Mann wird von Schneeball getroffen und alarmiert die Polizei

In Jena, einer deutschen Universitätsstadt in Thüringen, wurde die Polizei zu einem äußerst ungewöhnlichen Notfalleinsatz gerufen. Ein Mann hatte den Notruf gewählt, weil er von einem Schneeball getroffen worden war. In der Polizeimeldung heißt es: "Im Bereich der Bernhard-Prager-Gasse in Apolda wählte eine männliche Person den Notruf, da sie von einer weiteren Person angegriffen wurde.“

Die Landespolizeiinspektion Jena schickte einen Einsatzwagen zum Tatort. "Die eingesetzten Beamten konnten den Anrufer und den vermeintlichen Täter bei ihrem Eintreffen vor Ort feststellen", heißt es weiter. 

Jena
Der Polizeieinsatz ereignete sich in Jena (Archivbild) Getty

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. "Im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen stellte sich heraus, dass der Täter einen Schneeball warf, welcher den Geschädigten am Arm traf", heißt es weiter in der Meldung. "Dieser erlitt Schmerzen, blieb jedoch unverletzt." 

Winter in Deutschland: So geht es weiter 

Das Schneeballwetter könnte schon bald vorbei sein: Nach dem starken Schneefall entspannt sich allmählich die Lage. Doch die winterliche Ruhe ist nur von kurzer Dauer: Bereits ab Montag setzt massives Tauwetter ein. Die Schneedecke, die vielerorts bis zu 40 Zentimeter mächtig ist, beginnt von Westen her schnell zu schrumpfen. "Bis Mittwoch soll die Schneedecke komplett weg sein", erklärt Meteorologe Jan Schenk im Gespräch mit FOCUS online. 

Verantwortlich ist eine Warmluftblase aus Südwesten, die Temperaturen von zehn bis 15 Grad bringt - ein regelrechter Frühlingseinbruch. Doch trotz des milden Wetters warnt Schenk: "Den Winter sollte man dieses Jahr nicht so schnell abschreiben. Der Polarwirbel wird wahrscheinlich nächste Woche noch einmal gestört, dann könnten wir noch mal Schnee und Eis bekommen – Ende Januar oder Anfang Februar."

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