"Haben weder im Sommer noch Winter Einschränkung bei der Reichweite"

Ein Praxisvergleich der Winterreichweiten von Elektroautos entfacht im Kommentarbereich eine kontroverse Debatte: Während der Originalartikel eindrucksvoll aufzeigt, wie unterschiedlich E-Modelle mit Kälte umgehen, diskutieren die Leser über die Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit von Stromern bei Minusgraden. Das größte Lager äußert Skepsis über die massiv reduzierte Winterreichweite und längere Ladezeiten, während Befürworter auf Fortschritte und individuelle Fahrprofile verweisen. Weitere Stimmen kritisieren hohe Kosten und fordern mehr Wahlfreiheit, andere bringen technische Infrastruktur oder hybride Alternativen ins Spiel.

Kritik an Winterreichweite

Mit 39 Prozent stellen diejenigen Nutzer die Mehrheit, die vor allem die stark reduzierte Reichweite von Elektroautos im Winter kritisieren. Sie berichten von erheblichen Reichweitenverlusten, längeren Ladezeiten und betonen praktische Einschränkungen bei Kälte, etwa im täglichen Pendelverkehr. Viele kritisieren, dass die im Artikel genannten Herstellerangaben nicht der Realität entsprächen. Gleichzeitig verweisen einige Nutzer darauf, dass auch technologische Verbesserungen und individuelles Fahrverhalten eine Rolle spielen. Dennoch überwiegt die Ansicht, dass Stromer weiterhin signifikante Nachteile bei Minusgraden und auf Langstrecken aufweisen.

"Bez. Fiat 500e bei 0 Grad 200 km Reichweite auf BAB Heizung 18 Grad 80 km/h auf der Lkw-Spur - Preis des Autos 34000 Euro Fahrzeit für 320 km mit Ladepause 11 kW ca. 6 Std. Nicht mein Ding."  Zum Originalkommentar

"Hallo und guten Abend. Und hier eine Geschichte, die das Leben schrieb: Tatsächlich wahr und passiert. Audi Q5 Elektro (E-Tron oder sowas?) Unwichtig:-) : Reichweite bei Minus 5 Grad: Achtung! Sitzen alle? Glatte 45 Kilometer. Und mein Vorgesetzter (Vor die Nase gesetzter) kam schlotternd und frierend hier an. Er musste nur 25 Kilometer von Daheim zur Arbeit, aber konnte die Heizung nicht aktivieren, weil das Fahrzeug während der Fahrt in den Stromsparmodus gewechselt hat. Ich hab ihm dann meinen Diesel angeboten...der hatte noch eine Restreichweite von knapp 1250 Kilometern. Soviel zu den Elektrofahrädern mit Dach obendrauf. Elektro? Nein danke. Die MÜSSEN hier tatsächlich JEDEN Tag an die Zapfe. Boah, wenn ich mir gerade vorstelle, ich müsste JEDEN Tag tanken? Das ist doch absurd. Sorry"  Zum Originalkommentar

Zustimmung zu Alltagstauglichkeit

Einige Leser (16 Prozent)  sehen Elektroautos trotz der Winterprobleme als alltagstauglich. Sie argumentieren, dass Reichweitenverluste im Winter zwar existieren, in der Praxis aber oft überbewertet würden, da viele Fahrten sowieso kurz seien und intelligente Ladestrategien weiterhelfen. Viele heben positive Erfahrungen, Komfort – etwa vorgewärmte Innenräume – sowie Umweltvorteile hervor. Einzelne betonen, dass individuelle Fahrprofile und neue Technologien die Winterproblematik entschärfen.

