Aschheims neuer Bürgermeister heißt Florian Meier: Morgen ist sein erster Tag im Rathaus

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Umringt von Gratulanten: Aschheims neuer Bürgermeister Florian Meier (CSU) mit seiner Frau Kerstin (im roten Kleid) und CSU-Landtagsabgeordneten Maximilian Böltl (dazwischen). © Nico Bauer

Der Nachfolger von Thomas Glashauser steht fest: Der CSU-Kandidat Florian Meier gewinnt mit 56 Prozent, er war aufgeregter als beim ersten Durchgang.

„Stichwahlen haben ihre eigenen Gesetze“, sagte Florian Meier (CSU) nach seiner Wahl zum neuen Bürgermeister der Gemeinde Aschheim und war einfach nur erleichtert. Nach einem überragenden Erfolg bei der ersten Wahl war der Tag der Entscheidung zwei Wochen später kein Selbstläufer. Dem Zweiten Bürgermeister Robert Ertl (FW) gelang durchaus eine Aufholjagd, aber am Ende hatte Florian Meier noch einen Vorsprung von 468 Stimmen. Und das zählte am Stichwahltag.

Bürgermeisterwahl in Aschheim: 3937 Bürger haben gewählt

3937 Wähler sorgten für eine eher schwache Wahlbeteiligung von 55,6 Prozent, was noch einmal etwas weniger als beim ersten Wahlgang mit drei Kandidaten war (59,0 Prozent). Florian Meier erhielt 2197 Stimmen (56,0 Prozent) und Robert Ertl 1729 (44,0 Prozent). Nach der ersten Wahl und der zwei Partei-Empfehlungen für Meier (Grüne, SPD) war das eher überraschend. „Die Wähler halten sich nicht so an diese Empfehlungen“, sagte Robert Ertl. „Ich habe ordentlich aufgeholt“, lautete sein Fazit, „also bin ich auch zufrieden.“

Florian Meier hatte beim ersten Wahlgang 2001 Stimmen bekommen und war diesmal als Favorit weit angespannter als vor zwei Wochen. „Als ich bei meinen Stimmen die Zwei vorne dran gehört habe, ist alles von mir abgefallen“, sagte Meier. Im Gegensatz zum ersten Wahltag brach er nicht in Jubel aus, sondern fiel seiner Frau Kerstin erleichtert in die Arme. Bis zur Bekanntgabe tappte er im Dunkeln – und dann kam er in einer Sekunde am Ziel seiner Träume an.

Die beiden Kandidaten: Robert Ertl (FW) war einer der ersten, der Florian Meier (r.) zum Sieg gratuliert hat.
Die beiden Kandidaten: Robert Ertl (FW) war einer der ersten, der Florian Meier (r.) zum Sieg gratuliert hat. © Nico Bauer

Mit der gewohnten Aschheimer Tradition wurde auch diesmal das Ergebnis bekanntgegeben. Die Rathaus-Mitarbeiter trugen die ausgezählten Stimmzettel durch die wartende Masse im Foyer und nicht die kleinste Wasserstandsmeldung drang nach außen. Der Gemeinde-Geschäftsleiter und Wahlleiter Christian Schürer postierte sich zum Finale auf der Treppe und las das Ergebnis mit der Betonung, dass Aschheim nun seinen vierten Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg habe, vor. Schürer zog sich nach der Bekanntgabe mit dem Wahlausschuss zurück, um das Ergebnis auch offiziell festzustellen. Vor dieser internen Sitzung informierte er Florian Meier noch offiziell, dass Montag, 16. Dezember, sein erster Arbeitstag sei: „Ich erwarte Sie im Rathaus.“

Als ich bei meinen Stimmen die Zwei vorne dran gehört habe, ist alles von mir abgefallen.

Florian Meier bekannte nach der finalen Wahl, „dass ich deutlich nervöser als am ersten Wahltag war“. Nach dem deutlichen Ergebnis mit nur 80 Stimmen zur absoluten Mehrheit sei es schwer gewesen, die Wähler noch einmal zur Wahl zu motivieren. Das genaue Ergebnis hatte eher eine untergeordnete Bedeutung: „Ich bin einfach nur hoch glücklich, es geschafft zu haben.“ In der Stunde des Sieges reichte er dann auch den Bürgern von Aschheim und Dornach die Hand, die ihn nicht gewählt haben: „Ich möchte der Bürgermeister für 100 Prozent der Menschen in der Gemeinde sein.“ Er betonte auch den Wunsch einer konstruktiven Zusammenarbeit im Gemeinderat. Nach der Wahl feierte der neue Bürgermeister mit Familie und Helfern, aber danach wartet die Arbeit. In Aschheim gibt es reichlich Baustellen für den neuen Rathauschef.

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