Zum Weltfrauentag 2025 führte die SPD Mindelheim durch die Ausstellung „Hilda Sandtner – Aufgemischt!“ im Textilmuseum. Die Besucherinnen lernten die Künstlerin und ihre Werke sowie die Interpretationen von Kunststudentinnen der Uni Augsburg kennen.
Mindelheim – Trotz strahlenden Frühlingswetters folgten viele interessierte Frauen am Weltfrauentag der Einladung der Mindelheimer SPD ins Textilmuseum. Bei der Begrüßung betonte die SPD-Ortsvorsitzende Claudia Miller, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern auch im Jahr 2025 in vielen Bereichen noch nicht erreicht sei. Obwohl bereits die Mütter des Grundgesetzes 1949 in Artikel 3 die Gleichstellung festschrieben, seien die praktischen Ungleichheiten weiterhin spürbar.
Weltfrauentag: Führung durch Ausstellung „Hilda Sandtner – Aufgemischt!“ im Mindelheimer Textilmuseum
Als Beispiele nannte Claudia Miller unter anderem die geringe Anzahl von Frauen in (Kommunal-)Parlamenten, die schlechtere Bezahlung bei gleicher Arbeit und oftmals besserer Ausbildung als ihre männlichen Kollegen sowie die schwierigeren beruflichen Perspektiven nach der Elternzeit. Hinzu komme die ungleiche Verteilung der unbezahlten Care-Arbeit und die daraus resultierende niedrige Rente für viele Frauen. Darüber hinaus propagierte eine in weiten Teilen rechtsextreme Partei mit über 22 % der Stimmen bei der Bundestagswahl in Mindelheim ein rückwärtsgewandtes, frauenfeindliches Familienbild. „Der Weltfrauentag ist daher leider nötiger denn je“, so Claudia Miller.
Im Anschluss führte Friederike Haber, die Leiterin der Mindelheimer Museen, die Besucherinnen durch die Ausstellung „Hilda Sandtner – Aufgemischt!“. In der Dauerausstellung, die Werke der Künstlerin Hilda Sandtner präsentiert, wurden Arbeiten von Kunststudentinnen der Uni Augsburg integriert, die Sandtners Werke auf ihre eigene Weise interpretierten und weiterentwickelten.
Museumsleiterin Haber erklärte anschaulich das Leben und die Kunst von Hilda Sandtner, die sich in einer von Männern dominierten Kunstwelt stets durchsetzen musste. Trotz vieler Hindernisse erreichte sie ihre Ziele, darunter die Gründung eines eigenen Museums. Die Kunststudentinnen beeindruckten die Besucherinnen mit ihren kreativen Arbeiten, die Sandtners Werk modern interpretierten. Zum Abschluss bedankten sich die Teilnehmerinnen bei Friederike Haber für die sehr informative und spannende Führung.
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