Neue Pläne für mehr Winterspaß am Blomberg

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz
  4. Bad Tölz

Kommentare

Derzeit wird die Rodelbahn am Blomberg mit einer vollelektrischen Pistenraupe präpariert. © Arndt Pröhl

Die Wintersaison läuft gut am Blomberg. Noch besser könnte es laufen, wenn die Rodelbahn wieder auf voller Länge befahrbar wäre. Hier hofft Bahnbetreiber Hannes Zintel, dass die Stadt Bad Tölz heuer die Weichen stellt. Auch sonst steht am Blomberg einiges an.

Bad Tölz - Äußerst erfolgreiche Weihnachtsferien hat der Blomberg hinter sich. „Der 4. Januar war der umsatzstärkste Tag seit Bestehen der Bahn“, freut sich Betriebsleiter Hannes Zintel. Selbst der Zielhanglift war in den Weihnachtsferien zum ersten Mal für Rodelfans in Betrieb. Auch für den restlichen Winter ist der Blomberg gerüstet. Selbst wenn es nicht mehr schneien sollte, gibt es genug Schnee, um die Rodelbahn in den kommenden sieben Wochen zu präparieren. Die kalten Temperaturen wurden genutzt, um die beiden Depots im Tal und an der Mittelstation mit Kunstschnee zu füllen. 8500 Kubikmeter wurden produziert. 900 Kubikmeter braucht Zintel, um die Rodelbahn pro Wochenende zu präparieren.

Hoffnungen ruhen auf der Stadt

Zintels Ziel ist es, „Deutschlands größtes Rodelgebiet zu werden“. Dafür ist es wichtig, dass die Stadt Bad Tölz die Sanierung des oberen, seit 2018 gesperrten Abschnitts der Rodelbahn wie geplant angeht. „Ich hoffe, dass der Stadtrat dafür heuer sein Go gibt“, sagt Zintel. Die Kommune müssten allerdings einen siebenstelligen Betrag in die Sanierung investieren.

Ähnliches gilt für Zintel. Denn wird der obere Streckenabschnitt wieder freigegeben, soll die Beschneiung ausgebaut werden. Das könnte auch dafür sorgen, dass der Rodellift am Blomberghaus öfter genutzt werden kann. „In dieser Saison hatten wir ihn bislang nur einen Tag in Betrieb.“ Auch die seit Langem angedachte Loipe oben am Berg ließe sich dann umsetzen.

Neue Pistenraupen getestet

Wird die Rodelstrecke auf ganzer Länge präpariert, ist auch eine neue Pistenraupe vonnöten. Die aktuellen Maschinen stammen aus den Jahren 1990 und 2006. „Wir haben letztes Jahr zwei getestet und testen heuer nochmal zwei“, sagt Zintel. Darunter ist auch eine E-Pistenraupe von Xelom, mit dem momentan die Bahn präpariert wird. Das Unternehmen mit Sitz in Bozen (Südtirol) ist der erste Hersteller, der Pistenraupen von vorneherein als vollelektrisches Fahrzeug konzipiert habe, sagt Firmenvertreter Christian Zimmermann. „Wir sind sowas wie Tesla.“ 697 PS und „eine enorme Schubkraft“ würden das Fahrzeug auszeichnen.

Blick nach draußen: Auch große Schneeberge sind für die E-Pistenraupe kein Problem.
Blick nach draußen: Auch große Schneeberge sind für die E-Pistenraupe kein Problem. © va

Rund 450 000 Euro kostet die Raupe. Für Zintel hätte sie einen Vorteil: Wie berichtet, soll ein Teil der Parkplatzflächen mit PV-Modulen überdacht werden. Überschüssiger Strom, der nicht direkt am Blomberg verbraucht wird, könnte in der Pistenraupe zwischengespeichert und so später genutzt werden. 300 Kilowattstunden Ladekapazität hat die Maschine. „Kaufen Sie mal Speicher in dieser Größenordnung“, sagt Zimmermann. Diesen Vorteil sieht auch Zintel. „Eine normale Pistenraupe ist zwei Monate im Einsatz, zehn Monate steht sie in der Garage. Hier könnte ich sie zehn Monate als Speicher nutzen.“

Neue Ausfahrt vom Parkplatz?

Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Ob es mit der PV-Anlage heuer losgeht, werde man sehen müssen. Es hänge auch davon ab, wie sich der Strommarkt weiterentwickle. Im Zuge der Verlegung des Radwegs, die das Staatliche Bauamt im Bereich der Unterführung plant (wir berichteten), überlege man die Ausfahrt des Parkplatzes anders zu gestalten, sagt Zintel. Momentan gehe es bergauf auf die B472 – eine Herausforderung angesichts der dort gefahrenen Geschwindigkeiten.

Zwei weitere Baumaßnahmen haben bereits begonnen. An der Bergstation entstehen heuer Toiletten. „Baubeginn war kurz vor Weihnachten“, sagt Zintel. Sobald die Witterung es zulasse, gehe es weiter. „Wir werden sehen müssen, ob die Toiletten schon zu Beginn der Osterferien fertig sind.“

(Unser Bad-Tölz-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus Ihrer Region. Melden Sie sich hier an.)

Spätestens dann soll auch bei der Gastronomie an der Talstation alles bereit sein. Der Gast㈠raum wird erweitert, ein neuer Pizza-Holzofen eingebaut. Der neue Pächter Luca Lento versorgt derzeit schon tagsüber die hungrigen Wintersportler mit Pizzaschnitten und ähnlichem. Ist der Umbau abgeschlossen, soll das Speiserestaurant auch in den Abendstunden geöffnet sein.

Auch interessant

Kommentare

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/bad-toelz-ort28297/neue-plaene-fuer-mehr-winterspass-am-blomberg-93544710.html