Elektroauto-Batterie im Winter: Wie man Energie und Geld für die Reichweite spart

  1. Startseite
  2. Wirtschaft

Kommentare

Die Reichweite eines Elektroautos sinkt bei winterlichen Bedingungen. Jedoch gibt es mehrere Möglichkeiten, dass die Batterie weniger belastet und Energie gespart wird.

Graz/München - Sobald die Temperaturen fallen und Schneeflocken die Straßen bedecken, stehen Elektroauto-Besitzer vor besonderen Herausforderungen: Denn Kälte und winterliche Bedingungen wirken sich auf die Batterieleistung und damit auch auf die Kosten aus. Wer jedoch die Besonderheiten der E-Mobilität versteht, kann entspannt durch die kalte Jahreszeit fahren.

So verändern sich bei frostigen Temperaturen die Eigenschaften der Batteriezellen: Der innere Widerstand steigt und die Wärme für die Fahrgastzelle muss zusätzlich erzeugt werden. Diese Faktoren führen dazu, dass laut ADAC-Tests die Reichweite von E-Autos im Winter je nach Modell um etwa 15 bis 25 Prozent sinken kann.

Wie Elektroautos im Winter Energie bei der Batterie sparen

Beim Verbrennerauto ist das im Gegensatz zum E-Auto kein Problem, weil die Abwärme vom Motor zum Heizen verwendet wird. Dazu ist auf längeren Strecken ist der Energieverlust weniger spürbar. Ist das Auto nämlich aufgeheizt, muss nur noch die Temperatur gehalten werden. Im Winter haben Elektroautos also Nachteile bei der Reichweite.

Doch es gibt laut der Beratungsagentur Next Level Energy clevere Strategien, die dem entgegenwirken: Moderne E-Autos verfügen über Wärmepumpen-Systeme, die effizienter arbeiten als klassische Heizungen. Dazu wurde das Batteriethermalmanagement verbessert: Sobald die Batteriezellen auf Betriebstemperatur gebracht sind, sinkt der innere Widerstand und der Energieverbrauch reduziert sich. Das verlängert die Reichweite spürbar.

Elektroautos benötigen im Winter mehr Strom. Es gibt jedoch mehrere Tricks, die Reichweite an kalten Tagen zu verlängern
Elektroautos benötigen im Winter mehr Strom. Es gibt jedoch mehrere Tricks, die Reichweite an kalten Tagen zu verlängern. © HalfPoint Images/IMAGO

Reichweite bei E-Autos im Winter verlängern: Vorheizen beim Laden

Ein weiterer Tipp ist das Vorheizen des Innenraums während des Ladevorgangs. Hierbei wird die Energie direkt von der Ladestation bezogen, sodass die Batterie geschont wird. Viele Hersteller bieten hierfür Smartphone-Apps an, mit denen das Vorheizen gesteuert werden kann.

Auch der Ladevorgang gestaltet sich bei Kälte etwas anders. Kalte Batterien laden langsamer, da sie den Strom bedächtiger aufnehmen. Deshalb empfehlen Experten, das Fahrzeug möglichst direkt nach einer Fahrt zu laden, wenn die Batterie noch warm ist. Einige Modelle unterstützen diesen Prozess mit einer intelligenten Akkuheizung, die vor dem Ladevorgang aktiviert wird.

Auch effizientes Heizen im Innenraum spielt eine wichtige Rolle:

Sitzheizung und Eco-Modus können Reichweite der Elektroauto-Batterie erhöhen

Sitz- und Lenkradheizung alleine verbrauchen weniger Energie als die Aufheizung des gesamten Innenraums. Oftmals kann dies schon reichen, um für eine angenehme Temperatur zu sorgen, schildert der österreichische Spezialist für E-Ladesäulen. Zusätzlich sorgt der Eco-Modus bei Elektroautos für optimierte Systemeinstellungen und sanftere Beschleunigung, was die Reichweite erhöht.

Eine häufige Sorge von E-Auto-Fahrern betrifft längere Staus bei eisigen Temperaturen. Tests zeigen jedoch, dass selbst bei tiefen Minusgraden moderne Elektrofahrzeuge über Stunden eine angenehme Innenraumtemperatur aufrechterhalten können, ohne dass die Batterie kritische Ladezustände erreicht.

Dennoch ist eine vorausschauende Reichweitenplanung im Winter unerlässlich – eine Aufgabe, die durch die stetig wachsende Ladeinfrastruktur zunehmend erleichtert wird. (PF)

Auch interessant

Kommentare

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/wirtschaft/elektroauto-batterie-im-winter-wie-man-energie-und-geld-fuer-die-reichweite-spart-zr-93453372.html