Die PVK wird noch teurer: So sparen Sie jetzt über 300 Euro

Elisabeth Kahrmann soll ab dem 1. Januar 2026 bei ihrer Krankenversicherung 126 Euro mehr pro Monat zahlen. Die Rentnerin fragt sich, wie sie sich das künftig leisten soll. Noch heftiger trifft es Christian Dewerth. Der 53-Jährige erhält von seiner Versicherung ein Erhöhungsschreiben auf 1.203 Euro Monatsbeitrag – und für ihn ist das längst nicht die erste Anpassung.

Hunderte solcher Schreiben landen aktuell auf meinem Tisch. Die Muster sind immer gleich: alte, geschlossene PKV-Tarife werden überdurchschnittlich teuer, neue Tarifgenerationen dagegen jahrelang geschont. Das führt zu enormen Belastungen – besonders für langjährig Versicherte.

Warum einige Tarife explodieren – und andere stabil bleiben

Viele Versicherer haben über Jahre immer wieder neue Tarifserien eingeführt. Diese wirken zu Beginn überraschend günstig, weil sie mit einem jungen, gesunden Kollektiv kalkuliert werden. Die älteren Bestände dagegen altern weiter, werden kleiner – und müssen immer höhere Gesundheitskosten tragen.

Dieter Homburg berät seit über 25 Jahren Menschen zu privater Krankenversicherung und Risikoabsicherung – mit Schwerpunkt auf langfristiger Beitragsstabilität und Bezahlbarkeit. Er prüft für privat Versicherte kostenlos, ob bestehende PKV-Verträge bei gleichen Leistungen oft mehrere Tausend Euro pro Jahr günstiger gestaltet werden können, und unterstützt insbesondere junge Menschen dabei, eine langfristig stabile private Krankenversicherung zu finden. Er ist Autor des Bestsellers „Altersvorsorge für Dummies“ und Teil des EXPERTS Circle.

Was Betroffene sofort tun können

Ein Beispiel, das zeigt, wie groß die Hebel wirklich sind:

Bei Christian Dewerth wurden die alten Tarife seiner Gesellschaft bereits mehrfach geschlossen. Seine Versicherung hat inzwischen eine neue Tarifserie aufgelegt. Dort sitzen heute die jungen, gesunden Neukunden – und Christian darf gesetzlich in diese Tarife wechseln, geregelt über § 204 Versicherungsvertragsgesetz. Lässt man die Leistung gleich, sinkt Christians Beitrag im internen Tarifwechsel um über 300 Euro pro Monat

Genau solche Fälle sehen wir täglich. Viele Versicherte zahlen seit Jahren zu viel, weil sie nie erfahren haben, welche Optionen sie haben – oder weil ihnen die Versicherer nur ein Bruchteil der tatsächlich verfügbaren Alternativen nennen.

Kinder: Der meist unterschätzte Kostenhebel

Ein weiterer Punkt betrifft Kinder. Viele Eltern übersehen, dass Kinder nicht beim gleichen Versicherer wie die Eltern versichert sein müssen. Kindertarife wurden zuletzt bei vielen Gesellschaften stark erhöht – teils verdoppelt.

Wechselt ein Kind in einen günstigen, modernen Tarif eines anderen Anbieters, sind 50 bis 100 Euro Ersparnis pro Monat völlig normal. Ein Kind, das heute 260 Euro kostet, sollte eigentlich unter 180 Euro liegen. Die Rechnungsabwicklung erfolgt einfach über eine zusätzliche App – ohne bürokratischen Aufwand.

Gerade bei Familien mit zwei oder drei Kindern reden wir schnell über vierstellige Einsparungen pro Jahr, ohne auch nur eine Leistung zu verlieren.

Warum 2026 so viele trifft

Die steigenden Gesundheitskosten – insbesondere im Krankenhaus, im Pflegebereich und in der Psychotherapie – wirken mittlerweile in fast allen Kollektiven. Dazu kommt, dass viele Tarife lange nicht erhöht wurden, weil die gesetzliche 5-%-Schwelle nicht ausgelöst war. Wird sie überschritten, müssen alle Vorjahreseffekte auf einmal eingerechnet werden. Das führt zu genau den Sprüngen, die Versicherte jetzt erleben.

Fazit

2026 wird ein schwieriges Jahr für viele privat Versicherte. Aber: Hohe Beitragserhöhungen bedeuten nicht automatisch, dass die PKV unattraktiv wird. Entscheidend ist, ob man im richtigen Tarifkollektiv sitzt.

Wer seine Tarifwelt sauber prüft – und Kinder separat betrachtet –, kann in vielen Fällen mehrere Hundert Euro pro Monat sparen, ohne Leistungen zu verlieren. Die gesetzlichen Möglichkeiten sind da. Man muss sie nur kennen und strategisch nutzen.

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