Die Lenggrieser Malerin Charlotte Jonen bringt mit ihren handgemalten Landschaften Farbe und Freude ins Caritas-Pflegeheim.
Lenggries – Wenn Kunst nur im Atelier bleibt, verfehlt sie ihren Zweck. „Bilder, die man nicht sieht, sind umsonst“, sagt die Lenggrieser Malerin Charlotte Jonen. Deshalb hat die ehemalige Lehrerin dem Caritas-Pflegeheim Lenggries 35 handgemalte Aquarelle geschenkt – Landschaftsbilder, die nun die Gänge des Hauses schmücken und für Farbe und Freude im Alltag der Bewohner sorgen.
Von der Schulbank ins Atelier: Lehrerin ist Lebens-Künstlerin
Jonen war viele Jahre Lehrerin – 13 Jahre an der Grundschule Jachenau und weitere zehn Jahre in Lenggries. Besonders die Kunsterziehung erlaubte ihr, Beruf und Leidenschaft zu verbinden. „Ich male aus Freude, es ist nie geschäftlich“, erzählt sie. „Ich habe ja gearbeitet und eine normale Rente. Jetzt habe ich die freie Zeit zum Malen.“
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Ihre künstlerische Ader begleitet sie seit Kindertagen. Ihr Vater war selbst Maler – als Kind durfte sie „mitpinseln“ und die Freude am Gestalten entdecken. Heute entstehen ihre Werke im „Malerhaus“, einem Nebenhaus ihres Wohnhauses in Lenggries.
Traumhafte Landschaften aus Lenggries – direkt auf die Leinwand
Die Motive? Vor allem die Schönheit der Natur daheim. „Es sind Landschaftsbilder, Aquarelle auf Leinwand, von unserer traumhaften Region“, sagt Jonen. Besonders schön sei der Blick auf das Brauneck: „Von unserer Treppe im Haus sieht man jeden Morgen auf den Garland – das ist einfach jeden Tag faszinierend.“
In ihrer Farbwahl ist die Malerin eigen: „Blautöne mag ich am liebsten. Grün dagegen gar nicht so sehr.“ Das Brauneck male sie im Sommer deshalb ungern, weil es ihr zu grün ist.
Spontaner Geistesblitz sorgt für Kunst im Pflegeheim
Die Idee, die Bilder, gedruckt auf Leinwände, zu verschenken, entstand durch Zufall – „auf der Hausbank mit meinem Mann. Wir dachten, die Bilder sollen nicht nur bei uns hängen.“ Über Franz Schöttl, den Zweiten Bürgermeister von Lenggries, ergab sich dann der Kontakt zum Caritas-Pflegeheim. Dort war die Freude groß – mittlerweile hängen 35 Werke im Haus verteilt.
Kunst, die Herzen berührt
Das Ziel von Charlotte Jonen ist es, die Menschen mit ihren Bildern aufzumuntern. „Wenn ich mit meinen Aquarellen Freude und den Blick auf die vertrauten Landschaften vor der Tür ins Pflegeheim bringen kann, dann ist das das Schönste.“