Politischer Aschermittwoch in Ettringen: CSU-Kreisverband diskutiert Schulden, Verteidigung und den ländlichen Raum

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CSU-Verantwortliche beim Politischen Aschermittwoch in Ettringen v.l.: Martin Osterrieder, Kreisvorsitzender; Robert Sturm, Ettringer Rathauschef; Tanja Schorer-Dremel, stellvertretende Generalsekretärin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende; Bundestagsneuling Dr. Florian Dorn und der Ettringer Ortsvorsitzende Ulrich Plukas. © Glöckner

In Ettringen stellte man über Nacht auf Fastenzeit um: Der CSU-Kreisverband lud zum Politischen Aschermittwoch mit Kässpatzen-Essen ins Lokal „Kellerberg“. Die herzhafte Fastenspeise und die ausgelegten „Söder-isst“-Hochglanzbroschüren boten den zahlreichen Gästen eine passende Grundlage für den Abend.

Ettringen – Als Ehrengäste waren der frisch gebackene Bundestagsabgeordnete des neuen Wahlkreises Memmingen-Unterallgäu Dr. Florian Dorn sowie seine CSU-Landtagskollegin Tanja Schorer-Dremel angekündigt.

Politischer Aschermittwoch in Ettringen mit Dorn und Schorer-Dremel

Dorn dankte ausführlich all seinen Unterstützern. Die Eichstätter Abgeordnete Schorer-Dremel, stellvertretende CSU-Generalsekretärin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, hielt die Hauptrede. Noch im Modus der Wahlanalyse widmete sie sich ausführlich den unterlegenen Parteien – mit Ausnahme von AfD und BSW – und beleuchtete die aktuell absehbaren Finanzoperationen der Berliner Verhandler einer möglichen Koalition.

Publikum bestimmt die Themen

Es war am Publikum, inhaltlich-programmatische Vorhaben der Partei genauer zu erfragen. Dorn und Schorer-Dremel räumten ein, dass es sich bei den geplanten „Sondervermögen“ letztlich um kreditfinanzierte Schulden handle, denen man mit Wirtschaftswachstum entgegenwirken wolle. Dorn verriet zudem, dass man die SPD erst von der Festlegung eines einprozentigen, am Bruttoinlandsprodukt orientierten Verteidigungshaushalts habe überzeugen müssen – ohne eine Obergrenze für zusätzliche Ausgaben.

Eine Lanze für den ländlichen Raum

Mit einem klaren Fokus auf regionale Themen meldete sich CSU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Christine Vogginger zu Wort. Sie forderte eine stärkere Berücksichtigung kommunaler Anliegen, insbesondere bei Krankenhäusern, Kindergärten und der Entwicklung des ländlichen Raums. Auch das Thema Bürokratieabbau kam zur Sprache.

Besonders still wurde es, als ein ehemaliger Bundeswehroffizier aus Mindelheim, der gefährliche Auslandseinsätze geleistet hatte, den Tränen nahe an die Verantwortung der Politik appellierte: Einerseits sollte sie sich für den Frieden einsetzen, andererseits für eine angemessene Ausrüstung der Bundeswehr.

Für musikalische Auflockerung sorgte der Siebnacher Musikverein unter Dirigent Simon Forster – und stellte sicher, dass trotz der ernsten Themen die Stimmung nicht zu kurz kam.

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wk

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