"Jetzt bloß nicht zu laut sagen, dass es auch zahlreiche Verbrenner gibt, die im Winter schnell mal 30-40 % mehr verbrauchen, insbesondere auf Kurzstrecke..."  Zum Originalkommentar

"Im Juni habe ich mir einen gebrauchten VW ID.3 mit 77 kW gekauft und bin sehr zufrieden damit. Im Sommer bin ich damit 800 km nach Manchester gefahren und war gerade erst bei eisigen Temperaturen beim Skifahren in Bayern. Bei Autobahngeschwindigkeit und eingeschalteter Heizung oder Klimaanlage erreiche ich im Sommer eine Reichweite von 470 km und im winterlichen Minusbereich 360 km. Ich verliere dadurch etwa 20 bis 25 % Reichweite, was mich aber überhaupt nicht stört, da ich alle zwei bis drei Stunden eine Pause einlegen muss und daher nie die volle Reichweite nutze. Einziger Nachteil sind die längeren Ladezeiten von einer halben bis zu einer Stunde im Hochwinter. Das Auto selbst fährt sich wunderbar, insbesondere mit dem autonomen Fahrassistenten „Traffic Assist“."  Zum Originalkommentar

"Wir haben 2 E-Autos und weder im Sommer noch Winter eine Einschränkung bei der Reichweite, denn wir können jederzeit nachladen, müssen es aber nicht, um unsere täglichen Strecken zu fahren! Eine Rakete hat eine begrenzte Reichweite, die endet, wenn deren Treibstoff abgebrannt ist! Alle, die bei anderen Fortbewegungsmitteln ein Reichweitenproblem sehen, attestiere ich fehlendes Organisationsvermögen!"  Zum Originalkommentar

"Auch wenn die Reichweite von E-Autos im Winter etwas geringer ist, empfinde ich das für mich kaum als Nachteil. Ich fahre täglich sowieso selten mehr als 200 km, sodass die reduzierte Reichweite problemlos ausreicht. Viel wichtiger ist für mich, dass ich von März bis Oktober komplett autark dank meiner PV-Anlage unterwegs bin. So kann ich umweltfreundlich und nachhaltig fahren, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Insgesamt überwiegt für mich der Nutzen der Elektromobilität klar, gerade in Kombination mit selbst erzeugtem Solarstrom! Interessant auch, dass der Tesla mit 28 kWh als Schlappsch. gilt und der Skoda mit 27 kWh als König."  Zum Originalkommentar

Kritik an Politik und Ideologie

Zwölf Prozent der Nutzer richten ihre Kritik vornehmlich an politische Entscheidungen und eine als ideologisch empfundene Förderung der Elektromobilität. Sie wünschen sich mehr Wahlfreiheit und sprechen sich gegen eine exklusiv positive Darstellung von E-Autos aus. Immer wieder kommen auch ethische Fragen etwa zum Rohstoffabbau zur Sprache. Einige sehen die im Artikel diskutierte Kälteproblematik als Beleg dafür, dass politische Lösungen nicht praxistauglich seien.

"Gute Lösungen setzen sich in einer funktionierenden Marktwirtschaft von alleine durch. Schlechte Lösungen werden nur angenommen, wenn man sie dauerhaft mit Subventionen pampert oder die Alternativen durch finanzielle Nachteile (Steuern etc.) ausbremst. Warum verteidigen eigentlich manche E-Fahrer ihr Auto wie eine Mutter mit zu viel Brutinstinkt ihr Kind? Wie gesagt, eine gute Lösung setzt sich von alleine durch."  Zum Originalkommentar

Diskussion zu Wirtschaftlichkeit

Mit elf Prozent kommentiert eine nennenswerte Gruppe die Wirtschaftlichkeit von E-Autos als unzureichend. Sie bemängeln hohe Anschaffungskosten, steigende Ladepreise und einen aus ihrer Sicht fragwürdigen Alltagsnutzen angesichts des Wertverlusts. Einige argumentieren, dass selbst wintertaugliche Wagen für Durchschnittsverdiener nicht erschwinglich sind. Die Gegenseite verweist auf Förderungen und niedrigere Betriebskosten, bleibt aber in der Minderheit.

