Ob eine Inklusionsgaststätte, die Bauarbeiten für den Schulcampus oder Wohnraum für Einheimische: Oberhaching setzt in diesem Jahr auf Projekte, die das Leben in der Gemeinde lebenswerter machen sollen.
Oberhaching - Auf ein Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen zur 1275-Jahr-Feier blicken die Oberhachinger zurück. Mit Ausstellungen, Umzügen, Reisen durch die lange Historie des Ortes, einem modernen Heimatbuch oder einer OHA-App mit Touren durch Oberhaching sollte das Wir-Gefühl der Menschen und Zusammenhalt gestärkt werden. Vor allem sollte das Festjahr aber auch junge Leute begeistern und damit „den Grundstock für die 1300-Jahr-Feier legen“, wie Bürgermeister Stefan Schelle betont. Parallel schreiten in diesem Jahr aber auch laufende Projekte voran und neue entwickeln sich.
Aus Bahnhof wird Inklusions-Gaststätte
So wird bereits jetzt im Januar die Sanierung des historischen Bahnhofsgebäudes beginnen. Dort entsteht eine Inklusions-Gaststätte, wo Menschen mit Behinderungen eine Ausbildung im Gastro-Bereich machen können. Im 1. Obergeschoss wird es Veranstaltungsräume geben und im Dachgeschoss eine WG für die Azubis. Zudem entsteht im Außenbereich ein kleiner Biergarten und ein Kiosk sowie Sanitäreinrichtungen für die Fahrgäste der S-Bahnen. Schon im Sommer soll die Einweihung stattfinden.
Neues Gasthaus im alten „Festl-Wirt“
Parallel schreiten die Planungen für den ehemaligen „Festl-Wirt“, wo in den letzten Jahren das Lokal „Aphrodite“ noch beheimatet war, voran. Die Gemeinde hat das Grundstück erworben und stellt derzeit die Planungen fertig. An gleicher Stelle soll ein bürgerliches Gasthaus gebaut werden, das ein echter Treffpunkt für alle Generationen werden soll. Auch für Stammtische und Kartenspiel-Runden soll dort ein Zuhause entstehen, was heutzutage von vielen Gasthäusern nicht mehr angeboten wird. Der Biergarten mit seinen großen Kastanienbäumen bleibt erhalten. Im nächsten halben Jahr wird überlegt, wer investiert und in welcher Form. Die Idee ist, dass auf diese Weise rund um den Bahnhof eine positive und lebendige Struktur entsteht“, meinte Schelle.
Schulcampus schreitet voran
Dazu gehört auch der Schulcampus, der auf der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofs gebaut wird. Im Augenblick entsteht der Rohbau für die Realschule und soll im Dezember 2025 beendet sein. Im Februar 2027 wird die neue Realschule offiziell dem Zweckverband übergeben, so dass die Schüler der Realschule im Schuljahr 2027/28 dort starten können. Zug um Zug folgen parallel die Baumaßnahmen für die FOS, die Mensa, die Turnhalle und der Bau der Tiefgarage.
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Bezahlbarer Wohnraum
Die Planungen für eine neue Wohnbebauung für Einheimische am Grünwalder Weg schreiten voran. Dort sollen rund 40 Mietwohnungen sowie eine Tagespflege errichtet werden. „Wir brauchen für unsere Bürger dringend bezahlbaren Wohnraum und keine Wohnungen zu bauen ist keine Alternative“, meinte Schelle. Das Baugebiet finanziert sich zum Teil auch durch den freien Verkauf einiger Grundstücke auf dem Areal, deren Gewinne in das Projekt fließen.
Sanierung des Pfarrzentrums
Die seit Jahren überlegte und dringend nötige Sanierung des Pfarrzentrums St. Bartholomäus geht nun in die Planungsphase. Die Gemeinde übernimmt das Areal im Erbbaurecht vom Ordinariat und plant neben der Sanierung selbst auch den teilweisen Neubau der Kindertagesstätte sowie den Umbau des Pfarrzentrums.
Geothermie weiter ausbauen
Die Projektierung für die dritte und vierte Bohrung geschieht derzeit. Damit sollen in Zukunft sowohl die Fernwärme als auch die Produktion von Strom erhöht werden. Zudem arbeitet man an der Vernetzung aller geothermischer Projekte im südlichen Landkreis, um sich gegenseitig besser unterstützen zu können.