Friedrich Merz stattet in Rostock dem dort ansässigen Marine-Hauptstützpunkt den ersten Besuch seiner Amtszeit ab. Geplant sind verschiedene Manöver.
Rostock – Am Donnerstag (28. August) wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach Rostock reisen und dort die Deutsche Marine besuchen – zum ersten Mal in seiner laufenden Amtszeit als Bundeskanzler. Die nordostdeutsche Hafenstadt ist Sitz des Marinekommandos, der höchsten Instanz der deutschen Marine, die von der dortigen Hanse-Kaserne aus koordiniert wird. Für den Besuch des Bundeskanzlers steht ein volles Programm auf dem Plan.
Bei Merz’ Marine-Besuch in Rostock wird es auch ein Pressestatement geben
Am Marine-Stützpunkt in Rostock wird Merz vom Inspekteur und Vizeadmiral Jan Christian Kaack empfangen. Nach einer vertraulichen Gesprächsrunde wird der Bundeskanzler den Bereich des Commander Task Force Baltic besichtigen, schreibt Marine Forum. Anschließend werde man per Hubschrauber zur Fregatte „Bayern“ fliegen, informiert Steffen Meyer, stellvertretender Sprecher der Bundesregierung, in einer am Freitag der Vorwoche erschienenen Pressemitteilung.
Auf der „Bayern“ soll es einen Bord-Rundgang und in Pressestatement des Bundeskanzlers gebe. Im Anschluss eine Fähigkeitsdemonstration auf See mit einigem Gerät der Deutschen Marine geplant. Im Einsatz werden dabei verschiede Schiffe und anderes Gerät der Marine sein:
- die Korvette „Magdeburg“
- der Tender „Donau“
- das Seebataillon
- der Bordhubschrauber Sea Lynx
- der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“
Die Deutsche Marine wird in Merz’ Anwesenheit Übungsmanöver abhalten
Auch der Seefernaufklärer P-3C „Orion“ und das Minentaucher-Einsatzboot „Rottweil“ werden am demonstrativen Manöver für den Besuch des Bundeskanzlers beteiligt sein. In Merz’ Anwesenheit sind in der strategisch so wichtigen Ostsee eine Reihe von Manövern geplant, mitunter Übungen zur Flug- und U-Boot-Abwehr sowie eines Flugkörper-Angriffs, berichtet Marine Forum weiter.
Neben den Übungen wird Merz immer wieder Gelegenheit bleiben, mit den Marine-Soldaten ins Gespräch zu kommen. Ausgeflogen wird der Kanzler mit dem Hubschrauber NH-90 der Bundeswehr.
Zum Wochenstart nahm die Deutsche Marine an einer Nato-Übung teil
Noch am Montag (25. August) nahm die Deutsche Marine inklusive 8000 Marinesoldaten an der Nato-Übungsserie „Quadriga 2025“ teil, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtete. Die Teilübung „Role2Sea“ simulierte eine Massenverletzung von Streitkräften auf See. Auch der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ wurde für die Übung genutzt.
Bei der Übung sollte die Versorgungskette erprobt werden, die nach einem potenziellen Angriff mit zahlreichen Verletzten nötig werden würde. Zum Einsatz kam dabei laut dem NDR das Rettungszentrum See auf der „Frankfurt am Main“, das neben zwei OP-Sälen auch über 40 Betten sowie Röntgen- und Laborkapazitäten besitzt. (fh)