Heldinnen, Absagen und ein Krimi

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Bester U21-Spieler: Der Landshuter Christoph Größl gewann das Finale gegen Dominik Lapcik aus Dachau im Matchtiebreak noch 10:5. © ati

Das 68. Erdinger Tennisturnier bringt Drama, Ausfälle und tolle Leistungen auf dem Court.

Erding - Ist Petrus kein Tennis-Fan? Er machte es jedenfalls den Organisatoren des TCE nicht leicht, den Munich Airport Cup durchzuführen. Die Spiele mussten wegen des Regens komplett in die Halle verlegt oder wegen Dunkelheit abgebrochen und in der Halle fertiggespielt werden.

Zum 68. Mal fand das traditionsreiche Turnier statt. 145 Jungen und Mädchen aus ganz Deutschland spielten in fünf Konkurrenzen ihre Sieger aus. Die weiteste Anreise hatte Leni Blechenberg, die aus Glinde stammt, einem Vorort von Hamburg.

Mehr Altersklassen waren es diesmal. Neben den U21-Juniorinnen, die mangels Interesse – ganze drei Anfragen – bereits vor der Auslosung abgesagt worden waren, fielen die U14- und U16- Konkurrenz der Mädchen dem Regen zum Opfer. „Wir haben jede ausgeloste Spielerin angerufen und persönlich abgesagt. Fanden sie alle sehr cool“, erklärte Atilla Babos, der zusammen mit Markus Geisel die Turnierleitung innehatte.

Das Erdinger Jugendturnier ist ein sogenanntes DTB-J2-Turnier. „Das ist die zweithöchste Kategorie in Deutschland und wird nur von den deutschen und Landesmeisterschaften getoppt“, erklärt Babos. Das sportliche Niveau sei auch heuer entsprechend hoch gewesen. Speziell die U21-Junioren-Konkurrenz sei wieder sehr stark besetzt gewesen, „weil es viele Punkte für die Deutsche Rangliste gibt“, erklärt Babos, der von einem Spiel bei den U12-Mädchen in der ersten Runde schwärmte: „Paulina Hoormann vom TC Erding lag bereits 0:6, 1:5 zurück, gewann den zweiten Satz 7:5. Im Matchtiebreak lag sie 4:9 zurück, wehrte fünf laufende Matchbälle ab und gewann noch 12:10. Leider ist sie in Runde zwei an der Nummer eins des Turniers gescheitert.“

Ansonsten war die Bilanz der Landkreisteilnehmer mau, mit den Turniersiegen hatten sie nichts zu tun (siehe unten). Raphael Lübbe (U16) und Joshua Lübbe (U12) schieden bereits in der ersten Runde voraus. Livia Pätzold ereilte dasselbe Schicksal. Christian Benzinger (U21) schaffte es immerhin mit zwei Siegen ins Viertelfinale, aber da war Endstation. Yannik Auber (U14) musste bereits in der ersten Runde klein beigeben. Aber er kam immerhin zum Spielen, während Magdalena Stettner und Hanna Huth (beide U14) zum Zuschauen verdammt waren, weil ihre Konkurrenz abgesagt wurde.

Trotzdem wird es auch eine 69. Auflage geben. Der Munich Airport Cup steigt dann vom 31. Juli bis 2. August. Vielleicht sollte sich Petrus in seinen Kalender einen Vermerk schreiben: „Alle Wasserschleusen zu!“

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