wir dort auf die Straße treffen, wenden wir uns nach links Richtung Adlstraß. Der kleine Ort ist inzwischen gar nicht mehr so unbekannt: Dort blüht Anfang Juli das große, beliebte Lavendelfeld – zu dieser Jahreszeit ist es allerdings schon abgeerntet.

Schnaps, Lavendelöl, bayerische Speisen und Kuchen

Freunde von Spirituosen können aber zuvor noch einen Schlenker einlegen und einen Umweg zur Hofbrennerei Oberkorb machen, die für ihre Produkte auch über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt ist. Um nicht vor verschlossener Verkaufstür zu stehen, sollten Besucher vorher einen Termin vereinbaren.

Zurück an der Straße kommen wir am Hof von Adlstraß vorbei, wo der verarbeitete Lavendel vom Feld unter anderem in Form von Lavendelöl erworben werden kann. Es gibt aber auch andere Produkte wie Aroniasaft.

Gebensbach Lain am See Adlstraß Wanderung Tourentipps Rundweg Karte
Mit neun Kilometern Länge und nicht einmal 100 Höhenmetern ist der Rundweg von Gebensbach über Adlstraß und Lain am See auch für wenig trainierte Wanderer geeignet. Auch mehrere verschiedene Möglichkeiten zur Einkehr und zum Einkauf liegen auf der Strecke. © Hans Sterr

Von hier ist es nur noch ein kurzes Stück durch den Wald hinunter zum Loaner Weiher, dem Lainer See oder auch genannt Erlensee. Wenn es warm ist, lädt der See zum Baden ein. Und natürlich lassen wir eine Einkehr im Loaner Wirt nicht aus, denn: Ins Wirtshaus muss man, sonst stirbt es.

Wer eher auf Kaffee und Kuchen oder ein Eis aus ist, kann aber auch warten bis zum Bergbauerncafé im Weiler Weinberg, der jetzt ohnehin als nächstes auf unserer Strecke liegt. Von dort kann man bei klarem Wetter sogar bis in die Alpen schauen. Elfriede Fränzl öffnet ihr Café allerdings nur am Samstag ab 14 Uhr und Sonntag ab 13 Uhr.

Geeignet für Familien mit Kindern

Wir wandern weiter nach Norden, genau zwischen den Gebäuden von Weinberg hindurch auf dem Feldweg. Ihm folgen wir Richtung Futteröd – und begehen eine kleine Sünde: Für ein paar hundert Meter verlassen wir den Landkreis und spazieren auf dem Gebiet unserer Landshuter Nachbarn.

Wir passieren Futteröd südlich oberhalb des Waldstücks, das wir schon vom Hinweg kennen. Kurz darauf erreichen wir unseren Startpunkt Gebensbach.

Die Strecke ist mit neun Kilometern Länge und nicht einmal 100 Höhenmetern auch von weniger trainierten Wanderern gut zu bewältigen. Auch für Familien mit Kindern ist sie geeignet: Ihnen wird auch wegen des möglichen Badespaßes die Zeit sicherlich nicht zu lang. Für Kinderwagen ist die Route wegen unebener Wegabschnitte aber ungeeignet. Wer den Abstecher nach Oberkorb auslässt, verkürzt die Strecke um einen Kilometer.

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