43. Bayernrätsel: Die fünfte Frage

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Der Schlosspark Linderhof aus der Vogelperspektive. © Bayerische Schlösserverwaltung

43. Bayernrätsel des Münchner Merkur gemeinsam mit der Bayerischen Schlösserverwaltung: Bei der vierten Frage geht es um den Schlosspark Linderhof.

Unser Märchenkönig – König Ludwig II. – wollte in Linderhof ursprünglich die Schloss- und Gartenanlagen von Versailles nachbauen lassen. Aufgrund der Enge des Tals ließ sich das Versailles-Projekt hier jedoch nicht umsetzen, es wurde schließlich auf der Herreninsel im Chiemsee realisiert.

In Linderhof schuf sich der König ein kleineres Refugium. Das Herz der Anlage bildet das vom Architekten Georg Dollmann geplante Schloss, das 1878 vollendet wurde.

Mit der Planung der Gartenanlagen beauftragte der König seinen Hofgärtendirektor Carl Effner. Dieser ließ zunächst mit dem Östlichen und dem Westlichen Gartenparterre festliche Gartenräume unmittelbar am Schloss anlegen.

Schlosspark Linderhof - hier wollte Ludwig die Schloss- und Gartenanlagen von Versailles nachbauen lassen

Vor genau 150 Jahren, im Jahr 1874, wurde dann vor dem Spiegelsaal im Südtrakt des Schlosses mit dem Bau eines Wasserparterres begonnen. Im Zentrum des großen Wasserbeckens befindet sich die vergoldete Figurengruppe „Flora und Putten“, aus der sich, betrieben nur durch den Druck des natürlichen Gefälles, eine rund 25 Meter hohe Fontäne erhebt. Das Wasserparterre bildet den Fußpunkt einer prächtigen Terrassenanlage nach dem Vorbild der italienischen Renaissance. Bekrönt wird sie vom Venustempel.

Die Symmetrie der Terrassenanlage wird nur durch die rund 300 Jahre alte Linde unterbrochen, die für den ursprünglich an dem Ort vorhandenen Hof und damit auch für das Schloss namensgebend gewesen sein soll.

Auf dem gegenüber liegenden Berghang setzte Carl Effner die formale Achse mit einer Kaskade von dreißig Marmorstufen fort. Oberhalb bildet der sogenannte Musikpavillon den Endpunkt der Achse, den unteren Abschluss der Kaskade bildet ein Steinbassin mit einer wasserspeienden Neptungruppe.

Rund um die so entstandene formale Gartenachse legte Carl Effner einen Landschaftsgarten an. In sanften Schwüngen erschließen Wege die Hänge; an den Weggabelungen schaffen dichte Baumgruppen schattige Bereiche inmitten sonniger Bergwiesenflächen. Die Wege führen zu verschiedenen Bauwerken im Park, wie zum Beispiel zum Maurischen Kiosk mit seinen goldenen Kuppeln. Dieser erhebt sich auf zwei Terrassenebenen über das Parkgelände. Palmen und Granatapfelbäume schaffen auch im Außenbereich des außergewöhnlichen Bauwerks die gewünschte exotische Atmosphäre.

Den Besucherinnen und Besuchern bietet sich bei einem Spaziergang durch den Park eine Fülle wechselnder Landschaftsbilder. Neben vielfältigen Perspektiven auf das Schloss und die formale Gartenachse machen die umgebenden Gipfel des Ammergebirges im Hintergrund der landschaftlichen Szenen den besonderen Reiz der Anlage aus.

Die fünfte Frage:

Wer entwarf den Schlosspark Linderhof?

Das war die richtige Lösung der vierten Frage:

Frage: Wie heißt die Tagung, die 1948 im und vor dem Alten Schloss Herrenchiemsee stattfand und wichtige Textvorlagen für das spätere Grundgesetz verfasst hat?

Antwort: Verfassungskonvent Herrenchiemsee

So können Sie mitspielen

Unser Bayern-Rätsel erscheint von jetzt an acht Wochen lang jeden Samstag. Die Antworten müssen jeweils bis zum Freitag der darauffolgenden Woche (Datum des Poststempels) eingegangen sein.

Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinnchancen. Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an den

Münchner Merkur + tz
„Bayern-Rätsel“
81002 München

Per Telefon können Sie mitspielen unter Tel. 01378/80 66 42 Telemedia interactive GmbH (0,50 Euro pro Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk gleich; Datenschutzinformation unter datenschutz.tmia.de).

Per Online-Formular können Sie hier mitspielen.

Die Teilnahmefrist für die fünfte Frage des 43. Bayernrätsels endet am Freitag, 7. Juni 2024, 15 Uhr.

Es gibt 5000 Euro in bar als Hauptpreis sowie viele weitere attraktive Preise zu gewinnen.

Mitmachen kann jeder – ausgenommen die Mitarbeiter der Merkur tz Redaktions GmbH, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums und der Schlösserverwaltung.

Schirmherr ist der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker. Im Interview erklärt der Minister, was Heimat für ihn bedeutet.

Lösung

Die Lösungen werden jeweils in der Folgewoche in der Zeitung und auf www.merkur.de/bayernraetsel veröffentlicht.

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Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/bayern/bayernraetsel-von-muenchner-merkur-schloesserverwaltung-frage-93102939.html