"Die völlige technische und monetäre Überlegenheit von E-Autos im Überblick — Preis pro 100 km: Verbrenner etwa 9 Liter/100 km * etwa 1,70 €/L = etwa 16,00 €/100 km Stromer etwa 20 kW/100 km * etwa 0,65 €/kW = etwa 13 €/100 km Ersparnis rund 3 €/100 km. Bei einer durchschn. Jahreslaufleistung von 20.000 km also etwa 600 € p. a.! PLUS Steuerersparnis! PLUS Subvention! Mein BYD (Neupreis unter 30 T€ in der Vollausstattungsversion) kommt in zwei Wochen und der nichtsnutzige Verbrenner (Skoda, also VW, also Betrugssoftware, Bj. 2019) kommt (endlich) auf den Schrott."  Zum Originalkommentar

"Tolle Aussage. Wer E-Fahrzeuge über 50 k sein Eigen nennt, kann mit längerer Reichweite rechnen. Nur wer kann sich das leisten? Alle, die ein Eigenheim mit entsprechender Lademöglichkeit besitzen. Wobei bei dem derzeitigen Wetter die PV nicht in Frage kommt. Sollten die brennbaren Antriebsmöglichkeiten teurer werden, ist die nächste Frage, wofür gebe ich mein Geld aus, für Treibstoff oder Nahrungsmittel. Selbst da fragt man sich, wie teuer wird die Versorgung, wenn der Transport mit Verbrenner durchgeführt wird."  Zum Originalkommentar

"Die Reichweite wird meist überbewertet. Für den Durchschnittsmichel als Laternenparker im Mehrfamilienhaus kommt es darauf an, wie er nach Feierabend laden kann, das heißt, einen Ladeplatz findet, zu dem er dann nach drei oder vier Stunden nochmals hindackeln kann, um das Fahrzeug wegzufahren, und dann darf er noch um 22 Uhr einen Parkplatz suchen. Wenn er unterwegs laden will, dann tut er das für 67 Cent pro Kilowattstunde oder mehr. So sieht der Fortschritt aus."  Zum Originalkommentar

Kritik an E-Auto Technik und Infrastruktur

Acht Prozent der Leser beschäftigen sich in ihren Beiträgen vor allem mit technischen Schwierigkeiten, Risikoaspekten und einer aus ihrer Sicht nicht ausreichenden Ladeinfrastruktur. Die langen Ladezeiten bei Kälte, die Leistungsbeschränkung winterlicher Akkus und eine teils als mangelhaft empfundene Ausstattung von Ladesäulen stehen im Mittelpunkt. Gegenmeinungen betonen neue Wärmepumpen, besseres Batteriemanagement und Fortschritte im Energieverbrauch. Auch Vergleiche mit dem höheren Winterverbrauch von Verbrennern spielen eine Rolle.

"Uns nerven die LINKS 100 km/h schleichenden E-Fahrer, die Angst vor einer leeren Batterie haben.... Es muss weiterhin alle Technologien geben. Das beste ist nach wie vor der - in Jahrzehnten optimierte - Verbrenner, gefolgt vom Hybrid. Alles andere ist für den einen oder anderen Zweck sicher auch gut, sogar E-Technologie. ABER: nicht alles ist für alles optimal - so ist es einfach."  Zum Originalkommentar

"Ich fahre einen ID7 Pro S Tourer als Dienstwagen. Ein tolles Auto. Aber die Reichweite ist so gar nicht wie hier beschrieben. Ich kam gestern aus dem Urlaub zurück. Nach zwei Wochen war die Batterie kalt und der Ladestand bei 50 %. Laut Navi reichte das bei -3 Grad nicht aus, um von Frankfurt nach Koblenz zu fahren. Das sind nur 112 km. Für ein solches Auto sehr enttäuschend. Hinzu kam die Ladegeschwindigkeit beim Nachladen. Wegen des kalten Akkus und der kurzen Vorwärmzeit, via App vorwärmen kann man den Akku beim ID7 nicht, stand ich mit 50 kWh Ladegeschwindigkeit an der 300 kWh-Säule für 70 Cent pro kWh. Macht Elektro so Spaß? Nein! Meinen vorherigen Diesel hatte ich in 3,5 Minuten mit 1000 km voll und konnte Vollgas fahren. Mit meinem ID7 fahre ich nun max. 120 km/h, um überhaupt anzukommen."  Zum Originalkommentar

