Im Vogtland häufen sich die Erdbeben. Die Ursache könnte tief in der Erdkruste liegen, doch die genauen Zusammenhänge sind noch unklar.
Vogtland – In den vergangenen Wochen hat es entlang der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien wiederholt Erdbeben gegeben. Die Reihe dieser Erdbeben begann bereits am 18. März und setzt sich fort, wie von vulkane.net berichtet wird. Das bisher stärkste Beben dieser Serie ereignete sich am Sonntag, dem 7. April, mit einer Stärke von 2,6 auf der Richter-Skala und einem Hypozentrum von 10 Kilometern. Die Erbeben-Gefahr, vor allem in Bayern, wächst laut Einschätzung eines Experten.
Bei dieser Stärke ist ein Beben in der Regel nur messbar, aber nicht spürbar. Im Rahmen dieser Serie wurden insgesamt 692 Erdbeben registriert. Die Beben konzentrierten sich auf drei Cluster, die nordöstlich von Klingenthal, einer Kreisstadt in Sachsen, und südlich der tschechischen Gemeinde Bublava liegen. Erdbeben sind in dieser Region nicht ungewöhnlich, aber in den letzten Jahren war der Boden entlang der Grenze ruhig. Nun ist er wieder in Bewegung geraten.
Eine Serie von Erdbeben hält in Vogtland an – Neue Ursache vermutet
Die Tiefe der Hypozentren deutet auf einen tektonischen Ursprung hin. Es ist möglich, dass die Beben mit der Mariánské-Lázně-Fault, einer tektonischen Struktur, zusammenhängen. Es gibt jedoch auch andere parallel verlaufende Störungszonen in der Region, die zu einem komplexen tektonischen Umfeld beitragen und die Bewegung verursachen können. Schwarmbeben sind daher im Vogtland, das auch als beliebtes Reiseziel bekannt ist, nicht ungewöhnlich.
Geologie.sachsen.de erklärt, dass aufgestaute Energie, die von geologischen Störungen ausgeht, zu bestimmten Zeiten freigesetzt wird. Neue Untersuchungen legen jedoch nahe, dass aufsteigende Fluide und Gase in der Erdkruste sogenannte Schwarmbeben verursachen können. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Erdbeben, die innerhalb eines begrenzten Zeitraums in einer bestimmten Region auftreten.
Heftige Erdstöße bis Stärke 4,6 in der Vergangenheit – Stärke Beben auch jetzt möglich
In den Jahren 1897, 1903, 1908, 1936 und 1962 gab es wiederholt solche Schwärme. Im Winter 1985 erreichte ein Beben eine Magnitude von 4,6 und gilt als das Stärkste in der Region. Auch in den Jahren 2008, 2011, 2014 und 2018 wurden Phasen mit Beben festgestellt. Das stärkste Beben im Jahr 2018 hatte eine Stärke von 3,8. In der aktuellen Serie könnten also noch stärkere Erdbeben auftreten.
Meine news
Die Region ist jedoch nicht die einzige, in der es zu Erdbeben kommt. Innerhalb von zehn Tagen kam es zu einer „sehr ungewöhnlichen“ Serie mit 15 Erdbeben in Tirol. Inzwischen hält ein Experte deshalb sogar eine große Katastrophe für jederzeit möglich.