Dießener Carl-Orff-Schule hat ein akutes Raumproblem

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Michael Kramer, Leiter der Dießener Carl Orff-Schule, macht in einem Brandbrief auf das akute Raumproblem der COS aufmerksam. © Roettig

Es liest sich wie ein Hilferuf und soll wohl eine deutliche Aufforderung an den Marktgemeinderat sein, bei der Erweiterung der Carl-Orff-Schule endlich Gas zu geben: Michael Kramer, Leiter der COS, spricht in einer Pressemitteilung zu Beginn des neuen Schuljahres von einem akuten Raumproblem.

Dießen - Den Handlungsdruck verdeutlicht Kramer mit der Zahl von derzeit 722 Schülerinnen und Schülern. Damit gehöre die COS zu den größten Grund- und Mittelschulen im Regierungsbezirk Oberbayern, wobei die Räume schon längst nicht mehr ausreichen: „Seit mehr als zehn Jahren ist klar, dass wir zusätzlich Platz brauchen. Inzwischen ist die Situation akut!

Raumnot in der Dießener Carl-Orff-Schule: Musikraum wird zum Klassenzimmer

Alle Klassenzimmer, Fachräume, Mensa und selbst die Lagerräume seien belegt. Gruppenräume oder Räume zur Differenzierung gebe es schon seit geraumer Zeit fast keine. „Damit fehlt eine wichtige Voraussetzung für die individuelle Förderung der Schüler. Gerade in heterogenen Klassen ist es notwendig, kleinere Lerngruppen zeitweise auszulagern, gezielte Unterstützung zu geben oder besondere Förderangebote durchzuführen“, so Michael Kramer. Ohne diese Räume bleibe differenzierter Unterricht erschwert und die pädagogische Qualität leide temporär. Selbst das Mobiliar könne nicht mehr ordnungsgemäße verstaut werden, was aus Sicht des Brandschutzes problematisch sei. „Aus all diesen Gründen muss im neuen Schuljahr sogar der Musikraum als Klassenzimmer herhalten. Eine Lösung, die pädagogisch wie organisatorisch alles andere als optimal ist“, ergänzt Michael Kramer.

Um die steigenden Schülerzahlen abzufedern, gab es in den vergangenen Jahren Notlösungen mit einem Container für die damalige Mittagsbetreuung und einem Pavillon. Ersterer wurde inzwischen undicht und der „pädagogisch wenig sinnvolle“ Pavillon für zwei Klassen hat nur eine befristete Baugenehmigung. „Mit Blick auf die Zukunft reicht Stückwerk nun nicht mehr aus. Wir brauchen eine dauerhafte Lösung“, so Kramer.

Zahlen verdeutlichen den Handlungsdruck: 2021/22 besuchten 640 Kinder die COS, aktuell sind es 722. Besonders rasant wächst die Offene Ganztagsschule (OGTS) von 70 Kindern im Jahr 2021/22 auf derzeit 143. Nach Berechnungen des Landratsamtes Landsberg wird der Bedarf künftig bei 280 Plätzen liegen. Der Wert ergibt sich aus der Ganztagsbetreuungspflicht ab dem Schuljahr 2026/27.

In der Carl-Orff-Schule wird‘s eng - ab ins Souterrain?

Für eine kurzfristige Entlastung ertüchtigt die Marktgemeinde derzeit „als nachhaltige Lösung im Bestand“ drei bislang für Fachunterricht und Chemievorbereitung genutzte Klassenräume im Souterrain. Und zwar für eine multifunktionale Nutzung am Vormittag als Klassenzimmer oder Fachräume und ab Mittag für die Ganztagsbetreuung. Bis zum Schulhalbjahr 2025/26 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Parallel dazu läuft die von der Gemeinde beauftragte Machbarkeitsstudie eines Architekturbüros zum konkreten Flächenbedarf sowie für einen Erweiterungsbau. Noch in diesem Jahr sollen die Ergebnisse vorgestellt werden. Michael Kramer: “Im Gemeinderat gibt es unterschiedliche Positionen. Wir hoffen dass Bürgermeisterin Sandra Perzul gemeinsam mit dem Gemeinderat im Sinne der Kinder und Familien entscheidet. Mit einer Lösung, die nachhaltig trägt und Dießen eine verlässliche Perspektive bietet.”

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