Das Derby der Traumstarter

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Das bis dato letzte Duell: 2024 sorgte ein Kopfballtreffer von Julian Schaumaier (oben) für einen 1:0-Sieg der SpVgg Altenerding. Damit war deren Aufstieg in die Bezirksliga gesichert. Ein Jahr später zogen die Walpertskirchener nach. © Andreas Heilmaier

Zum ersten Landkreisderby dieser Saison in der Fußball-Bezirksliga Nord empfängt der SV Walpertskirchen am Sonntag um 14 Uhr die SpVgg Altenerding. Mit zwei Siegen sind beide Teams optimal gestartet.

Walpertskirchen/Altenerding – „Abgesehen davon, dass du so ein Spiel wie zuletzt in Freising neun von zehn Mal verlierst, haben wir uns den Sieg teuer erkauft“, berichtet SVW-Trainer Josef Heilmeier. „Aktuell habe ich 13 fitte Feldspieler“, sagt er und zählt die Ausfälle auf. Martin Deutinger und Benedikt Schuler sind mehr als fraglich, sicher nicht auflaufen werden Julian Jaros und Raphael Hösl (beide verletzt), Felix Zehetmaier (krank) und Benjamin Hötscher (beruflich). „Wir werden den Kader mit A-Jugendlichen wie Georg Schuler oder Spielern aus der Zweiten auffüllen, denn Aus- und wieder Einwechseln ist in der Bezirksliga nicht mehr möglich“, erklärt Heilmeier.

Man kennt sich, man mag sich

Er ist trotzdem entspannt, „schließlich haben wir nach den beiden Siegen nicht den ganz großen Druck, und dann sind diesmal halt andere an der Reihe, die auch spielen möchten“. Beim 3:0 gegen Palzing hat er sich Altenerding angeschaut. „Deren Sportlicher Leiter Jens Urbanczyk und ich verstehen uns sehr gut, er hat mich eingeladen, und dann habe ich die Gelegenheit zum Beobachten genutzt.“ Er will das aber nicht zu hoch hängen, „denn beide Seiten kennen sich recht gut“. „In der Saison 2023/24, als Altenerding aufgestiegen ist, haben wir beide Spiele verloren und kein Tor geschossen, das wollen wir diesmal besser machen.“

Vielleicht sogar mit Michael Gartner. Damals noch im SpVgg-Trikot, ist der 28-Jährige vor dieser Saison nach Langengeisling gewechselt und jetzt nach Walpertskirchen zurückgekehrt. „Wenn‘s mit der Spielberechtigung noch klappt“, setzt der SVW-Coach ein Fragezeichen.

„Auch wenn uns diese sechs Punkte keiner mehr nimmt, werden wir das Ganze jetzt nicht überbewerten, denn die Saison ist noch lang“, meint derweil der Altenerdinger Coach Pedro Locke. Er weiß um die Stärke der Heilmaier-Elf: „Ich habe Walpertskirchen beim 2:0 gegen Fatih Ingolstadt beobachtet, und das Team wirkt für einen Aufsteiger sehr reif und besitzt vor allem in der Offensive eine enorme Durchschlagskraft“, sagt Locke mit großem Respekt, vertraut aber auf die gute Form seines Teams.

Bei der Aufstellung gibt es noch einige Fragezeichen, wobei vor allem der Einsatz von Leonardo Tunjic noch offen ist: „Leo hat diese Woche zwar schon wieder trainiert, doch er war nach seiner Zerrung noch nicht ganz schmerzfrei. Auch wenn er für uns enorm wichtig ist, werden wir nichts riskieren und erst nach dem Aufwärmen entscheiden. Es bringt nichts, diesmal beim Kader zu taktieren, denn wir kennen uns gegenseitig so gut, dass wir uns wohl nicht überraschen können.“

Flügelstürmer fehlt ein halbes Jahr lang

Personell hat sich die Situation bei der SpVgg wieder etwas entspannt, denn Jannik Obermaier und Johannes Dangl haben ihren Urlaub beendet. Verzichten muss Locke jedoch auf Marc Winkelmann, der Flügelstürmer hat sich für sechs Monate ins Ausland verabschiedet.

„Man hat im Training gesehen, dass alle dem Derby entgegenfiebern und auch spielen wollen“, hat Locke eine gewisse Anspannung seiner Schützlinge festgestellt. „Das sind doch die Spiele, die für jeden Fußballer ein Highlight sind.“

Unsere Tipps: Helmut Findelsberger sagt 2:1 für den SVW, Andreas Heilmaier 2:1 für die SpVgg.

Die Kader: SVW: Erden, Leininger, F. Baumann, F. Rauch, Fellermeier, Käser, Orthuber, D. Schuler, T. Rauch, N. Baumann, Spreitzer, Wölken, Jäger, Scheiel, Pfanzelt, G. Schuler, Deutinger (?), B. Schuler (?)
SpVgg: Loher, Baumann, Bello, Bilalli, Dangl, De Oliveira, Dipali, Flores, Khemissi, Kronthaler, Luberstetter, Mwamba, Obermaier, Takruri, Tunjic, Weiher

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