Dorothee Bär ist beim Wiener Opernball zu Gast. Bei ihrem Auftritt erlaubte sie sich einen Fehltritt, der nicht unbemerkt blieb.
Wien – Wenn der Opernball ruft, kommen die Stars. Oftmals eingeladen als Gäste von hochrangigen Persönlichkeiten aus Österreich. Hinlänglich bekannt dafür war vorallem Bau-Löwe Richard Lugner, genannt „Mörtel“, der Jahr für Jahr Weltstars zum Wiener High-Society-Event lotste. Seit seinem Tod im Jahr 2024 versuchen nun andere, die Lücke mit Promi-Gästen auszufüllen. Im Jahr 2026 etwa war Hollywood-Legende Sharon Stone als Gast dabei – und ergriff mitten im Event die Flucht.
Es sollte allerdings nicht die einzige Aufsehen erregende Szene um einen bekannten Gast auf dem Opernball werden. Für mächtig Wirbel sorgt im Nachhinein nämlich der Auftritt von Dorothee Bär. Die CSU-Politikerin und Forschungsministerin im Kabinett von Friedrich Merz war als Gast von Alexander Pröll, Staatssekretär im Bundeskanzleramt der aktuellen österreichischen Regierung beim Event zugegen.
Dorothee Bär als Stargast beim Wiener Opernball – Österreichern fällt modische Panne auf
Bär trag in einer eleganten, gelben Robe samt auffälliger kleiner Tasche auf den roten Teppich des Wiener Opernballs. Der Blick einiger Österreicherinnen und Österreicher fiel aber auf ein kleines Accessoire, das Bär vor ihrem Besuch nicht ablegte: Ihre Uhr. Die CSU-Ministerin trug eine auffällige Smartwatch am Handgelenk, mutmaßlich von Apple, mit einem weißen Band. Und das ist ein echter Fauxpas.
Denn Tradition ist in Wien beim Opernball heilig. Und für den Opernball gelten strenge Regeln. Und mit der Uhr am Handgelenk hat Doro Bär eine solche offenbar gebrochen. Neben einem strengen Dresscode – Frack für die Herren, Abendkleid für die Damen – gelten auch an derartigen Bällen strenge Regeln für den Schmuck, über den viele österreichische Medien berichten. Bei derart eleganten Anlässen seien etwa „nur Schmuckuhren erlaubt“, schreiben etwa Vienna.at. Dies seien entweder Uhren mit verstecktem Ziffernblatt, die nicht als Gegenstand zum Ablesen der Zeit zu erkennen sind oder edelsteinbesetzte Uhren. Beides traf bei Bärs Smartwatch nicht zu. Auch für Männer gilt aus alter Tradition, eine Armbanduhr zum Frack ist ein No-Go.
CSU-Ministern Bär unterläuft Fauxpas beim Wiener Opernball – er gilt als „modischer Hochverrat“
Der Hintergrund ist einfach erklärt. In der Tradition zeigt eine sichtbare Armbanduhr, dass man auf die Zeit achtet, was bei festlichen Anlässen auch früher schon als unhöflich galt. Es gehe darum, den Abend zu genießen und die Zeit zu vergessen. Heute.at drückte es zum Opernball deutlicher aus: „Wer hier aufs Handgelenk schielt, begeht modischen Hochverrat“.
Auch im Netz blieb der Mini-Fauxpas nicht unbemerkt. „Bilaterale Verbindung recht und schön aber wer mit Apple Watch zum Opernball kommt, sollte der Staatsoper verwiesen werden“, schrieb jemand auf X zu einem Foto von Bär. Andere Opernball-Fans kommentierten den Beitrag auch kritisch. Manche verziehen Bär die Panne allerdings auch, behaupteten, dass derartige „Fehltritte“ in 2026 sicher zu verkraften seien.
Dorothee Bär postet selber Bilder von Auftritt am Wiener Opernball
Übrigens: Auch Dorothee Bär selbst teilte via Instagram Beiträge vom Opernball mit sichtbarer Uhr, dankte ihrem Gastgeber Alexander Pröll und schrieb: „Es war mir ein Fest“. Ihre Follower störte das Accessoire aber keineswegs, hier gab es vor allem Lob für ihr Auftreten. Aufregung um Accessoires kennen Politiker derweil. Annalena Baerbock fiel einst mit ihrer Uhr beim WEF in Davos auf. Emmanuel Macron erst kürzlich ebenfalls in Davos mit einer Sonnenbrille. (Quellen: Heute.at, Vienna.at, eigene Recherche) (han)