Der amerikanische Autor und Unternehmer Kimanzi Constable ist seit ein paar Jahren Millionär. Doch mit dem Reichtum kamen private Konflikte. "Als ich eine Million Dollar verdient hatte, fragten Freunde und Familie ständig nach Geld", erzählt der Chef einer PR-Plattform in einem Essay für den "Business Insider". Mehrere Beziehungen zerbrachen daran.
Mit dem steigenden Vermögen kamen die Anfragen
Constable wuchs als Amerikaner der ersten Generation in einer Einwandererfamilie auf. Schon mit 18 Jahren gründete er sein erstes Unternehmen im Lieferbereich. Als das Geschäft erfolgreich wurde, bekam er die ersten Anfragen aus seinem Umfeld.
"Mir wurde oft vorgeworfen, ich sei gierig"
Freunde und Verwandte baten um Kredite oder Geldgeschenke. Sie erwarteten, dass er gemeinsame Abende bezahlte. Auch Angehörige aus Kenia baten immer häufiger um Geld, wie er in dem "Business Insider"-Artikel schreibt. "Mir wurde oft vorgeworfen, ich sei gierig", sagt Constable. Lange habe er geglaubt, sein Wert bestehe nur darin, andere finanziell zu helfen.
Erst durch die Therapie habe er gelernt, dass er Menschen nicht finanziell unterstützen müsse, sagt er. Constable erkannte, dass geringes Selbstwertgefühl und Verlustängste dazu führten, dass er sich ausnutzen ließ.
Millionär bricht Kontakt zu Freunden ab
Als Konsequenz brach er den Kontakt zu zwei engen Freunden ab und wies auch Familienmitglieder wiederholt ab. In mehr als zwei Jahrzehnten beruflichen Erfolgs habe er gelernt, echte von oberflächlichen Beziehungen zu unterscheiden. Diese Lektion sei unbezahlbar.
Auch der Multimillionär und Gründer Jeremy Barker kämpft wegen seines Reichtums mit sozialen Problemen. Seine alten Beziehungen leiden unter seinem finanziellen Erfolg und seinen Prioritäten.