"Können die eigentlich etwas anderes, als Lösungen zu verschieben?"

Ein Kompromiss der Koalition zum Heizungsgesetz sorgt erneut für Unklarheit. In der Community ringen die User um die Folgen für Politik, Bürger und Energiewende. Im Mittelpunkt stehen harte Kritik an der Regierungsführung, Zweifel an der Umsetzbarkeit des Gesetzes und Fragen nach dem Nutzen der Klimapolitik. Auch die möglichen Kosten belasten viele, ebenso die Sorge, dass Namenswechsel und kleine Reformen keine echten Lösungen bringen.

Kritik an politischer Führung

Viele Leser äußern Unmut über die Arbeit der Bundesregierung. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe mangelnder Kompetenz, fehlender Bürgernähe und eines Regierungsstils, der als unentschlossen wahrgenommen wird. Immer wieder wird kritisiert, politische Entscheidungen würden vertagt, Reformen nur halbherzig angegangen und Konflikte innerhalb der Koalition zu sehr nach außen ausgetragen. Das Beispiel des Heizungsgesetzes dient vielen als Beleg für eine Politik, die nach ihrer Einschätzung Orientierung vermissen lässt. Die Regierung betont zwar regelmäßig Handlungsdruck und Reformbereitschaft, doch das Vertrauen weiter Teile der Bevölkerung bleibt angekratzt. 

"So etwas passiert, wenn sich Laien und Amateure mit Dingen befassen, von denen sie keine Ahnung haben."  Zum Originalkommentar

"Rente, Gesundheit, Bürgergeld, können die eigentlich überhaupt noch etwas anderes, als Lösungen zu verschieben? Es ist doch mittlerweile nur noch unerträglich, was da aus Berlin kommt."  Zum Originalkommentar

"Wer bis jetzt noch nicht begriffen hat, dass es der CDU nie darauf ankam, ihre Wahlversprechen einzuhalten, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Spätestens als klar wurde, dass die CDU mit der SPD eine Koalition eingeht, hätte den Wählern ein Licht aufgehen müssen ..."  Zum Originalkommentar

Kritik an Heizungsgesetz Umsetzung

Der weiter schwelende Konflikt beim Heizungsgesetz sorgt bei vielen Lesern für Verunsicherung. Sie bemängeln fehlende Klarheit, verschobene Entscheidungen und unklare Zeitpläne. Hausbesitzer sehen sich in einer Lage, in der weder technische Vorgaben noch Förderbedingungen langfristig verlässlich erscheinen. 

"(...) warum sollte das GEG nicht abschaffbar sein? Es gab auch eine Zeit vor GEG. Weiterhin tut man sich offenbar mit der Realität schwer. Der Klimawandel findet statt und der einzige wichtige Aspekt bzgl. CO2 ist der globale CO2-Ausstoß ..."  Zum Originalkommentar

"Mich wundert, dass die Vorgaben dieses Gesetzes gar nicht zu erfüllen sind. 65 % aus erneuerbaren Energien ist nicht möglich. Zum einen ist Energie nicht erneuerbar, zum anderen gibt der deutsche Energiemix gar keine 65 % her"  Zum Originalkommentar

"(...) Was die Politik zu tun hat, ist ein Gesetz zu erlassen, das die Reduktion des CO2-Ausstoßes in einer umsetzbaren, realistischen, machbaren Zeitrampe vorgibt. Und das stabil über einige Jahrzehnte ist. Das kostet keine Subvention, die Betroffenen verstehen es und die Handwerker und Ingenieure finden eine Unzahl von Lösungen dafür, vielleicht sogar Patente! Politiker nicht ..."  Zum Originalkommentar

Skepsis gegenüber Gesetzesänderungen

Dieses Lager betrachtet die angekündigten Anpassungen am Heizungsgesetz mit Misstrauen. Sie sehen im Handeln der Regierung symbolische Politik, die Erwartungen schürt, aber kaum strukturelle Probleme löst. Aus ihrer Sicht fehlt ein klarer Kurs, der langfristig Bestand hat und technische wie wirtschaftliche Realitäten berücksichtigt. Tatsächlich ist die Reform ein komplexes Gesetzgebungsvorhaben, das verschiedene Ebenen – von Energiepreisen über kommunale Planungen bis zu europarechtlichen Vorgaben – miteinander verbindet. 

"GMG statt GEG - die Verhöhnung der Bürger kennt inzwischen keine Grenzen mehr."  Zum Originalkommentar

"Das Problem ist, die Novelle Harbecks war vernünftig. Die CDU/CSU hat aus populistischen Gründen zusammen mit einigen Medien dagegen gehetzt. Sie hat versprochen, die Novelle aufzuheben. Das ist aus Klimagründen gar nicht möglich. In solche Fallen gerät man, wenn Parteiinteressen vor das Landeswohl gestellt werden."  Zum Originalkommentar

"Wer etwas anderes erwartet hat, ist wieder enttäuscht worden, oder auch nicht, denn eine verlässliche Änderung des Heizungsgesetzes wird es mit dieser Regierung nicht geben ..."  Zum Originalkommentar

Kritik an Klimaschutzpolitik

Ein Teil der Leser bezweifelt die Wirksamkeit der derzeitigen Klimapolitik. Sie argumentieren, dass nationale Maßnahmen nur begrenzten Einfluss hätten und technische Vorgaben im Gebäudesektor nicht überall realistisch umsetzbar seien. Auch Belastungen für Haushalte oder die Leistungsfähigkeit der Stromnetze werden hinterfragt. 

