2022 hatte die Stadt Tegernsee als eine der ersten Kommunen im Landkreis Miesbach ein Fachbüro mit einem Gutachten zum Sturzflutrisiko-Management beauftragt – zunächst für Tegernsee-Süd. Bei einem Info-Abend wird das Konzept jetzt den Bürgern vorgestellt.
Tegernsee - Was passiert genau, wenn es in kurzer Zeit und lokal begrenzt heftig regnet? Welche Maßnahmen können im Vorfeld ergriffen werden, um große Schäden möglichst zu vermeiden? 2022 hatte die Stadt Tegernsee als eine der ersten Kommunen im Landkreis ein Fachbüro mit einem Gutachten zum Sturzflutrisiko-Management beauftragt – zunächst für Tegernsee-Süd. Denn oft lässt sich bei Starkregenereignissen nicht unterscheiden, ob Überflutungen durch wild abfließendes Wasser über das natürliche Gelände oder durch Hochwasser aus den Gewässern verursacht wird.
Gefahren durch Sturzfluten: Hausbesitzer müssen aktiv werden
Nach den einzelnen Schritten wie Bestandsanalyse, Gefahrenermittlung, Gefahren- und Risikobeurteilung sowie der Entwicklung von möglichen Maßnahmen, bekamen die Stadträte Ende 2024 im Rahmen einer Sondersitzung die Ergebnisse präsentiert. Klar wurde dabei: Das Risiko kann vor allem reduziert werden, wenn die Öffentlichkeit gut informiert und das Risikobewusstsein geschärft ist, wenn Hausbesitzer in Eigenregie ihre Anwesen und Objekte schützen und die Kommune laufend Unterhaltsmaßnahmen an Bächen und Durchlässen durchführt sowie bei konkreten Starkregenereignissen akut eingreift. Einige technische Maßnahmen, die kurz- und mittelfristig machbar wären, wurden bereits beschlossen.
Risiken durch Sturzfluten: Vom Freistaat gibt‘s Geld für ein Konzept
Rund 200 000 Euro lässt sich die Stadt das Konzept kosten, wobei ein Drittel vom Freistaat als Zuschuss wieder zurückfließt. Auch für Tegernsee-Nord wurde ein Fachbüro bereits mit einem Konzept beauftragt. Die Stadt rechnet damit, dass es zum Ende dieses Jahres vorliegt.
Teil dieses Konzepts zum Sturzflutrisiko-Management ist in jedem Fall eine umfassende Information für die Bürger. Alle Bewohner in Tegernsee-Süd, ab der Point bis zur Gemeindegrenze nach Rottach-Egern, und auch alle anderen interessierten Bürger lädt die Stadt für Mittwoch, 12. März, um 19 Uhr ins Seeforum Rottach-Egern ein.
Dabei informieren Vertreter der Verwaltung, des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim und des Planungsbüros im Detail über das Konzept. Vorgestellt werden Gefahrenkarten und Animationen, die genau aufzeigen, wo welche Flächen und mit welcher Fließgeschwindigkeit überflutet werden. Auch werden sämtliche Fragen beantwortet.