"Ein Verbrenner braucht im Winter auch mehr. Genauer betrachtet sogar viel mehr Energie als ein E-Auto. 8 Liter auf 100 km Verbrauch ist eine reine Energieverschwendung. Denn ein Liter Sprit hat einen Energiegehalt von ca. 8,8 kWh. Bei ca. 8 l auf 100 km verbraucht der Wagen 70 kWh auf 100 km. Ein vergleichbares E-Auto verbraucht hingegen selbst bei Frost nur ca. 25-28 kWh auf 100 km."  Zum Originalkommentar

Zustimmung zu Hybrid und Alternativen

Fünf Prozent der Nutzer sehen in Hybridfahrzeugen oder klassischen Verbrennern die praktikablere oder zumindest ergänzende Lösung. Sie argumentieren, dass Plug-in-Hybride im Alltag flexibel einsetzbar sind und als Kombination die Reichweitenangst mindern. Einzelne loben die Zuverlässigkeit konventioneller Antriebe bei kaltem Wetter. Einige sehen im Plug-in-Hybrid die Brückentechnologie, um heute schon elektrisch und morgen voll elektrisch fahren zu können.

"Für mich hat sich ein PHEV als die beste Lösung herauskristallisiert. Die meisten Fahrten kann ich elektrisch erledigen, wenn es weiter weg geht, muss ich mir keine Gedanken machen."  Zum Originalkommentar

"Mein Diesel macht bei allen Temperaturen 1000 km, „vollladen“ 5 min"  Zum Originalkommentar

"Macht auch mehr Bock, den alten 190D fünf Minuten vorglühen zu lassen."  Zum Originalkommentar

"Mein Diesel verbraucht im Sommer mehr als im Winter. Die Klimatechnik ist der Grund. Wenn überhaupt, dann nur Diesel-Hybrid."  Zum Originalkommentar

Sonstige Kommentare

Neun Prozent der Kommentare lassen sich keiner klaren Hauptperspektive zuordnen. Hier finden sich ironische, sich wiederholende oder breit gefächerte Beiträge, teils mit allgemeinen Bemerkungen zur Entwicklung der Elektromobilität. Auch Rückblicke, ironische Verweise auf den Mindestlohn oder kurze Alltagserfahrungen sind vertreten. Manche Kommentare greifen Themen der Hauptlager auf, ohne sich festzulegen.

"Ich wünsche allen E-Autorittern in den kommenden Tagen viel Vergnügen bei den angesagten Temperaturen. Wird mich wenig jucken, und vorgeglüht wird auch nix."  Zum Originalkommentar

"Bestätigung beim ID5. Hab mich richtig erschrocken, wie schlecht der Akku im Winter ist gegenüber einem Tesla Model Y mit LFP-Akku. Zum Glück nur geleast, sonst würde ich mich noch mehr ärgern."  Zum Originalkommentar

"Der Unterschied vom ID5 zum ID7 ist schon gewaltig. Nicht nur der Preis. Aber das allein zeigt mir, dass sich technisch was entwickelt. Und dass Abwarten und Tee trinken schon immer die beste ökonomische Strategie war und auch bleiben wird. Also zurücklehnen, zuschauen und abwarten, was die Zeit bringt."  Zum Originalkommentar

Ob kurze Pendelstrecke oder langer Winterurlaub – Leser liefern viele Perspektiven darauf, wie tauglich Stromer und Alternativen im Alltag wirklich sind. Wie sehen Sie das? Teilen Sie Ihre Meinung und Erfahrungen rund um die E-Mobilität bei Frost – und diskutieren Sie mit!

Hinweis: Die in diesem Artikel zitierten Kommentare geben ausschließlich die Meinungen unserer Leser wieder und wurden inhaltlich nicht verändert. Die Analyse, Auswertung und thematische Gruppierung der Kommentare erfolgt automatisiert mithilfe Künstlicher Intelligenz.
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