"Erst mal Atomkraftwerke vor jeder Stadt aufstellen, bevor man Erdgas stilllegt. Oder man liefert Wasserstoff als Ersatz für Hybridheizungen. Wobei, nahezu kein Mehrfamilienhaus bekommt seitens Stadtwerke einmal genug Strom, um 100 % Wärmepumpe zu betreiben, der Hausanschluss und das kommunale Netz der Wohnquartiere wurde nie dafür ausgelegt ..."  Zum Originalkommentar

"Es muss Energie gespart werden. Das ist richtig. Gleichzeitig verbrauchen riesige Rechenzentren Unmengen von Strom, für KI, TikTok, Facebook und sonstigen meist nutzlosem Kram. Lediglich KI kann in Grenzen als nicht nutzlos betrachtet werden."  Zum Originalkommentar

"(...) Die Kosten im Vermietungsbereich werden drastisch sein und zu hohen Mietpreissteigerungen führen ..."  Zum Originalkommentar

Kritik an Kosten und Belastungen

Viele Leser fürchten hohe Investitionen, steigende Nebenkosten und Unsicherheiten bei der Förderung. Besonders ältere Eigentümer oder Menschen mit geringem Einkommen sehen sich ohne ausreichende finanzielle Unterstützung vor kaum lösbare Aufgaben gestellt. Tatsächlich sind staatliche Beihilfen vorgesehen, doch deren konkrete Ausgestaltung und Verfügbarkeit sorgen weiterhin für Verunsicherung. Auch mögliche Auswirkungen auf Mieten, Immobilienpreise und kommunale Netze werden kritisch bewertet. 

"Wir müssen an unserer Wärmepumpe (für die wir uns komplett ohne Förderung schon vor Jahren entschieden hatten) jedes Jahr einen Dichtigkeitscheck durchführen, nur um nachzuweisen, dass die Leitung dicht ist ..."  Zum Originalkommentar

"Ich bin mal gespannt, wer das alles bezahlen soll. Ich musste 2019 die Therme (Gas) wechseln und kam zur Beratung, ob ich stattdessen Wärmepumpe nehmen soll. Kosten (ab) 60.000 €. Neue Gas-Therme 5.000 €. Es wurde mir das erste abgeraten (Heizungsberater). Ich hätte (und werde) so viel Geld nicht haben, auch mit staatlichen Zuschüssen. Was nun? Ich bin, glaube ich, nicht der einzige...."  Zum Originalkommentar

"(...) Ob das Gesetz Sinn macht oder nicht, die erforderlichen Maßnahmen kann sich kein Normalsterblicher leisten. 70 Jahre alt, ein Leben lang für das Haus Baujahr 1970 auf alles verzichtet und nun Heizkessel defekt. In vielen Fällen muss das Haus dann verkauft werden, weil die Investsumme bekommt man in dem Alter nicht mehr"  Zum Originalkommentar

Unterstützung für pragmatische Lösungen

Ein kleines Lager fordert einen praktisch orientierten Umgang mit dem Thema Heizen. Statt grundlegender Verbote oder zahlreicher Detailvorgaben wünschen diese Leser klare Zielwerte und stabile Rahmenbedingungen über mehrere Jahre. Sie plädieren dafür, funktionierende Systeme weiterlaufen zu lassen und neue Technik dort einzusetzen, wo sie wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist. 

"Wer einigermaßen bei Verstand ist, lässt seine funktionierende Heizung erstmal weiterlaufen bzw. ersetzt sie, wenn es denn jetzt sein muss, durch eine Wärmepumpe ..."  Zum Originalkommentar

"Ich habe in alle Mietwohnungen E-Heizungen auf IR-Basis einbauen lassen. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen Mieter und Versorger. Ich habe keine Diskussionen mehr über die Nebenkosten und der Mieter steuert seinen Verbrauch selber. Wenn der Anteil der EE auf 100 % steigen sollte, stört es mich nicht. Wenn er bei 50 % stagniert, ist es mir auch wurscht."  Zum Originalkommentar

Sonstiges

Diese kleine Gruppe von Beiträgen enthält lose Gedanken, humorvolle Einwürfe oder kommentierende Nebenbemerkungen ohne klaren Bezug zum Heizungsgesetz.

Ihre Meinung ist gefragt: Heizungsgesetz – wohin führt der Kurs? Wie bewerten Sie die Reformbestrebungen der Regierung – ist mehr Klarheit, echte Veränderung oder einfach mehr Transparenz nötig? Diskutieren Sie mit und bringen Sie Ihre Perspektive in die Debatte ein!

Hinweis: Die in diesem Artikel zitierten Kommentare geben ausschließlich die Meinungen unserer Leser wieder und wurden inhaltlich nicht verändert. Die Analyse, Auswertung und thematische Gruppierung der Kommentare erfolgt automatisiert mithilfe Künstlicher Intelligenz.
Wegen eines alten Fehlers verrenkt sich die Koalition beim Heizungsgesetz
Jetzt mitreden